UK-Krypto-Regeln: Cardano, Avalanche, Sui und IOTA fordern klare Abgrenzung von Infrastruktur und Intermediation

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UK-Krypto-Regeln: Cardano, Avalanche, Sui und IOTA fordern klare Abgrenzung von Infrastruktur und Intermediation (Foto KI generiert)
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  • Die Unterzeichner fordern eine Ausnahmeregelung für Entwickler- und Infrastruktur-Anbieter, die keine Kundenguthaben kontrollieren.
  • Staking und DeFi stehen im Mittelpunkt – Regulierung soll zwischen custodialen und nicht custodialen Modellen unterscheiden.
  • Die FCA-Richtlinie CP25/40 soll auf Grundlage von custody, discretion und einseitiger Kontrolle an Risikopositionen angepasst werden.

Hintergrund

Eine Koalition aus Cardano, Avalanche, Sui und der IOTA Foundation hat der britischen Financial Conduct Authority (FCA) eine gemeinsame Stellungnahme zum CP25/40-Entwurf vorgelegt. Ziel ist es, den Regulierungskodex so zu gestalten, dass er klare Linien rund um Custody und Kontrolle zieht und nicht dezentralisierte, nicht-kustodiale Aktivitäten in Regime zwingt, die vornehmlich Intermediäre betreffen. Die Unterzeichner betonen die Notwendigkeit, Infrastruktur- und Intermediationsfunktionen voneinander zu unterscheiden, um Missverständnisse in Bezug auf Reichweite und Proportionalität zu vermeiden.

In einem Beitrag auf X fasst IOTA das Anliegen zusammen: ‚focus on custody & control, keep it proportionate, and support non-custodial, decentralized innovation for UK.‘

Kernpunkte der Argumentation

Der offene Brief entwickelt eine Architektur, in der zwei Felder besonders komplex sind: Staking und DeFi. Die Gruppen argumentieren, dass regulatorische Verpflichtungen sich auf Entitäten konzentrieren müssen, die Custody, Diskretion oder kommerzielle Intermediation ausüben, während die Neutralität der Infrastruktur von Public-Blockchain-Netzwerken erhalten bleiben soll. Entwicklerinnen und Entwickler sowie Infrastrukturprovider seien nicht als Intermediäre zu betrachten, wenn sie Softwareentwicklung, Validierung oder Protokoll-Services erbringen, ohne Kundengüter zu kontrollieren oder einseitige Entscheidungen zu treffen.

Zum Staking differenzieren sie: custodiales Staking, bei dem Firmen Vermögenswerte schützen, erfordern Retail-Disclosure, Einwilligungen und Aufzeichnungspflichten; nicht-custodial oder protokollbasiertes Staking (keine Kontrolle über Assets/Keys) solle außerhalb des regulierten Staking-Frames bleiben.

DeFi und der Begriff der „kontrollierenden Person“

In Bezug auf DeFi fordert die Gruppe eine technisch präzise Definition eines „clear controlling person“. Die Regulierung soll sich nach Custody, Diskretion und einseitiger Kontrolle richten, nicht nach Code-Beiträgen, Governance-Teilnahme oder Bereitstellung neutraler Infrastruktur. Demnach sollten regulatorische Pflichten dort ansetzen, wo eine identifiable Partei tatsächlich regulierte Kryptoaktivitäten ausführt, während Entwicklung und Infrastruktur grundsätzlich davon ausgenommen bleibe.

Die Unterzeichner sehen eine Möglichkeit, Verbraucherschutz zu stärken, ohne nicht custodialen Innovationen regulatorisch zu erdrücken. Eine klare Skalenlogik für Verpflichtungen – abgestützt auf Custody, Diskretion und einseitige Kontrolle – solle Rechtsklarheit schaffen und UK als Ort festigen, der die architektonische Realität dezentraler Technologien versteht.

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