Meme Coins wie Dogecoin (DOGE) und Shiba Inu (SHIB) waren im letzten großen Bullenmarkt die Stars: riesige Kursgewinne, viel Hype und eine Welle an Nachahmern. In der aktuellen Marktphase wirkt das Bild jedoch deutlich nüchterner. Während sich die Aufmerksamkeit vieler Trader auf neue, extrem riskante Trend-Coins verlagert, kämpfen die alten Meme-Klassiker mit schwacher Performance und sinkendem Interesse.
Dogecoin und Shiba Inu: Kurs bleibt hinter den Erwartungen
Selbst in der Meme-Coin-Rallye 2024 bis 2025, die unter anderem durch Solanas BONK neuen Schwung bekam, konnten Dogecoin und Shiba Inu viele Anleger nicht überzeugen. Während Bitcoin zeitweise neue Höchststände markierte, schafften es DOGE und SHIB nicht mehr zurück zu ihren früheren Allzeithochs.
Auch zuletzt blieb die Bewegung überschaubar. Laut CoinGecko-Daten verlor Dogecoin in den vergangenen 30 Tagen mehr als 13 Prozent. Shiba Inu lag im gleichen Zeitraum mit knapp 15 Prozent Minus noch schlechter. Noch deutlicher wird es beim Blick auf die Distanz zum Rekord: Dogecoin notiert mehr als 87 Prozent unter seinem Allzeithoch, Shiba Inu sogar über 93 Prozent darunter.
Parallel dazu gingen die Handelsvolumina zurück. Das ist oft ein Hinweis darauf, dass weniger frisches Geld und weniger Aufmerksamkeit in den Markt fließen. Für viele Anleger sind DOGE und SHIB damit aktuell eher „Mitläufer“ als Treiber des Zyklus.
Warum Trader plötzlich auf „Crime Coins“ setzen
Während klassische Meme Coins an Strahlkraft verlieren, rücken in diesem Zyklus sogenannte „Crime Coins“ in den Fokus. Gemeint sind Coins, deren Kurse in sehr kurzer Zeit stark steigen, oft begleitet von auffällig negativen Funding Rates im Derivatehandel. Solche Signale können darauf hindeuten, dass viele Marktteilnehmer gegen den Trend wetten und dann durch steigende Kurse in Short-Liquidationen gedrückt werden.
Ein weiteres Muster: Bei vielen dieser Coins liegt ein extrem großer Teil des Angebots bei Insidern. Wenn über 80 Prozent der Token von wenigen Adressen gehalten werden und nur ein kleiner Teil frei handelbar ist, kann der Preis leichter durch Volumen und Market-Making nach oben bewegt werden. Das erhöht die Chance auf schnelle Pumps, macht den Markt aber auch fragil.
Als Beispiele werden in der Szene unter anderem RIVER, PIPPIN oder RAVE genannt. Zuletzt sorgte vor allem der LAB-Token für Gesprächsstoff: Der Kurs soll innerhalb von zwei Monaten um mehr als das 200-Fache gestiegen sein. Gleichzeitig blieb eine Spur liquidierter Short-Trader zurück. Trotz des hohen Risikos stieg das Interesse: Das Futures-Handelsvolumen von LAB auf Binance soll in einer 24-Stunden-Phase über 1,6 Milliarden US-Dollar erreicht haben.
Fazit: Lohnt sich der Einstieg in DOGE und SHIB noch?
Dogecoin und Shiba Inu sind weiterhin bekannte Namen und haben große Communities. Aber die aktuellen Daten zeigen: Beide Coins tun sich schwer, Momentum aufzubauen, und liegen weit unter ihren Rekordständen. Gleichzeitig zieht Kapital in kurzfristige, hochriskante „Crime Coins“, die schnell steigen, aber genauso schnell abstürzen können. In einigen Fällen sind Crashs von mehr als 90 Prozent innerhalb weniger Stunden möglich.
Wer über einen Kauf nachdenkt, sollte deshalb klar trennen: DOGE und SHIB sind eher langfristige Wetten auf erneuten Hype und Marktstimmung, während „Crime Coins“ in vielen Fällen pures Trading und spekulatives Glücksspiel sind. Unabhängig vom Ansatz gilt: Risikomanagement, Positionsgröße und ein Plan für Ausstieg und Verlustbegrenzung sind bei beiden Bereichen entscheidend.