Bitcoin hat in den letzten Tagen zwar eine kleine Erholung hingelegt, stößt im Chart aber an einer entscheidenden Zone wieder auf Widerstand. Ein Analyst sieht darin einen typischen Punkt, an dem sich entscheidet, ob aus dem Rebound mehr wird als nur eine kurze Gegenbewegung.
Wichtige Zone im 2‑Wochen‑Chart: Das 21er‑Band
Der Krypto-Analyst Crypflow schaut auf den 2‑Wochen‑Chart und nutzt dort ein simples, aber historisch auffälliges Signal: ein Band aus zwei gleitenden Durchschnitten, der 21‑WMA (gewichteter Durchschnitt) und der 21‑SMA (einfacher Durchschnitt). Dieses „Ribbon“ hat in früheren Bitcoin-Zyklen häufig als Linie zwischen Bullen- und Bärenmarkt gedient.
Die Grundidee: Liegt der 21‑WMA über dem 21‑SMA, wird das als bullische Bestätigung gewertet. Rutscht der 21‑WMA unter den 21‑SMA, gilt das als bärische Bestätigung. Laut Crypflow hat dieses Umschalten in den vergangenen Jahren mehrfach mit größeren Trendwechseln zusammengepasst, etwa nach den Tops 2013 und 2017, aber auch rund um die Trendphasen 2019, 2023 und den großen Aufschwung bis 2025.
Warum der Bereich um 82.000 US‑Dollar jetzt so wichtig ist
Im aktuellen Zyklus kam das letzte klare Signal laut dem Analysten 2025: Damals bestätigte das Band den Übergang in eine Korrekturphase, nachdem Bitcoin zuvor noch über 126.000 US‑Dollar gestiegen war. Seitdem versucht der Kurs, sich wieder in Richtung des 21er‑Bands zurückzukämpfen.
Der Knackpunkt liegt derzeit beim 21‑WMA, der in der Analyse rund bei 81.974 US‑Dollar verläuft. Der 21‑SMA liegt deutlich höher, etwa bei 90.415 US‑Dollar. Bitcoin notierte zum Zeitpunkt der Auswertung aber noch unter beiden Linien. Zwar wurde die Zone um 82.000 US‑Dollar zuletzt kurz erreicht, anschließend fiel der Kurs jedoch wieder zurück, was der Analyst als erneute Zurückweisung am 21‑WMA interpretiert.
Was als Nächstes passieren müsste und worauf Trader achten
Für eine „Bull-Market-Confirmation“ reicht es nach dieser Logik nicht, das Band nur kurzfristig zu berühren. Entscheidend wäre, dass Bitcoin den 21‑WMA klar zurückerobert und sich darüber hält. Erst danach würde der Markt aus Sicht dieser Methode wieder in eine Phase übergehen, in der ein nachhaltiger Aufwärtstrend wahrscheinlicher wird.
Solange der Kurs unter dem 21‑WMA bleibt, spricht das laut Crypflow eher für vorsichtige Erwartungen: Erholungen können dann weiterhin schnell abverkauft werden. Viele Marktteilnehmer schauen deshalb in den kommenden 2‑Wochen‑Kerzen vor allem darauf, ob Bitcoin diese Zone zurückgewinnt oder erneut nach unten abdreht.