Solana: 90 Mio. in ETFs, Trader zögern – Blick auf 100$

Solana: 90 Mio. in ETFs, Trader zögern – Blick auf 100$
Solana: 90 Mio. in ETFs, Trader zögern – Blick auf 100$ (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Solana rückt wieder stärker in den Fokus großer Investoren. Neue Zuflüsse in Solana-ETFs und auffällige Daten aus dem Derivatehandel deuten darauf hin, dass sich einige Marktteilnehmer erneut positionieren. Gleichzeitig bleibt das Umfeld schwierig: Geopolitische Unsicherheiten und steigende Inflationssorgen drücken weiter auf die Stimmung am Kryptomarkt.

Solana-ETFs ziehen deutlich Kapital an

Laut Daten von SoSoValue haben Solana-ETFs seit Monatsbeginn netto rund 90 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das ist mehr als in den drei Monaten zuvor zusammen. Besonders auffällig war der 11. Mai: An diesem Tag flossen den Fonds etwa 26 Millionen US-Dollar zu, der höchste Tageswert seit dem 25. Februar.

Insgesamt kommen die Solana-ETFs inzwischen auf rund 1,02 Milliarden US-Dollar an Nettovermögen. Das entspricht knapp 2% der aktuellen Marktkapitalisierung von SOL. In der Folge stieg der Kurs zwischenzeitlich auf ein Vier-Monats-Hoch um 97 US-Dollar und rückte damit in die Nähe der psychologisch wichtigen 100-Dollar-Marke.

Derivate-Daten: Mehr Aktivität, aber gemischte Signale

Während die ETF-Zuflüsse eher bullish wirken, zeigt der Derivate-Markt ein uneinheitliches Bild. Daten von CoinGlass zufolge liegt das Long/Short-Verhältnis aktuell unter 1. Das spricht dafür, dass mehr Trader auf fallende Kurse setzen als auf steigende.

Gleichzeitig nimmt die Aktivität spürbar zu: Das Derivate-Handelsvolumen für SOL sprang um rund 33% auf etwa 12,81 Milliarden US-Dollar. Beim Optionshandel fiel der Anstieg noch deutlicher aus: Das Optionsvolumen stieg um 116% auf rund 37,75 Millionen US-Dollar, das Open Interest bei Optionen kletterte um 22% auf etwa 125 Millionen US-Dollar. Kurz gesagt: Es wird wieder deutlich mehr auf Solana spekuliert, aber nicht alle wetten in dieselbe Richtung.

Hinzu kommt ein Belastungsfaktor von außen. Der Kryptomarkt steht weiterhin unter Druck, weil die Gespräche über eine mögliche Deeskalation im Konflikt rund um Iran offenbar ins Stocken geraten sind. Die Sorge vor einer erneuten Zuspitzung gilt als Risikofaktor für viele Märkte. Zusätzlich werden steigende Inflationsängste genannt, die ebenfalls auf riskante Anlagen wie Kryptowährungen drücken können.

Weitere Rückenwinde: Upgrade, Stablecoin-Start und Blick auf 100 Dollar

Abseits der ETF-Zahlen gibt es auch fundamentale Neuigkeiten, die Solana unterstützen könnten. Dazu zählt das Alpenglow-Upgrade, das bereits im Community-Testnetz live ist. Für das dritte Quartal ist der Rollout auf dem Mainnet geplant. Es handelt sich um die größte Konsens-Änderung in der Geschichte von Solana und soll die Geschwindigkeit des Netzwerks massiv erhöhen.

Außerdem hat Western Union seinen USDPT-Stablecoin auf Solana gestartet, was die Nutzung des Netzwerks stärken könnte. Auf der regulatorischen Seite wird zudem auf den CLARITY Act verwiesen, der in den USA für mehr Klarheit rund um Krypto-Regeln sorgen soll. Ob und wann das Gesetz final durch den Senat kommt, bleibt aber abzuwarten.

Technisch sehen einige Analysten eine entscheidende Zone rund um 95 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg Richtung 100 US-Dollar freimachen. Zum Zeitpunkt der Erhebung lag SOL jedoch wieder deutlich darunter: Der Kurs notierte bei rund 90 US-Dollar und damit mehr als 5% im Minus innerhalb von 24 Stunden.

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