Der Abzug institutionellen Kapitals aus Krypto-ETFs geht weiter. Am Freitag verließen insgesamt 152,07 Millionen Dollar die amerikanischen Bitcoin- und Ethereum-Spot-ETFs. Besonders alarmierend: Ausgerechnet die beiden großen BlackRock-Fonds IBIT und ETHA standen im Zentrum der Abflüsse. Für den angeschlagenen Kryptomarkt ist das ein weiteres Warnsignal.
Das Wichtigste in Kürze
- 152 Millionen Dollar Abflüsse: US-Spot-ETFs für Bitcoin und Ethereum verloren am 16. Oktober zusammen netto 152,07 Millionen US-Dollar.
- BlackRock im Mittelpunkt: Allein aus dem Bitcoin-ETF IBIT flossen 71,78 Millionen Dollar ab.
- Ethereum besonders angeschlagen: ETH-ETFs verzeichneten mit 69,68 Millionen Dollar den dritten Abflusstag in Folge.
- Kurse bleiben unter Druck: Bitcoin notiert bei rund 82.000 Dollar, Ethereum bei etwa 2.460 Dollar.
- Entscheidende Gefahr: Ohne neue ETF-Zuflüsse könnten die Unterstützungen bei 80.000 Dollar für Bitcoin und 2.400 Dollar für Ethereum erneut unter Druck geraten.
BlackRock verliert Millionen: Bitcoin-ETFs erneut im Minus
Nach Daten von Farside Investors verzeichneten die US-Bitcoin-Spot-ETFs am 16. Oktober Nettoabflüsse von 82,39 Millionen Dollar. Den größten Anteil verursachte BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) mit 71,78 Millionen Dollar. Auch Fidelitys FBTC verlor rund 10,6 Millionen Dollar.
Damit setzte sich die schwache Nachfrage fort. Bereits am 14. Oktober hatten Bitcoin-ETFs rund 261 Millionen Dollar verloren. Die zwischenzeitlichen Zuflüsse vom Donnerstag reichten nicht aus, um die Stimmung nachhaltig zu drehen.
Bitcoin hält sich zwar weiterhin oberhalb von 80.000 Dollar. Doch ausbleibende ETF-Käufe könnten die Erholung erschweren.
Ethereum trifft es härter: Dritter Abflusstag in Folge
Noch auffälliger ist die Entwicklung bei Ethereum. Die amerikanischen Ethereum-Spot-ETFs verloren am Freitag weitere 69,68 Millionen Dollar. Damit verzeichneten sie bereits den dritten Handelstag hintereinander Nettoabflüsse.
Besonders brisant: Der gesamte Nettoabfluss entfiel auf BlackRocks Ethereum-ETF ETHA. Die übrigen Fonds meldeten keine Nettoveränderung. Über die vergangenen drei Handelstage summierten sich die Ethereum-ETF-Abflüsse auf rund 259 Millionen Dollar.
Das zeigt, dass die Nachfrage nach ETH-Investmentprodukten weiterhin schwach ist.
Was jetzt über den nächsten Kursrutsch entscheidet
Die ETF-Abflüsse treffen auf einen ohnehin nervösen Markt. Überraschend hohe US-Inflationszahlen haben zuletzt die Zinssorgen verstärkt und die Risikobereitschaft belastet.
Für Bitcoin bleibt die Marke von 80.000 Dollar entscheidend. Ein nachhaltiger Bruch könnte einen Rücksetzer in Richtung 78.000 Dollar begünstigen.
Bei Ethereum rückt der Bereich um 2.400 Dollar in den Fokus. Wird diese Zone aufgegeben, könnte der Verkaufsdruck zunehmen.
Allerdings bedeuten ETF-Abflüsse nicht automatisch einen bevorstehenden Crash. Einzelne Handelstage lassen noch keinen dauerhaften Trend erkennen.
Die entscheidende Frage ist jetzt, ob Anleger in der kommenden Handelswoche wieder Kapital in die ETFs investieren. Bleiben die Zuflüsse aus, könnte der jüngste Verkaufsdruck bei Bitcoin und Ethereum erneut gefährlich werden.
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