Bitcoin: Nur 56 Prozent der Bitcoins im Gewinn

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Bitcoin: Nur 56 Prozent der Bitcoins im Gewinn (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

Bitcoin hat einen Teil des jüngsten Marktstresses abgeschüttelt: Rund 56 Prozent des verfügbaren BTC-Angebots liegen bei einem Kurs von etwa 63.000 US-Dollar wieder im Gewinn. Doch Entwarnung wäre verfrüht. Solange die Quote nicht nachhaltig über 60 Prozent steigt, bleibt die Erholung anfällig für neuen Verkaufsdruck.

Noch kritischer ist der Blick auf die vergangenen drei Monate. Im Vergleich zu vor 90 Tagen liegt der Anteil profitabler Coins weiterhin zwölf Prozentpunkte niedriger. Der Markt hat sich damit zwar vom Tief erholt, aber noch keinen belastbaren Stimmungswechsel geschafft.

Der Druck lässt nach, aber 44 Prozent bleiben unter Wasser

Im Juni waren zeitweise nur noch 47 Prozent des Bitcoin-Angebots im Gewinn. Mehr als die Hälfte aller Coins befand sich damit rechnerisch im Verlust. Das erhöhte die Gefahr, dass Anleger bei weiteren Kursrückgängen nervös werden und ihre Positionen verkaufen.

Inzwischen ist die Quote um rund neun Prozentpunkte auf 56 Prozent gestiegen. Das zeigt, dass sich die Lage für viele Marktteilnehmer verbessert hat. Gleichzeitig liegen jedoch weiterhin etwa 44 Prozent des Angebots unter dem jeweiligen Kaufpreis.

Genau darin liegt das Risiko: Je länger Bitcoin auf dem aktuellen Kursniveau verharrt, ohne dass deutlich mehr Coins in die Gewinnzone zurückkehren, desto größer wird die Gefahr, dass enttäuschte Anleger die nächste Erholung zum Ausstieg nutzen.

Warum die Erholung an Breite verliert

Das deutlichste Warnsignal liefert die Veränderung über 90 Tage. Diese liegt weiterhin bei minus zwölf Prozentpunkten. Der Anteil der Coins im Gewinn ist also noch immer erheblich niedriger als vor drei Monaten.

Zwischenzeitlich hatte sich dieser Wert von etwa minus 14 auf minus zehn Prozentpunkte verbessert. Zuletzt setzte jedoch erneut eine Abschwächung ein, obwohl sich der Bitcoin-Kurs im Bereich von 63.000 bis 64.000 US-Dollar halten konnte.

Diese Abweichung ist problematisch. Der Preis bleibt stabil, doch immer weniger zusätzliche Coins wechseln relativ zum 90-Tage-Vergleich in die Gewinnzone. Die Kurserholung erreicht damit keine breitere Basis. Statt eines bestätigten Aufwärtstrends deutet die Struktur kurzfristig eher auf eine fragile Seitwärtsphase hin.

Für eine echte Trendwende müsste die 90-Tage-Veränderung nicht nur über die Nulllinie steigen. Sie müsste sich anschließend gemeinsam mit dem Bitcoin-Kurs weiter verbessern. Erst dann würde die Zahl profitabler Marktteilnehmer wieder nachhaltig wachsen.

Diese beiden Marken entscheiden jetzt über Erholung oder Abverkauf

Die wichtigste Schwelle liegt bei einem profitablen Angebot von 60 Prozent. Gelingt ein stabiler Anstieg darüber, würde sich der Kreis der Anleger im Gewinn deutlich vergrößern. Das könnte Verkaufsdruck reduzieren und eine tragfähigere Erholung ermöglichen.

Fällt die Quote dagegen wieder unter 50 Prozent, wäre erneut mehr als die Hälfte des Bitcoin-Angebots im Verlust. Der Markt würde sich damit einer Kapitulationsphase nähern, in der zunehmende Verluste weitere Verkäufe auslösen können.

Das aktuelle Signal ist deshalb weder klar bullisch noch vollständig bärisch. Der Stress hat nachgelassen, aber die Erholung ist noch zu schmal, um einen nachhaltigen Aufwärtstrend zu bestätigen. Für Anleger zählt jetzt genau diese Spanne: Über 60 Prozent lebt die Chance auf eine stärkere Erholung, unter 50 Prozent droht der nächste ernsthafte Belastungstest.

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