Bei Shiba Inu hat sich die Stimmung im Derivatemarkt innerhalb weniger Tage komplett gedreht. Noch vor Kurzem dominierten Short-Wetten, inzwischen liegen die Netto-Positionen klar im Long-Bereich. Für Anleger wird damit eine Zone besonders wichtig: Hält SHIB den Bereich um 0,00000665 bis 0,00000670 US-Dollar, bleibt die Erholung intakt. Bricht diese Linie, droht ein schneller Rücksetzer.
Der Umschwung ist auffällig, weil er nicht langsam entstanden ist. Die Netto-Positionen lagen vor wenigen Tagen noch bei rund minus 200 Millionen. Das zeigte einen Markt, der klar auf fallende Kurse ausgerichtet war. Bis zum 11. Maikippte das Bild jedoch vollständig: Die Netto-Long-Positionen stiegen auf mehr als plus 400 Millionen. Eine so schnelle Verschiebung ist ein klares Zeichen dafür, dass Trader Shiba Inu plötzlich deutlich offensiver handeln.
Warum der Stimmungswechsel jetzt so brisant ist
Der Wendepunkt begann um den 6. Mai, als sich die Positionierung aus dem negativen Bereich löste. Am 9. Mai drehte der Indikator erstmals wieder ins Positive und setzte den Anstieg anschließend fort. Marktbeobachter CW sprach von stark wachsendem Kaufdruck und einer explosiv zunehmenden Aufwärtsdynamik bei SHIB.
The upward momentum of $SHIB is increasing explosively.
— CW (@CW8900) May 10, 2026
Upward pressure is very strong. pic.twitter.com/krXs9zhcM7
Auch der Chart passt zu diesem Bild. Shiba Inu stieg aus dem Bereich um 0,00000615 US-Dollar und bildete seit dem 10. Mai höhere Tiefs und höhere Hochs. Das ist wichtig, weil die Bewegung damit nicht wie ein kurzer hektischer Spike wirkt, sondern bislang von kontrolliertem Kaufinteresse getragen wird.
Bis zum 11. Mai kletterte SHIB über 0,00000660 US-Dollar. Auf Wochensicht entspricht das einem Plus von rund 6,5 Prozent. Für einen Meme-Coin ist das noch keine extreme Bewegung, aber in Verbindung mit der stark gedrehten Positionierung wird daraus ein deutlich relevanteres Signal.
Derivatemarkt zieht frisches Kapital an
Noch wichtiger als der Kursanstieg allein ist der Blick auf das Open Interest. Dieser Wert zeigt, wie viele offene Kontrakte im Derivatemarkt aktiv sind. Bei Shiba Inu stieg das Open Interest von knapp über 5 Milliarden am 5. Mai auf mehr als 6 Milliarden.
Das bedeutet: Es werden offenbar neue Positionen aufgebaut. Der Markt lebt also nicht nur davon, dass alte Short-Wetten geschlossen werden. Wenn Preis und Open Interest gleichzeitig steigen, spricht das häufig für echtes Nachfrageinteresse. Genau deshalb schauen Trader jetzt so genau auf SHIB.
Für die Bullen ist das eine Chance. Mehr offene Positionen können die Bewegung verstärken, wenn der Kurs weiter steigt. Gleichzeitig macht genau dieser Hebel den Markt anfälliger. Je mehr Long-Positionen sich stapeln, desto gefährlicher wird eine Pause im Anstieg.
Diese Marke entscheidet über Erholung oder Liquidationsdruck
Der kritische Bereich liegt jetzt bei 0,00000665 bis 0,00000670 US-Dollar. Kann Shiba Inu diese Zone verteidigen, bleibt der Markt auf Erholungskurs. Dann könnten Käufer versuchen, die nächste Aufwärtswelle zu erzwingen.
Scheitert SHIB aber genau dort, wird die Lage deutlich riskanter. Viele frische Long-Positionen sitzen dann plötzlich auf unsicherem Boden. Ein schneller Rückgang könnte Liquidationen auslösen und den Verkaufsdruck zusätzlich verstärken.Damit steht Shiba Inu an einem klaren Punkt: Die Stimmung ist gedreht, der Kaufdruck ist zurück, aber der Markt ist durch den Hebel auch empfindlicher geworden.
Jetzt zählt nicht mehr nur, ob SHIB steigen kann. Entscheidend ist, ob die Bullen die Zone um 0,00000670 US-Dollar halten. Genau dort trennt sich kurzfristige Erholung von einem neuen Abverkauf.