Der bekannte Investor Michael Arrington sieht für das XRP Ökosystem enormes Potenzial. Der Gründer von Arrington Capital sagt, es gebe praktisch keine Obergrenze für den Wert des Ökosystems, sofern Ripple konsequent an seiner Mission festhält und weiter liefert. In seinen Augen geht es dabei weniger um kurzfristige Kursgeschichten, sondern um den langfristigen Aufbau von Infrastruktur für den institutionellen Kryptomarkt.
Arrington: Ripple und XRP wurden lange missverstanden
Arrington sprach in der Onchain Economy Reihe von Ripple, in einer Folge, die am 20. April veröffentlicht wurde. Dort erklärte er, Ripple und XRP seien in den vergangenen zehn Jahren oft falsch eingeordnet worden. Kritiker hätten XRP immer wieder als „Corporate Coin“ oder „Banken Coin“ abgestempelt. Arrington hält das für zu kurz gedacht und glaubt, dass die Bedeutung von Ripple im Rückblick anders bewertet wird.
Sein zentrales Argument: Ripple baue nicht nur Produkte, sondern eine Art Grundgerüst, das dem Kryptomarkt im institutionellen Bereich noch fehle. Wenn das Unternehmen diesen Kurs beibehält, könne das Ökosystem stark wachsen, sowohl bei Nutzern als auch bei Projekten, die darauf aufbauen.
Warum er XRP als Infrastruktur Wette sieht
Arrington betonte, dass er XRP nicht primär als Spekulationsobjekt betrachtet. Stattdessen sieht er Ripple als Anbieter von Infrastruktur, ähnlich wie es im traditionellen Finanzsystem längst üblich ist. Gerade Hedgefonds und professionelle Marktteilnehmer bräuchten bessere Werkzeuge, nicht nur für Compliance, sondern auch für grundlegende Funktionen wie Verwahrung, Handel und zuverlässige Ausführung.
Besonders hob er Ripples Aktivitäten rund um Stablecoins hervor. Diese könnten dazu führen, dass künftig mehr Startups bewusst im XRP Umfeld bauen. Arrington erklärte, sein Team wolle diese Entwicklung aktiv begleiten und in entsprechende Projekte investieren.
Hidden Road und „Ripple Prime“ als Schlüsselbaustein
Als greifbares Beispiel nannte Arrington die Übernahme von Hidden Road, die er als eine Art Prime Broker Geschäft beschrieb und die laut ihm unter dem Namen Ripple Prime weitergeführt werde. Prime Broker seien in der klassischen Finanzwelt Standard, im Kryptosektor gebe es davon jedoch nur wenige wirklich gute Anbieter. Genau hier sieht Arrington eine große Lücke und auch eine große Chance.
Er erinnerte außerdem an den ICO Boom 2017, als unzählige Projekte entstanden und viele später scheiterten. In dieser Phase habe er sich stärker auf Krypto fokussiert, und nach eigenen Angaben kaufte er XRP damals im Bereich von 3 bis 5 Cent. Heute, so der Artikel, lag der XRP Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 1,44 US Dollar.
Arringtons Fazit: Wenn Ripple weiterhin klar mission fokussiert bleibt und die geplanten Bausteine wie Stablecoins, Prime Brokerage, Übernahmen und Produktentwicklung sauber umsetzt, dann könnte das XRP Ökosystem langfristig eine tragende Rolle im Kryptomarkt spielen.