In den USA nimmt die Debatte um klare Krypto Regeln wieder Fahrt auf. Ausgerechnet Coinbase Chef Brian Armstrong stärkt nun dem sogenannten CLARITY Act den Rücken, nachdem auch das US Finanzministerium öffentlich Druck auf den Senat gemacht hat.
Finanzministerium erhöht den Druck auf den Senat
Auslöser ist ein Meinungsbeitrag von US Treasury Secretary Scott Bessent im Wall Street Journal. Darin warnt Bessent, dass die USA ohne eindeutige Regeln im Bereich digitaler Vermögenswerte international zurückfallen könnten. Er verweist dabei auf Länder und Regionen mit klareren Vorgaben, etwa Abu Dhabi und Singapur, die in den vergangenen Jahren für viele Krypto Firmen und Entwickler attraktiver geworden sind.
Bessent macht deutlich, dass es aus seiner Sicht nicht mehr reicht, nur zu diskutieren. Entscheidend seien dauerhafte Gesetze, die Unternehmen und Entwicklern Planungssicherheit geben und dadurch Innovation wieder stärker in die USA holen.
In dem Beitrag stellt er außerdem einen Zusammenhang zum GENIUS Act her, dem Stablecoin Gesetz, das Präsident Trump im Juli 2025 unterzeichnet hat. Dieses Gesetz zeige zwar, dass politische Einigung möglich ist, doch ohne den CLARITY Act könne der nächste Schritt für eine umfassende Marktstruktur Regulierung nicht gelingen.
Brian Armstrong wechselt den Kurs und unterstützt den CLARITY Act
Coinbase CEO Brian Armstrong reagierte auf Bessents Vorstoß mit einem klaren Signal: Es sei Zeit, den CLARITY Act zu verabschieden. Er bedankte sich öffentlich für die parteiübergreifende Arbeit von Senatoren und ihren Teams, die den Entwurf in den letzten Monaten vorangebracht hätten.
Bemerkenswert ist vor allem der Kurswechsel. Armstrong hatte den CLARITY Act zuvor zweimal abgelehnt. Im Januar 2026 zog er zudem die Unterstützung von Coinbase für einen Entwurf aus dem Senate Banking Committee zurück. Damals argumentierte er, die Version sei schlechter als der Status quo, Coinbase würde eher gar kein Gesetz akzeptieren als ein schlechtes.
Auch SEC Chef Atkins spricht sich für ein umfassendes Gesetz aus
Neben Armstrong meldete sich auch SEC Chair Paul Atkins zu Wort. Er unterstützte Bessents Position und erklärte, der Kongress solle jetzt handeln und eine umfassende Marktstruktur Gesetzgebung vorantreiben. Ziel sei, die Regeln so aufzusetzen, dass sie langfristig gelten und die USA nicht von wechselnden, aus seiner Sicht potenziell willkürlichen Regulierungsansätzen abhängig sind.
Zusammen zeigen die Aussagen aus Finanzministerium, SEC und der Krypto Industrie, dass der politische Knoten beim Thema Krypto Regulierung in den USA zumindest ein Stück weit aufgehen könnte.