Retail-Dumps, Bitcoin-Zuflüsse nehmen zu: On-Chain-Daten signalisieren Kapitulation

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Beitragsbild: KI-generiert
  • On-Chain-Daten deuten auf eine Kapitulationsphase bei Bitcoin hin, ausgelöst durch rasche Kursverluste.
  • Zuflüsse an Bitcoin-Exchanges erreichen hohe Volumina, inklusive starker Ausläufe bei Binance und Coinbase Advanced.
  • Retail-Teilnahme war lange verhalten, kehrte während des Abwärtsdrucks zurück; die Dynamik geht aber über Retail hinaus.

Ausgangslage am Markt

Bitcoin fiel am 6. Februar erneut unter die Marke von 60.000 USD, was eine scharfe Welle von Exchange-Zuflüssen auslöste. On-Chain-Analysten wie Darkfost sprachen von einem Kapitulationssignal, getragen von Short-Term Holders (STH) und kleinen Wallets, oft als Shrimp bezeichnet.

Aufgedeckte Muster in den Zuflüssen

Zwischen dem 4. und 6. Februar flossen Bitcoins verstärkt an Börsen. Laut Darkfost überstieg der 7-Tage-Saldo der STH-Börsenzuflüsse bei Binance 100.000 BTC, mehr als beim Ausverkauf im April 2025. Insgesamt seien zwischen dem 4. und 6. Februar rund 241.000 BTC auf verschiedene Börsen verteilt worden, was als Verkaufsdruck interpretiert werde.

Gleichzeitig zeigte sich eine spürbare Aktivität auf Coinbase Advanced, einer Plattform, die von Institutionen, professionellen Händlern und Desks genutzt wird. Am 6. Februar beliefen sich die Zuflüsse dort auf ca. 27.000 BTC.

Die Rolle der Shrimp-Wallets und Retail-Teilnahme

Darkfost analysierte Wallets unter 1 BTC – die sogenannten Shrimp – und stellte eine spürbare Rückkehr der Retail-Aktivität während des Kursrückgangs fest. Am 5. Februar stiegen Shrimp-Zuflüsse auf Binance auf über 1.000 BTC in einem Tag, gegenüber einem Monatsdurchschnitt von rund 365 BTC.

Kostenbasis, Realized Price und marktspezifische Implikationen

Die Kostenbasis der ersten Long-Term-Holder (6–12 Monate, 12–18 Monate) lag bei etwa 103.188 USD bzw. 85.849 USD. Der Kurs stieß an den Realized Price der 18-Monats- bis 2-Jahres-Halter um 63.654 USD, was als Area of Interest gilt. Darkfost wies darauf hin, dass die steigenden Kosten Basen die Halter unter Druck setzen und die Erholung beeinflussen könnten. Er beschrieb den Move als Exhaustion-Flush, der Bitcoin in eine extrem überverkaufte Zone treibt, die Zeit zur Absorption brauche.

Nach dem kurzen Unterschreiten von 60.000 USD erholte sich der Kurs, bevor er erneut stabilisierte. Der Preis lag zeitweise bei rund 71.000 USD, während Retail-Flows sich wieder an den Durchschnitt annäherten. Die Frage bleibt, ob dies das lokale Tief markiert oder nur eine Verschnaufpause in einer hochvolatilen Phase darstellt.

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