Bitcoin vor der Dotcom-Phase? Analyst erwartet Mega-Boom

Bitcoin-vor-der-DotcomPhase-Analyst-erwartet-nur-2-Jahre-diese-Marke-entscheidet-jetzt
Bitcoin vor der Dotcom-Phase? Analyst erwartet Mega-Boom (Foto KI generiert)
Werbung

Bitcoin könnte nach Einschätzung von Krypto-Analyst Michaël van de Poppe vor einer deutlich aggressiveren Phase des Bullenmarktes stehen. Statt eines langsamen Anstiegs über drei Jahre erwartet er einen nur rund 1,5 bis zwei Jahre dauernden, dafür umso heftigeren Boom bei Bitcoin und Altcoins, vergleichbar mit der Beschleunigung der Dotcom-Blase ab 1998.

Die aktuelle Marktlage liefert dafür allerdings ein widersprüchliches Bild. Bitcoin handelt am Dienstag, dem 8. September, nur bei rund 79.000 Dollar und ist nach seinem jüngsten Anstieg über 82.000 Dollar wieder zurückgefallen. Gleichzeitig fließt institutionelles Kapital erneut kräftig in den Markt. Damit wird die Zone zwischen etwa 78.000 und 82.000 Dollar zum ersten wichtigen Test für van de Poppes bullisches Szenario.

Fast 1 Milliarde Dollar fließt in Bitcoin – der Kurs reagiert kaum

Van de Poppes zentrale These lautet, dass die Märkte die eigentliche Beschleunigung noch gar nicht gesehen hätten. Sollte sich der Zyklus jedoch weiter beschleunigen, hält er einen klassischen dreijährigen Bullenmarkt für unwahrscheinlich. Stattdessen rechnet der Analyst mit einer kürzeren, spekulativeren Phase, in der Bitcoin und später auch Altcoins stark anziehen könnten.

Interessant ist dabei vor allem die Entwicklung bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs. In der vergangenen Woche verbuchten die Produkte netto rund 987 Millionen Dollar an neuem Kapital. Es war bereits die dritte Woche in Folge mit Zuflüssen. Zusammengenommen kamen in diesen drei Wochen fast 3,8 Milliarden Dollar hinzu. Allein BlackRocks IBIT zog zuletzt rund 692 Millionen Dollar an.

Normalerweise wäre eine solche Nachfrage ein starkes Argument für steigende Kurse. Dass Bitcoin trotzdem bei rund 79.000 Dollar konsolidiert, zeigt jedoch, dass derzeit auch erheblicher Verkaufsdruck absorbiert werden muss.

Genau darin liegt der Konflikt: Entweder bildet Bitcoin momentan eine Basis für einen neuen Ausbruch oder die institutionellen Zuflüsse reichen noch nicht aus, um das vorhandene Angebot dauerhaft zu übersteigen.

Warum von einer echten Altcoin-Euphorie noch keine Rede sein kann

Noch deutlicher wird der Unterschied zwischen van de Poppes Szenario und dem aktuellen Markt bei den Altcoins.

Bitcoin vereint derzeit rund 59 Prozent der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung auf sich. Ethereum kommt lediglich auf etwa elf Prozent. Eine breite Kapitalrotation aus Bitcoin in kleinere Kryptowährungen, wie sie typischerweise mit einer explosiven Altcoin-Phase verbunden wäre, lässt sich damit bislang nicht erkennen.

Auch die Kurse zeigen noch keine Dotcom-artige Euphorie. Ethereum notiert aktuell bei rund 2.500 Dollar und damit deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von rund 4.765 Dollar. Solana bewegt sich um 103 Dollar und liegt damit sogar etwa 50 Prozent unter dem Niveau von vor einem Jahr.

Das macht van de Poppes These allerdings gerade interessant: Seine Aussage beschreibt nicht einen bereits laufenden parabolischen Markt, sondern die Möglichkeit, dass diese Phase noch bevorsteht.

Für eine Bestätigung müsste sich das Bild jedoch verändern. Bitcoin müsste wichtige Widerstände zurückerobern und gleichzeitig müsste die BTC-Dominanz beginnen zu fallen, während Ethereum und andere große Altcoins relativ zu Bitcoin stärker werden.

Diese Bitcoin-Zone entscheidet über Ausbruch oder neuen Druck

Kurzfristig dürfte deshalb vor allem die Spanne zwischen 78.000 und 82.000 Dollar entscheidend sein. Bitcoin war Anfang September bereits bis auf rund 82.178 Dollar gestiegen, konnte den Ausbruch aber nicht halten. Unterhalb von rund 78.000 Dollar würde dagegen die Region um 76.000 bis 77.000 Dollar wieder stärker in den Fokus rücken.

Hinzu kommt ein erheblicher Makro-Risikofaktor. Am 11. September werden neue US-Inflationsdaten erwartet, bevor die Federal Reserve am 15. und 16. September über die Geldpolitik entscheidet. Fed-Gouverneur Christopher Waller hat zuletzt signalisiert, dass seine Haltung von den kommenden Inflationszahlen abhängt. Damit bleibt sogar eine weitere Zinserhöhung im Raum. Für spekulative Anlagen wie Bitcoin und Altcoins wäre eine überraschend restriktive Fed zunächst Gegenwind.

Van de Poppes Dotcom-Vergleich ist deshalb bislang ein Szenario und keine bestätigte Entwicklung. Die ETF-Zuflüsse zeigen, dass Kapital vorhanden ist. Die hohe Bitcoin-Dominanz zeigt gleichzeitig, dass dieses Kapital noch nicht breit in Altcoins rotiert.

Für Anleger zählt jetzt vor allem die Reaktion an der 78.000-Dollar-Marke auf der Unterseite und an rund 82.000 Dollar auf der Oberseite. Erst ein nachhaltiger Ausbruch nach oben bei gleichzeitig zunehmender Altcoin-Stärke würde die These einer deutlich aggressiveren letzten Phase des Bullenmarktes überzeugender machen.

Krypto kaufen

Kryptowährungen kaufen, aber richtig

Wer nach einer Meldung selbst investieren möchte, braucht zuerst einen regulierten Zugang zum Markt. Bei eToro lassen sich Krypto, Aktien und ETFs in einem Konto handeln, einmalig oder regelmäßig über die Zeit verteilt.

  • EU- und MiCA-reguliertCySEC-Lizenz 109/10, MiCA seit 2025
  • Alles in einem DepotKrypto, Aktien und ETFs
  • CopyTraderErfahrene Trader kopieren
  • Einzahlung per PayPalauch Karte, SEPA und Skrill
Kostenlos Konto bei eToro eröffnen Konto in wenigen Minuten. Vorher testen geht im Demokonto mit 100.000 $ Guthaben. Ihr Kapital ist einem Risiko ausgesetzt. 51 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich; eine MiCA-Zulassung schützt nicht vor Kursverlusten. Keine Anlageberatung. Details im eToro-Testbericht.
Teilen
Inhalt
Auch Interessant
Ethereum-zieht-bei-Glamsterdam-die-Notbremse-wichtige-Sicherheitsbedenken-stoppen-das-Upgrade
Gerade-noch-eine-Milliarde-Dollar-Zufluesse-jetzt-ziehen-Anleger-636-Millionen-aus-BitcoinETFs-ab
Bitcoin-dreht-bei-81000-Dollar-nach-oben-zwei-Analysten-sehen-jetzt-Kurse-ueber-90000-Dollar