Bitcoin vor kritischer Woche: 3 Termine können Abverkauf auslösen

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Bitcoin vor kritischer Woche: 3 Termine können Abverkauf auslösen (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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Bitcoin steht vor einer ungewöhnlich dichten Belastungsprobe. Zwischen dem 17. und 21. August treffen drei Termine aufeinander, die US-Renditen, Dollar und Yen bewegen können und damit genau jene Faktoren, die für die Risikobereitschaft am Kryptomarkt entscheidend sind.

Besonders gefährlich wäre eine Kombination aus steigenden Treasury-Renditen, einer straffen Fed und einem stärkeren Yen. Dann dürfte sich zeigen, ob kurzfristige Bitcoin-Anleger standhalten oder beginnen, Verluste zu realisieren.

Den Auftakt machen am Montag die neuen Daten des US-Finanzministeriums zu internationalen Kapitalströmen. Am Mittwoch rückt das Protokoll der Fed-Sitzung vom 28. und 29. Juli in den Fokus, bevor Japan am Freitag seine landesweiten Inflationsdaten für Juli veröffentlicht.

Das US-Finanzministerium bestätigt den TIC-Termin für den 17. August, während Japans Statistikbehörde die CPI-Veröffentlichung für den 21. August angesetzt hat. Die Fed veröffentlicht Protokolle regulärer Sitzungen grundsätzlich drei Wochen nach dem Zinsentscheid. 

Erst US-Anleihen, dann die Fed: Hier droht neuer Druck auf Bitcoin

Zunächst wird entscheidend, ob internationale Investoren weiterhin bereit sind, große Mengen langfristiger US-Wertpapiere aufzunehmen. Die sogenannten TIC-Daten liefern dafür einen wichtigen Hinweis.

Bei der vorherigen Veröffentlichung hatten ausländische Anleger im Mai netto 262,8 Milliarden Dollar an langfristigen US-Wertpapieren gekauft. Am 17. August folgen die Daten für Juni. 

Sollte die Nachfrage deutlich schwächer ausfallen, wäre das nicht automatisch ein Garant für steigende Renditen. In einem ohnehin nervösen Anleihemarkt könnte eine geringere ausländische Nachfrage aber zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Renditen ausüben. Für Bitcoin wäre genau das unangenehm: Höhere sichere Renditen verschärfen die Konkurrenz um Kapital und können spekulative Anlagen unter Druck setzen.

Nur zwei Tage später folgt die nächste Prüfung.

Das Protokoll der Fed-Sitzung vom 28. und 29. Juli dürfte zeigen, wie tief die Sorgen über Inflation innerhalb der US-Notenbank tatsächlich reichen. 

Wirkt die Diskussion deutlich restriktiver als vom Markt erwartet, könnten US-Renditen und Dollar erneut anziehen. Bitcoin bekäme damit den zweiten Belastungsfaktor innerhalb weniger Tage. Zeigt das Protokoll dagegen größere Sorgen über Wachstum oder Arbeitsmarkt, könnte die Aussicht auf eine lockerere Geldpolitik Risikoanlagen wieder Luft verschaffen.

Genau dieser Gegensatz macht die Veröffentlichung so brisant: Steigende Renditen wären Gegenwind, zunehmende Zinssenkungsfantasie könnte dagegen zur Chance für Bitcoin werden.

Warum Japan jetzt zur Volatilitätsfalle werden kann

Der gefährlichste Impuls könnte allerdings aus Japan kommen.

Am Freitag, dem 21. August, veröffentlicht Japan die landesweiten Verbraucherpreise für Juli. Fällt die Inflation höher aus als erwartet, könnten Spekulationen über eine weitere Straffung der Geldpolitik durch die Bank of Japan zunehmen.

Damit käme der Yen ins Spiel.

Über Jahre wurde die japanische Währung für sogenannte Carry Trades genutzt: Investoren finanzierten sich vergleichsweise günstig in Yen und steckten das Kapital in höher rentierende oder riskantere Anlagen. Steigt der Yen kräftig oder werden japanische Finanzierungsbedingungen weniger attraktiv, kann sich dieser Handel plötzlich umkehren.

Dann müssen Positionen abgebaut und Yen zurückgekauft werden. Genau dieser Prozess kann weit über Japan hinaus Druck auf Risikoanlagen erzeugen.

Für Bitcoin bedeutet das: Ein überraschend heißer CPI wäre nicht nur eine japanische Inflationsmeldung. Ein stärkerer Yen könnte zum Auslöser für einen breiteren Risikoabbau werden.

Diese On-Chain-Marke zeigt, ob Anleger wirklich kapitulieren

Noch gibt es zumindest auf der Blockchain keinen eindeutigen Hinweis darauf, dass langfristige Bitcoin-Investoren geschlossen die Flucht antreten.

Die vorliegenden Daten zeigen das Verhältnis zwischen LTH-SOPR und STH-SOPR bei rund 0,96. Die beiden Anlegergruppen driften damit derzeit nicht extrem auseinander. Wichtiger könnte deshalb werden, wie sich die kurzfristigen Halter verhalten, wenn die Makrodaten tatsächlich für Stress sorgen.

Bitcoin SOPR - August 2026
Quelle CryptoQuant

Hier rückt der STH-SOPR in den Mittelpunkt. Die Kennzahl misst, ob Coins kurzfristiger Anleger beim Bewegen im Durchschnitt mit Gewinn oder Verlust realisiert werden. Ein Wert unter 1 bedeutet, dass diese Gruppe im Durchschnitt Verluste realisiert. Glassnode betrachtet gerade kurzfristige Halter als besonders empfindlich gegenüber erhöhter Marktvolatilität. 

Problematisch würde es deshalb, wenn der STH-SOPR deutlich unter 1 fällt und gleichzeitig mehr Bitcoin an Börsen transferiert werden. Steigende Börsenzuflüsse bedeuten zwar nicht automatisch, dass sämtliche Coins verkauft werden. Sie würden aber zeigen, dass mehr BTC unmittelbar für einen Verkauf verfügbar werden.

Das gefährlichste Szenario wäre damit klar: schwächere Nachfrage nach US-Wertpapieren, ein restriktives Fed-Protokoll, überraschend hohe Inflation in Japan und gleichzeitig zunehmende Verlustverkäufe kurzfristiger Bitcoin-Anleger.

Dann könnte aus einem gewöhnlichen Rücksetzer deutlich schneller echter Verkaufsdruck werden.

Für Anleger zählt deshalb in dieser Woche nicht allein der Bitcoin-Kurs. US-Renditen, USD/JPY, der STH-SOPR und die Bitcoin-Zuflüsse zu Börsen sind die entscheidenden Warnlampen. Fallen mehrere davon gleichzeitig auf die falsche Seite, wird aus der Makrowoche eine echte Belastungsprobe für Bitcoin.

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