Onchain-Daten deuten auf eine Rally Richtung 200.000 US-Dollar hin – stehen die nächsten Monate im Zeichen eines historischen Bullenlaufs?
Onchain-Daten sprechen für eine explosive Schlussphase
Bitcoin könnte in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 eine der stärksten Rallyes seiner Geschichte erleben. Laut einer Analyse des Onchain-Dienstleisters CryptoQuant ist die Nachfrage nach BTC seit dem Sommer sprunghaft angestiegen – mit durchschnittlich mehr als 62.000 BTC Nettozuflüssen pro Monat.
Dieses Niveau an Kaufdruck habe in der Vergangenheit fast immer als Vorbote für große Viertquartals-Rallyes gedient, so geschehen in den Jahren 2020, 2021 und 2024. Die Parallelen zu diesen früheren Zyklen lassen viele Analysten erwarten, dass sich das Muster wiederholt.
Wale und ETFs treiben Nachfrage
Besonders auffällig ist das Verhalten der sogenannten Wale, also Großinvestoren mit signifikanten Beständen. CryptoQuant verzeichnet eine Akkumulation im Tempo von rund 331.000 BTC pro Jahr, deutlich mehr als die 255.000 BTC im gleichen Zeitraum 2024.
Hinzu kommen die börsengehandelten Bitcoin-ETFs in den USA. Diese hatten im vierten Quartal 2024 über 200.000 BTC eingesammelt. Sollte sich dieses Kaufvolumen wiederholen, könnte es die Angebotsseite erneut massiv verknappen – ein Faktor, der in den vergangenen Jahren als klarer Preistreiber gewirkt hat.
Technisches Signal: Zurück im Bullenmarkt
Ein weiteres starkes Signal kommt von der sogenannten realized price-Marke, die derzeit bei etwa 116.000 US-Dollar liegt. Mit Bitcoin-Kursen um 117.300 US-Dollar (Stand Redaktionsschluss) hat der Markt diese Linie nach oben durchbrochen. Historisch gilt dies als Übergang zurück in die bullishe Phase des Zyklus.
CryptoQuant hält auf dieser Basis ein Szenario von 160.000 bis 200.000 US-Dollar allein im laufenden Quartal für plausibel.
Optimismus auf Rekordniveau
Das hauseigene Bull-Score-Index von CryptoQuant beendete den September auf Niveaus, die typischerweise kurz vor großen Rallyes erreicht werden. Unterstützt wird dies durch zwei Faktoren:
- steigende Liquidität in Stablecoins, die frisches Kaufkapital signalisiert
- gesunkene unrealized profits bei Tradern, was auf geringeres Verkaufsinteresse hinweist
Die Mischung aus hoher Kaufkraft und sinkendem Abgabedruck verstärkt die bullishe Ausgangslage erheblich.
Institutionelle Prognosen stützen das Szenario
Auch große Marktakteure zeigen sich optimistisch. Standard Chartered, 21Shares und Bitwise haben jeweils öffentlich Szenarien skizziert, in denen Bitcoin noch vor Jahresende die Marke von 200.000 US-Dollar erreicht.
Darüber hinaus wagt Standard Chartered einen noch längeren Blick: Bis 2028 könnte Bitcoin demnach auf bis zu 500.000 US-Dollar steigen – getragen von breiterem institutionellen Zugang, sinkender Volatilität und einer stärkeren Rolle im globalen Finanzsystem.
Fazit: Rallye oder letzter Fehlsprung?
Die Ausgangslage für Bitcoin ist historisch stark. Wale akkumulieren, ETFs bereiten sich auf einen möglichen Nachfrageboom vor, und technische Indikatoren sprechen klar für ein bullisches Szenario. Ein Anstieg Richtung 200.000 US-Dollar in diesem Quartal ist damit kein Fantasiegebilde, sondern eine realistische Option.
Doch wie immer im Kryptomarkt bleibt Unsicherheit: Sollte sich das Makroumfeld eintrüben oder Liquidität abziehen, könnte die erwartete Jahresendrally ausbleiben. Für den Moment aber stehen die Zeichen auf Bullenmarkt – und auf ein mögliches neues Allzeithoch.