Strategy-Preferred STRC fällt deutlich unter 100 US-Dollar

Strategy-Preferred STRC fällt deutlich unter 100 US-Dollar
Strategy-Preferred STRC fällt deutlich unter 100 US-Dollar (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

Die Vorzugsaktie STRC von Strategy ist deutlich unter ihren Zielbereich gerutscht. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 91,79 US-Dollar. Das war der drittniedrigste Schlusskurs seit dem Handelsstart im Juli 2025. Für Strategy, das frühere MicroStrategy, ist STRC eines der wichtigsten Tools zur Kapitalbeschaffung. Der Kursrückgang erhöht nun den Druck, den Preis wieder näher an 100 US-Dollar zu bringen.

STRC ist ein variabel verzinstes, unbefristetes Vorzugsaktien-Produkt. Der Marktwert liegt bei 10,5 Milliarden US-Dollar. Strategy versucht, den Kurs nahe 100 US-Dollar zu halten. Genau deshalb fällt der aktuelle Abschlag besonders auf. STRC wurde mit einem stärkeren Ziel der Preisstabilität vermarktet, was Abweichungen nach unten schwerer ignorierbar macht als bei anderen Strategy-Vorzugswerten.

Wachstum per ATM-Emissionen und hohe laufende Rendite

STRC zahlt eine jährliche Dividende von 11,50 US-Dollar je Aktie. Bei einem Kurs um 92 US-Dollar ergibt sich daraus eine Rendite von rund 12,6 Prozent. Im Frühjahr blieb die STRC-Dividendenrate bei 11,5 Prozent unverändert. Parallel dazu scheint der Markt inzwischen dennoch eine höhere Rendite zu verlangen. Das deutet darauf hin, dass Anleger die Risiken in der Kapitalstruktur von Strategy neu bewerten und stärker einpreisen.

Ein weiterer Faktor ist Bitcoin selbst. Thomas Perfumo, CFA von Kraken, sagt, dass etwa 86 Prozent der Variation der STRC-Renditespanne durch Bewegungen des Bitcoin-Preises erklärt werden können. Anleger behandeln das Papier eher wie ein Kreditprodukt mit einer Bitcoin-abhängigen Risikoprämie.

Der Einbruch zeigt auch, wie empfindlich die Einkommensprodukte von Strategy sein können, wenn der zugrunde liegende Bitcoin-Preis fällt.

Und sie zeigt eine Schwäche, die Strategy nicht ignorieren kann: Wenn Bitcoin nachgibt, vergleichen bitcoin-nahe Anleger die Ausschüttungen aus STRC direkt mit der Option, wieder in Spot-Bitcoin zu wechseln. In solchen Phasen kann der Druck steigen, weil Strategy dann gegen Bitcoin selbst um Aufmerksamkeit konkurriert.

Wie viel Dividende würde STRC zurück Richtung Nennwert bringen?

Wie groß die Lücke zum Nennwert ist, lässt sich auch über die Dividende einordnen. Andre Dragosh, Head of Research bei Bitwise Europe, sagt: Um STRC wieder an den Nennwert zu bringen, sei eine Dividendenerhöhung um etwas mehr als 1 US-Dollar nötig.

Eine höhere Dividende könnte den Kurs also näher an 100 US-Dollar heranführen. Gleichzeitig würde sie die laufenden Cash-Kosten von Strategy erhöhen. Genau dieser Zielkonflikt dürfte Anleger beschäftigen, wenn STRC länger deutlich unter 100 US-Dollar bleibt.

SATA als Vergleich: tägliche Dividende und teurer Short

Zusätzlichen Druck erzeugt der Vergleich mit einem Konkurrenzprodukt. Parker White, COO und CIO von DeFi Development Corp., verweist auf Strive’s SATA. SATA wird nach seinen Angaben nahe am 100-US-Dollar-Nennwert gehandelt und bietet eine annualisierte Ausschüttung von etwa 13 Prozent.

Ein wichtiger Unterschied liegt in der Ausschüttungslogik. SATA zahlt Dividenden täglich, nicht monatlich oder halbmonatlich. Tägliche Dividenden können den Druck rund um Ex-Dividenden-Termine verringern. Außerdem steigen damit in der Regel die Kosten für Leerverkäufer, weil jeden Tag Dividendenpflichten auflaufen.

Unterm Strich ist STRC derzeit ein Produkt, das stark an Bitcoin gekoppelt bleibt. Ein niedrigerer Bitcoin-Preis, attraktivere Konditionen bei Konkurrenzprodukten und ein neu bewertetes Risikoprofil treffen hier aufeinander. Für Strategy wird es damit wichtiger, zu zeigen, dass STRC auch in schwächeren Bitcoin-Phasen in seiner gewünschten Spanne bleiben kann, wenn neue Anlegergruppen aus Geldmarkt, Vorzugsaktien und Fixed Income angesprochen werden sollen.

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