Ethereum steht aktuell nicht gerade im Rampenlicht: Der Kurs rutschte zuletzt leicht ab, die Stimmung am Markt bleibt angespannt, und viele Anleger wirken verunsichert. Trotzdem geht ein bekannter Trader bewusst in die Gegenrichtung und kauft weiter ETH nach. Seine These: Die scheinbare Schwäche ist eher ein Zeichen dafür, dass sich im Hintergrund ein Boden bildet und eine größere Bewegung vorbereitet.
Trader kauft weiter ETH, obwohl der Kurs schwächelt
In den vergangenen 24 Stunden fiel der Ethereum-Preis um rund 1,5 Prozent auf etwa 2.300 US-Dollar. Damit lief ETH schwächer als der Gesamtmarkt. Als Gründe werden vor allem Verkaufsdruck durch große Wallets (Whales) und eine spürbar niedrigere Spot-Nachfrage genannt. Gleichzeitig läuft Bitcoin seit Wochen deutlich besser und notierte zuletzt über 80.000 US-Dollar, was die Divergenz zwischen den beiden Top-Coins noch sichtbarer macht.
Genau in dieser Lage sagt der Analyst „Crypto Tice“ öffentlich, dass er weiter Ethereum einsammelt. In einem Beitrag auf X erklärt er, viele würden ETH gerade aufgeben, er selbst baue seine Position aus. Für ihn wirkt die aktuelle Seitwärts- bis Abwärtsphase nicht wie ein echter Bruch, sondern wie eine ruhige Bodenbildung, bei der sich der Markt neu sortiert.
Diese Signale sprechen für eine mögliche Trendwende
Crypto Tice stützt seinen Optimismus vor allem auf mehrere Punkte aus Marktstruktur und Chartbild. Er beobachtet, dass sich die Kursstruktur „zusammendrückt“, also enger wird. Das ist in der technischen Analyse oft ein Hinweis darauf, dass sich Energie für einen stärkeren Move aufbaut.
Außerdem spricht er davon, dass „Liquidität aus dem Markt gespült“ wurde. Gemeint ist: Viele Verkäufer, die unbedingt raus mussten, haben bereits verkauft. Wenn dieser Druck nachlässt, kann der Kurs leichter nach oben drehen.
Ein weiterer Punkt: Ethereum habe zuletzt höhere Tiefs ausgebildet. Das deutet darauf hin, dass Käufer bei Rücksetzern früher zugreifen als zuvor. Laut dem Trader wurde selbst stärkere, teils erzwungene Verkaufsaktivität aufgenommen, ohne dass die grundlegende Struktur kaputtging. Für ihn ist das ein Zeichen, dass größere Marktteilnehmer im Hintergrund akkumulieren.
Kursziel 4.000 Dollar: „Magnet“ statt Mondpreis
Aus dieser Gemengelage leitet Crypto Tice ein klares Szenario ab: Wenn ETH seine Struktur hält, könnte die nächste Bewegung nach oben „heftig“ ausfallen. Sein erstes Ziel liegt bei 4.000 US-Dollar, das wäre von etwa 2.300 US-Dollar aus ein Plus von rund 84 Prozent. Wichtig: Er bezeichnet 4.000 US-Dollar nicht als endgültiges Traumziel, sondern als „strukturellen Magneten“, der aus seiner Sicht erreicht werden müsse, um spätere Rallyes zu ermöglichen.
Entsprechend ruft er dazu auf, sich frühzeitig zu positionieren, solange Ethereum noch vergleichsweise niedrig bewertet ist. Während ein Teil der Community skeptisch bleibt, bekommt er in den Kommentaren auch viel Zustimmung. Aktuell hält sich ETH weiter über 2.300 US-Dollar, liegt auf Wochensicht aber gut 3 Prozent im Minus.