Bitcoin unter Druck: 22 Tage Verluste zeigen, warum diese Zone jetzt kritisch wird

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Bitcoin unter Druck: 22 Tage Verluste zeigen, warum diese Zone jetzt kritisch wird (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bitcoin hat in den vergangenen Wochen spürbar an Druck aufgebaut. Der Kursrückgang von rund 20 Prozent trifft nun auf zwei On-Chain-Signale, die denselben Kern zeigen: Anleger verkaufen mit Verlust, während die Bewertung bereits deutlich abgekühlt ist. Genau diese Mischung macht die Lage heikel, aber nicht hoffnungslos.

Der MVRV Z-Score ist auf 0,32 gefallen. Damit liegt der Indikator weit unter seinem historischen Durchschnitt von 1,71. Bitcoin wirkt nach dieser Kennzahl nicht mehr überhitzt. Der Bewertungsaufschlag, der in stärkeren Marktphasen typisch ist, wurde nahezu ausgewaschen.

Für Anleger ist das entscheidend: Der Markt steht nicht mehr in einer teuren Euphoriezone, sondern in einem Bereich, der historisch eher mit Stress, Bereinigung und möglicher Akkumulation verbunden war. Doch Entwarnung ist das noch nicht.

Warum 22 Tage realisierte Verluste ein Warnsignal sind

Noch deutlicher wird der Druck beim Net Realized Profit/Loss. Dieser Indikator zeigt, ob Anleger im Schnitt mit Gewinn oder Verlust verkaufen. Seit 22 Tagen liegt der Wert im negativen Bereich. Das bedeutet: Verkäufe unter dem jeweiligen Einstiegspreis dominieren das Netzwerk.

Der Tiefpunkt wurde am 6. Juni bei rund minus 1,2 Milliarden US-Dollar erreicht. Zuletzt lag der Wert mit etwa minus 1,1 Milliarden US-Dollar nur leicht darüber. Das ist massiver Stress, aber noch nicht das Ausmaß der Kapitulation aus dem Jahr 2022, als der Wert bei rund minus 2,2 Milliarden US-Dollar lag.

Die Aussage dahinter ist klar: Ein Teil des Marktes wartet nicht mehr auf die Erholung, sondern wirft Positionen mit Verlust ab. Genau solche Phasen können Bodenbildungen vorbereiten. Sie können aber auch weiter eskalieren, wenn neue Verkäufe den Druck wieder erhöhen.

Diese Marke entscheidet über Erholung oder echte Kapitulation

Die beiden Signale ergeben zusammen ein scharfes Bild. Die realisierten Verluste zeigen die schwache Stimmung. Der niedrige MVRV Z-Score zeigt gleichzeitig, dass diese Schwäche nicht mehr aus einer überteuerten Bewertung heraus entsteht.

Das ist der konstruktive Teil der Lage: Bitcoin ist nach dieser Kennzahl bereits stark abgekühlt. Solange der MVRV Z-Score über null bleibt, befindet sich der Markt nicht in einer tiefen Unterbewertungszone. Kritisch würde es, wenn der Wert unter null fällt. Dann wäre die Tür für eine deutlichere Kapitulationsphase offen.

Auf der anderen Seite wäre eine Stabilisierung sichtbar, wenn das Net Realized Profit/Loss wieder Richtung null steigt und anschließend in positives Terrain zurückkehrt. Dann würden Verluste nicht mehr dominieren, und der Verkaufsdruck könnte spürbar nachlassen.

Für Bitcoin zählt jetzt also weniger die bloße Frage, ob der Kurs kurzfristig steigt oder fällt. Entscheidend ist, ob die Verlustverkäufe abebben. Hält der MVRV Z-Score über null und drehen die realisierten Verluste zurück, lebt die Chance auf eine Erholung. Rutschen beide Signale erneut tiefer, wird aus der Bereinigung ein echter Stresstest.

Jetzt zählt genau diese Zone: Solange Verluste dominieren, bleibt Bitcoin verwundbar. Erst ein Rückgang des Verkaufsdrucks würde zeigen, dass der Markt nicht nur günstiger, sondern auch wieder stabiler wird.


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