Bitcoin bei 500.000 Dollar bis 2030? Diese Prognose sorgt jetzt für Aufsehen

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Bitcoin bei 500.000 Dollar bis 2030? Diese Prognose sorgt jetzt für Aufsehen (Foto KI generiert)
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Bitcoin könnte bis 2030 auf 400.000 bis 500.000 US-Dollar steigen. Davon geht zumindest Matt Cole, CEO des Bitcoin-Treasury-Unternehmens Strive, in seinem Basisszenario aus. Eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 50 Prozent bezeichnet Cole dabei nicht als optimistischen Extremfall, sondern als vergleichsweise konservative Annahme.

Ganz so weit ist Bitcoin allerdings noch nicht. BTC notiert aktuell bei rund 83.950 Dollar und hat nach dem jüngsten Anstieg bis über 87.000 Dollar nachgegeben.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Ist ein Bitcoin-Kurs von einer halben Million Dollar innerhalb von gut vier Jahren tatsächlich realistisch oder basiert Coles These vor allem auf der Vergangenheit?

Diese Rechnung bringt Bitcoin tatsächlich in Richtung 500.000 Dollar

Mathematisch ist Coles Zielzone keineswegs widersprüchlich. Würde Bitcoin ausgehend von rund 84.000 Dollar bis Ende 2030 durchschnittlich um 50 Prozent pro Jahr wachsen, ergäbe der Zinseszinseffekt einen Kurs im Bereich von etwa 470.000 Dollar.

Damit landet die Rechnung ziemlich genau innerhalb der von Cole genannten Spanne von 400.000 bis 500.000 Dollar.

Entscheidend ist allerdings, was CAGR bedeutet. Bitcoin müsste nicht jedes Kalenderjahr exakt 50 Prozent steigen. Starke Rallyes könnten sich mit schwächeren Jahren oder deutlichen Korrekturen abwechseln. Entscheidend wäre lediglich die durchschnittliche annualisierte Entwicklung über den gesamten Zeitraum.

Cole verweist zur Begründung unter anderem auf Bitcoins historische Entwicklung rund um den 200-Wochen-Durchschnitt. Nach seiner Analyse habe Bitcoin in früheren Bullenphasen über die folgenden drei bis vier Jahre nie weniger als ungefähr 60 Prozent CAGR erreicht. Seine Annahme von 50 Prozent setzt er deshalb bewusst darunter an.

Warum Cole das Makro-Umfeld für stärker hält als im letzten Zyklus

Für Cole ist deshalb nicht allein die Vergangenheit entscheidend. Einen wesentlichen Teil seiner These baut er auf einem langfristig schwächeren US-Dollar und niedrigeren beziehungsweise stärker kontrollierten langfristigen US-Renditen auf. Genau dieses Umfeld könnte knappe Vermögenswerte wie Bitcoin und Gold attraktiver machen.

Dabei ist die aktuelle Situation allerdings komplexer, als eine reine Bullenthese vermuten lässt. Der Dollar ist zuletzt wieder stärker geworden. Nach der jüngsten Zinserhöhung der US-Notenbank bewegte sich der Dollarindex DXY zeitweise über die Marke von 100. Eine anhaltende Dollarstärke wäre eher Gegenwind für Coles Szenario.

Auf der anderen Seite bleibt das Thema Staatsverschuldung und langfristige Finanzierungskosten der USA im Fokus. Auch der World Gold Council verweist auf die Bedeutung steigender Staatsschulden, möglicher Eingriffe am Anleihemarkt und des Vertrauens in den Dollar für knappe Assets. Gold profitierte im August bereits stark von diesem Umfeld.

Genau hier liegt Coles Wette: Sollte sich der Dollar über mehrere Jahre abschwächen und gleichzeitig mehr Kapital nach Alternativen zu klassischen Fiat-Anlagen suchen, könnte Bitcoin einen überproportionalen Teil dieser Nachfrage aufnehmen.

Bevor 500.000 Dollar zählen, muss Bitcoin diese Marken zurückerobern

Kurzfristig ist ein Kursziel von 500.000 Dollar für Anleger ohnehin weniger relevant als die aktuelle Marktstruktur. Bitcoin stieg am 21. September bis auf rund 87.300 Dollar, konnte das Niveau anschließend aber nicht verteidigen und fiel zurück in den Bereich um 84.000 Dollar.

Damit wird die Zone zwischen 87.000 und 88.000 Dollar zunächst zum naheliegenden Widerstand. Ein stabiler Ausbruch darüber würde zeigen, dass Käufer den jüngsten Rücksetzer absorbieren können.

Auf der Unterseite rückt dagegen der Bereich um 80.000 bis 82.000 Dollar in den Fokus. Analysten sehen insbesondere rund 82.000 Dollar derzeit als relevante Unterstützung für das kurzfristig bullische Szenario.

Langfristig bleibt der Abstand zum 200-Wochen-Durchschnitt ein weiterer wichtiger Orientierungspunkt. Dieser lag Mitte September bei ungefähr 65.450 Dollar, während Bitcoin damals bei gut 76.000 Dollar notierte. Der Kurs befindet sich damit weiterhin deutlich oberhalb dieser langfristigen Trendlinie.

Coles 400.000- bis 500.000-Dollar-Szenario ist deshalb vor allem eine Wette darauf, dass mehrere Faktoren gleichzeitig zusammenkommen: eine schwächere US-Währung, anhaltende Nachfrage nach knappen Assets, weitere institutionelle Bitcoin-Adoption und eine langfristig bullische Marktstruktur.

Die Mathematik hinter den 500.000 Dollar funktioniert. Ob Bitcoin die dafür notwendigen rund 50 Prozent durchschnittliche Jahresrendite tatsächlich liefern kann, entscheidet jedoch nicht die Vergangenheit allein. Kurzfristig muss BTC zunächst die Zone um 87.000 Dollar zurückerobern, während ein Bruch von 80.000 bis 82.000 Dollar den aktuellen Aufwärtstrend wieder deutlich unter Druck setzen würde.

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