Dogecoin hat genau die Marke durchbrochen, die Krypto-Analyst Ali Martinez als entscheidende Hürde für ein bullisches Szenario genannt hatte. DOGE notiert aktuell bei rund 0,0916 Dollar und damit klar über den kritischen 0,0813 Dollar. Das ist deshalb relevant, weil dort mehr als 30 Milliarden DOGE zuvor den Besitzer gewechselt hatten. Hält der Ausbruch, rückt laut der von Martinez ausgewerteten On-Chain-Struktur die nächste große Widerstandszone um 0,177 Dollar in den Fokus.
Die Entwicklung kommt nur wenige Tage nach einem auffälligen Signal auf dem Monatschart. Martinez hatte am 15. August auf eine Kombination hingewiesen, die stark an den Sommer 2022 erinnert. Gleichzeitig bauten große DOGE-Halter ihre Positionen kräftig aus. Was damals zunächst wie eine spekulative Parallele aussah, bekommt durch den inzwischen erfolgten Ausbruch über 0,0813 Dollar deutlich mehr Gewicht.
Das 2022-Muster ist zurück und diesmal folgt der Kurs
Im Mittelpunkt steht der Tom-DeMark-Sequential-Indikator. Er soll Phasen erkennen, in denen ein bestehender Trend an Kraft verliert und eine mögliche Umkehr bevorsteht. Auf dem Dogecoin-Monatschart hatte dieser Indikator im Juli ein Kaufsignal ausgelöst.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere InformationenMartinez verwies zusätzlich auf die Struktur der Monatskerzen. Dogecoin bildete zunächst einen sogenannten „Inverted Hammer“, anschließend entstand eine Doji-Kerze. Eine ähnliche Kombination war im August und September 2022 zu sehen. Danach schoss DOGE im folgenden Monat zeitweise rund 145 Prozent nach oben.
Die Zahl sollte allerdings nicht als Kursprognose verstanden werden. Der oft zitierte Anstieg von rund 145 Prozent beschreibt die damalige Strecke zwischen Monatsöffnung und Monatshoch. Außerdem ist die aktuelle August-Kerze noch nicht abgeschlossen und kann ihre Form bis Monatsende verändern. Die historische Ähnlichkeit ist deshalb ein Warnsignal für mögliche starke Bewegung, aber keine Garantie für eine Wiederholung.
Genau hier wird die aktuelle Kursentwicklung interessant: Dogecoin verharrte Mitte August noch um 0,07 Dollar. Seitdem ist der Kurs deutlich angesprungen. Historische Kursdaten zeigen, dass DOGE am 21. und 22. August bereits oberhalb der zuvor entscheidenden 0,0813-Dollar-Zone schloss. Damit hat der Markt den ersten Test des bullischen Szenarios inzwischen bestanden.
Wale kauften 430 Millionen DOGE vor dem Ausbruch
Das technische Signal stand nicht allein. Martinez verwies zudem auf On-Chain-Daten, denen zufolge große Dogecoin-Halter innerhalb einer Woche mehr als 430 Millionen DOGE eingesammelt hatten.
Die Bestände der beobachteten Wal-Gruppe stiegen dabei von ungefähr 18,47 Milliarden auf rund 18,85 Milliarden DOGE. Die Käufe erfolgten also zu einem Zeitpunkt, als DOGE noch um 0,07 Dollar kämpfte und der Ausbruch keineswegs bestätigt war.
Das macht die Entwicklung für Anleger besonders relevant. Wal-Käufe allein lösen keinen Kursanstieg aus. Wenn große Marktteilnehmer jedoch während einer schwachen Kursphase akkumulieren und anschließend ein bedeutender Widerstand fällt, verändert sich das Verhältnis zwischen Chance und Risiko.
Die Marke von 0,0813 Dollar war dabei keine beliebige Linie im Chart. Nach den von Martinez verwendeten URPD-Daten wurden in diesem Bereich mehr als 30 Milliarden DOGE bewegt. Solche Preiszonen können starken Verkaufsdruck erzeugen, weil zahlreiche Anleger dort ihren ursprünglichen Einstiegskurs erreichen und Positionen abstoßen können.
DOGE hat diese Angebotszone inzwischen überwunden. Damit stellt sich nicht mehr die Frage, ob 0,0813 Dollar erstmals gebrochen werden können, sondern ob Käufer die Marke bei einem möglichen Rücksetzer auch verteidigen.
Jetzt entscheidet sich, ob 0,177 Dollar realistisch wird
Martinez identifizierte die nächste größere Konzentration in den URPD-Daten bei ungefähr 0,177 Dollar. Das ist ausdrücklich kein garantiertes Kursziel. Es bedeutet vielmehr, dass zwischen der überwundenen Zone und diesem Bereich auf Basis der ausgewerteten historischen Coin-Bewegungen weniger vergleichbar starke Angebotscluster liegen.
Vom aktuellen Kurs um 0,0916 Dollar wäre der Weg bis 0,177 Dollar immer noch enorm. Dogecoin müsste sich nahezu verdoppeln. Gleichzeitig hat der Kurs am 22. August zeitweise bereits die Marke von 0,10 Dollar getestet, bevor er wieder zurückfiel. Das zeigt, wie schnell die Dynamik zugenommen hat, aber auch, wie aggressiv Gewinnmitnahmen auftreten können.
Für Anleger zählt deshalb jetzt vor allem 0,0813 Dollar. Bleibt DOGE bei Rücksetzern oberhalb dieser ehemaligen Widerstandszone, würde der Ausbruch weiter bestätigt und die bullische Struktur gewinnt an Glaubwürdigkeit. Fällt der Kurs dagegen deutlich darunter zurück, droht ein Fehlausbruch und die spektakuläre 2022-Parallele verliert einen entscheidenden Teil ihrer Aussagekraft.
Whale-Käufe, das monatliche Kaufsignal und der inzwischen erfolgte Ausbruch liefern den Bullen mehrere Argumente gleichzeitig. Doch erst wenn 0,0813 Dollar dauerhaft zur Unterstützung wird, öffnet sich der Weg in Richtung der nächsten großen Angebotszone.
Genau diese Linie entscheidet jetzt, ob Dogecoin nur einen kurzen Hype erlebt oder ob aus dem 2022-Muster tatsächlich eine größere Rallye wird.
>> Investieren? So gehts: Dogecoin kaufen <<