Gerade noch eine Milliarde Dollar Zuflüsse – jetzt ziehen Anleger 636 Millionen aus Bitcoin-ETFs ab

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Gerade noch eine Milliarde Dollar Zuflüsse – jetzt ziehen Anleger 636 Millionen aus Bitcoin-ETFs ab (Foto KI generiert)
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Die Stimmung bei den Bitcoin-ETFs ist innerhalb eines Tages gekippt. Nachdem Anleger von Montag bis Mittwoch mehr als eine Milliarde Dollar in amerikanische Bitcoin-Fonds investiert hatten, folgte am Donnerstag ein heftiger Rückschlag: 635,6 Millionen Dollar flossen netto ab. Ausgerechnet die beiden großen Fonds von BlackRock und Fidelity führten die Abflüsse an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Massive ETF-Abflüsse: Am Donnerstag, dem 22. Oktober, verloren US-Bitcoin-Spot-ETFs insgesamt 635,6 Millionen Dollar.
  • BlackRock und Fidelity besonders betroffen: Aus IBIT flossen 254,1 Millionen Dollar ab, aus FBTC weitere 217,5 Millionen Dollar.
  • Bitcoin-Erholung unter Druck: Der Abfluss macht rund 59 Prozent der Zuflüsse aus den drei vorangegangenen Handelstagen wieder zunichte.

Für Bitcoin kommt der Nachfrageeinbruch zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach dem gescheiterten Ausbruch über 84.000 Dollar kämpft BTC erneut um die Stabilisierung oberhalb von 80.000 Dollar.

BlackRock und Fidelity: Plötzlich fließen Hunderte Millionen ab

Die aktuellen Zahlen von Farside Investors zeigen, wie breit der Verkaufsdruck bei den US-Bitcoin-ETFs ausfiel. BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) verzeichnete mit 254,1 Millionen Dollar den höchsten Nettoabfluss.

Dahinter folgte Fidelitys FBTC mit 217,5 Millionen Dollar. Zusammen verloren beide Produkte 471,6 Millionen Dollar. Das entspricht rund 74 Prozent der gesamten Tagesabflüsse.

Auch bei weiteren Anbietern zogen Anleger Kapital ab: Aus dem ARK 21Shares Bitcoin ETF (ARKB) flossen 109,4 Millionen Dollar, aus Bitwise BITB weitere 27,4 Millionen Dollar und aus Grayscales GBTC 29,5 Millionen Dollar.

Lediglich Morgan Stanleys MSBT verbuchte einen kleinen Nettozufluss von 2,3 Millionen Dollar.

Eine Milliarde Dollar Zuflüsse – wie viel bleibt jetzt übrig?

Besonders auffällig ist der direkte Vergleich mit den Vortagen. Am Montag verzeichneten Bitcoin-ETFs Zuflüsse von 526,7 Millionen Dollar. Am Dienstag kamen 23,2 Millionen Dollar hinzu, am Mittwoch weitere 524,8 Millionen Dollar.

Damit hatten die Fonds innerhalb von drei Handelstagen 1,0747 Milliarden Dollar eingesammelt. Der Abfluss vom Donnerstag löschte jedoch knapp 59 Prozent dieses Zuwachses wieder aus.

Seit Montag bleibt zwar ein positiver Saldo von 439,1 Millionen Dollar. Die abrupte Kehrtwende zeigt aber, dass die institutionelle Nachfrage noch keineswegs stabil ist.

Für eine nachhaltige Bitcoin-Rallye wären mehrere Tage mit breiten, kontinuierlichen ETF-Zuflüssen überzeugender als einzelne starke Handelstage.

Droht Bitcoin jetzt der Rückfall unter 80.000 Dollar?

Bitcoin bewegt sich am Freitag im Bereich von rund 81.000 bis 82.000 Dollar. Die Erholung nach dem jüngsten Rücksetzer bleibt damit anfällig. Kurzfristig ist die Unterstützung zwischen 80.000 und 80.300 Dollar entscheidend. Hält sie erneut, könnte Bitcoin einen weiteren Angriff auf 83.700 und anschließend 85.000 Dollar starten.

Neue ETF-Zuflüsse würden dieses Szenario unterstützen. Ein nachhaltiger Ausbruch über 85.000 Dollar wäre zudem ein Hinweis auf zurückkehrende Kaufbereitschaft. Fällt BTC dagegen unter 80.000 Dollar und bleiben die ETF-Abflüsse hoch, könnte der Verkaufsdruck zunehmen.

Die gute Nachricht: Trotz des massiven Rückschlags bleibt die ETF-Bilanz seit Montag positiv. Doch die nächste Bitcoin-Rallye braucht mehr als kurzfristige Hoffnung. Erst wenn die großen Fonds wieder kontinuierlich Kapital anziehen und BTC die Marke von 85.000 Dollar zurückerobert, gewinnt das bullische Szenario deutlich an Stärke.

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