Bitwise: Ethereum-Kurs folgt Bitcoin – 65% der Moves von BTC

Bitwise: Ethereum-Kurs folgt Bitcoin – 65% der Moves von BTC
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Ethereum hat in diesem Marktzyklus oft enttäuscht, obwohl das Netzwerk bei Regulierung, Institutionellen und On Chain Aktivität deutlich vorangekommen ist. Laut einer neuen Analyse von Bitwise liegt der Hauptgrund nicht bei den Fundamentaldaten, sondern bei einem einfachen Muster: ETH wird am Markt weiterhin vor allem wie ein Bitcoin Stellvertreter gehandelt, und nicht wie ein eigenständig bewertetes Netzwerk.

Bitwise Modell: Bitcoin dominiert die ETH Kursbewegung

Bitwise hat ein Faktorenmodell mit 406 wöchentlichen Datenpunkten seit Mai 2018 gebaut, um zu erklären, was die ETH Renditen tatsächlich antreibt. Das Ergebnis fällt deutlich aus: Bitcoin war seit 2018 der mit Abstand wichtigste Einflussfaktor auf die wöchentlichen ETH Returns.

Statistisch bewegt sich Ethereum laut Bitwise nahezu im Gleichschritt mit Bitcoin. Der geschätzte Koeffizient liegt bei rund 0,99, also fast 1 zu 1. Allein BTC erklärt damit etwa 65 Prozent der Schwankungen in den ETH Renditen. Für Anleger heißt das unterm Strich: Wenn Bitcoin steigt oder fällt, folgt Ethereum meist, unabhängig davon, wie gut sich das Ethereum Ökosystem entwickelt.

Bitwise stellt damit auch ein verbreitetes Narrativ infrage. Kennzahlen wie aktive Adressen hätten weniger Einfluss auf den Preis, als viele erwarten. Und noch deutlicher: Umsatz und Gebühreneinnahmen wirkten im Modell so wenig hilfreich, dass dieser Faktor am Ende als Rauschen eingestuft und entfernt wurde. Ethereum werde damit eher wie ein „netzwerkgetriebener Rohstoff“ gehandelt, nicht wie ein Business mit stabilen Cashflows.

Welche Faktoren trotzdem eine Rolle spielen

Ganz ohne weitere Einflüsse kommt ETH laut Bitwise nicht aus, aber sie sind klar zweitrangig. Als zweitwichtigster Faktor tauchten die Finanzierungsbedingungen auf, gemessen über den Bloomberg US Financial Conditions Index. Der Koeffizient lag bei etwa 0,05, die durchschnittliche Erklärungskraft bei 11,3 Prozent, in Spitzenphasen zeitweise bei rund 40 Prozent.

Die Netzwerkaktivität, angenähert über aktive Adressen, war schwächer: Koeffizient etwa 0,03, im Schnitt rund 6 Prozent Erklärungskraft, in starken Phasen bis zu 30 Prozent.

Interessant sind auch die ETF und ETP Zuflüsse. Ihr Koeffizient lag nur bei ungefähr 0,01, Bitwise bezeichnet sie aber als hochsignifikant. Im Schnitt erklärten die Flows etwa 10 Prozent der ETH Varianz, in Spitzenphasen sogar bis zu 40 Prozent. Übersetzt heißt das: Kapitalströme sind verlässlich relevant, aber sie drücken nicht so stark auf die Richtung wie der Bitcoin Markt Beta.

Marktphasen: Mal Hebel auf BTC, mal seltene Ausnahmen

Bitwise zeigt außerdem, dass sich das Verhältnis je nach Marktregime verändern kann. Zwischen Juni und August 2025 habe sich Ethereum zeitweise wie ein gehebelter Bitcoin Trade verhalten. In dieser Phase stieg der BTC Koeffizient laut Bericht auf etwa 1,5 bis 1,6, während Bitcoin neue Hochs ansteuerte.

Noch extremer war die Lage nach dem FTX Kollaps in der zweiten Hälfte 2022. Dort lag der Fokus laut Bitwise fast vollständig auf Liquidität und Risikoabbau. In dieser Stressphase hätten alle Faktoren außer BTC negative Koeffizienten getragen, und die Renditen seien zeitweise zu bis zu 90 Prozent durch Bitcoin erklärt worden. ETH war damit praktisch an BTC „verankert“.

Ausnahmen gab es, aber eher punktuell. Bitwise nennt Mai 2021 als Phase besonders niedriger Bitcoin Sensitivität. Damals hatte Bitcoin bereits seinen Peak gesehen, während Ethereum im Zuge des NFT Booms weiter stieg und die aktiven Adressen anzogen. Solche Fenster seien jedoch eher episodisch als dauerhaft.

Auch für Prognosen macht Bitwise Anlegern wenig Hoffnung auf ein „Wunder Modell“. Zwar erkläre das Faktorenmodell die Vergangenheit ordentlich, doch außerhalb der Stichprobe schneide es nicht besser ab als ein deutlich einfacherer Ansatz aus AR(1) plus BTC. Der größte Vorhersagewert komme demnach aus der Bitcoin Abhängigkeit und der Eigendynamik des Preises, zusätzliche Faktoren bringen nur begrenzt mehr.

Unterm Strich bleibt Ethereum laut Bitwise in einer widersprüchlichen Lage: Das Netzwerk gewinnt an institutioneller Bedeutung, dominiert große Teile von Stablecoins und Tokenisierung, und hat eine klarere Roadmap. Trotzdem wird der Kurs bisher überwiegend von externem Bitcoin Beta gesteuert. Zum Zeitpunkt des Berichts lag ETH bei rund 2.305 US Dollar.

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