Ethereum schwächelt: 2.420 Dollar als entscheidende Hürde

Ethereum schwächelt: 2.420 Dollar als entscheidende Hürde
Ethereum schwächelt: 2.420 Dollar als entscheidende Hürde (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Ethereum ist in dieser Woche zusammen mit dem restlichen Kryptomarkt gestiegen. Doch der Anstieg wirkt bislang eher wie ein Mitziehen im Windschatten von Bitcoin als wie eine eigenständige Trendwende. Auf dem Tageschart zeigt sich nämlich eine auffällige Schwäche, die jetzt darüber entscheiden könnte, ob ETH wieder richtig Fahrt aufnimmt oder erneut nach unten abdreht.

Ethereum zeigt im Aufwärtstrend eine Lücke nach oben

Laut einer technischen Auswertung auf Basis des täglichen Candlestick-Charts bewegt sich Ethereum seit Februar 2026 in einem steigenden Kurskanal. Solche Kanäle gelten grundsätzlich als bullisch, weil sie typischerweise höhere Tiefs ausbilden und Käufer den Kurs Schritt für Schritt nach oben schieben.

Genau hier liegt aber das Problem: Zwar schafft ETH weiterhin höhere Tiefs, an der Oberseite kommt der Kurs zuletzt jedoch nicht wirklich weiter. Ein Analyst, der auf X unter dem Namen Ardi veröffentlicht, sieht die obere Begrenzung des Kanals derzeit bei rund 2.520 US-Dollar. Ethereum scheiterte in den jüngsten Anläufen aber immer wieder im Bereich um 2.420 US-Dollar. Das entspricht einem Abstand von ungefähr 6 Prozent zur Kanaloberkante, also einer spürbaren „Lücke“ nach oben.

Zusätzlich ist das Bild nicht komplett eindeutig bullish: Zwar hat ETH kurzfristige und mittelfristige gleitende Durchschnitte zurückerobert, die 200-Tage-EMA liegt aber weiterhin über dem aktuellen Kurs. Das deutet darauf hin, dass die Erholung technisch gesehen noch nicht abgeschlossen ist.

Warum Bitcoin gerade stärker wirkt als Ethereum

Der Vergleich mit Bitcoin macht die Schwäche sichtbarer. Bitcoin hat es laut dieser Analyse bereits geschafft, die obere Seite seines eigenen Kanal-Musters zu erreichen und dabei ein höheres Hoch auszubilden, im Bereich um 81.000 US-Dollar. Damit wirkt der Marktimpuls bei BTC klarer und sauberer.

Ethereum hingegen bleibt zurück. Das passt auch zur bisherigen Entwicklung in diesem Jahr, in der ETH gegenüber Bitcoin häufiger unterdurchschnittlich abschneidet. Selbst wenn Bitcoin weiterläuft, könnte das bei Ethereum deshalb nur eine verhaltene Reaktion auslösen, wenn die eigene Chartstruktur nicht mitzieht.

Diese Marke muss ETH zurückholen, sonst droht neuer Druck

Entscheidend ist aus Sicht des Analysten jetzt die Zone um 2.420 US-Dollar. Ein Ausbruch über dieses Niveau würde als Bestätigung gelten, dass Käufer das Angebot an der Range-Oberkante aufnehmen und der Markt bereit ist, wieder höher zu handeln. Im nächsten Schritt wäre dann auch die obere Kanalbegrenzung um etwa 2.520 US-Dollar erreichbar.

Bleibt Ethereum dagegen unter 2.420 US-Dollar hängen, bleibt die aktuelle Erholung anfällig. Dann könnte der Kurs schneller wieder nachgeben, vor allem wenn Bitcoin zwar stark bleibt, Ethereum aber nicht nachzieht. Zum Zeitpunkt der Erstellung lag ETH bei rund 2.284 US-Dollar und damit etwa 1,9 Prozent im Minus auf 24-Stunden-Sicht.

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