Bitcoin hat in den vergangenen zehn Jahren aus 10.000 US-Dollar rund 870.000 US-Dollar gemacht und damit klassische Aktienstrategien klar hinter sich gelassen. Besonders auffällig ist der Vergleich mit aktiv gemanagten US-Aktienfonds: Laut Morningstar-Daten konnten bis zum 30. Juni über ein Jahrzehnt hinweg nur 13 % der aktiv verwalteten Large-Cap-Fonds ihre passiven Vergleichsprodukte schlagen. 87 % scheiterten daran.
Bitcoin ließ aktive und passive Aktienstrategien weit hinter sich
Am 30. Juni 2016 lag der Bitcoin-Kurs bei 673,34 Dollar. Zehn Jahre später, am 30. Juni 2026, schloss er bei 58.558,86 Dollar. Wer damals 10.000 Dollar investiert und die Position gehalten hätte, käme heute auf ungefähr 869.677 Dollar.
Das entspricht einem Plus von rund 8.597 % beziehungsweise dem 87-fachen des ursprünglichen Einsatzes. Auf Jahresbasis ergibt sich daraus eine durchschnittliche Rendite von etwa 56,3 %.
Zum Vergleich: Der ETF SPY, der den S&P 500 abbildet, erzielte laut State Street über denselben Zeitraum eine annualisierte Gesamtrendite von 15,35 %, Dividenden reinvestiert. Aus 10.000 Dollar wären damit etwa 41.704 Dollar geworden. Auch das ist ein starkes Ergebnis, es liegt aber deutlich unter der Entwicklung von Bitcoin.
Die enorme Rendite von Bitcoin hatte einen hohen Preis
So beeindruckend die Performance ist, sie war nur mit starken Nerven zu erreichen. Bitcoin fiel nach dem Hoch von 2017 um rund 83 % und nach dem Hoch von 2021 noch einmal um etwa 77 %. Wer die volle Zehnjahresrendite mitnehmen wollte, musste beide Einbrüche aushalten, ohne zu verkaufen.
Im Nachhinein ist eine Investition in Bitcoin klar. In Echtzeit waren die Schwankungen jedoch extrem. Dazu kommen Besonderheiten wie Verwahrung, Liquidität, Steuern und das deutlich höhere Portfoliorisiko im Vergleich zu einem breiten Aktien-ETF.