Bitcoin-Millionäre brechen ein: 14% weniger seit Januar

Bitcoin-Millionäre brechen ein: 14% weniger seit Januar
Bitcoin-Millionäre brechen ein: 14% weniger seit Januar (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Die Zahl der Bitcoin Millionäre schrumpft deutlich. Seit dem Jahresstart hat der Abwärtstrend beim Bitcoin Kurs viele Wallets unter die Marke von 1 Million US Dollar gedrückt, und auch langfristige Anleger sitzen weiterhin spürbar im Minus.

14 Prozent weniger Bitcoin Millionäre im ersten Quartal

Laut einer Auswertung von Finbold ist die Anzahl der Bitcoin Adressen mit einem Guthaben von mindestens 1 Million US Dollar im ersten Quartal 2026 stark gefallen. Der Rückgang liegt bei rund 14 Prozent.

Konkret sank die Zahl der entsprechenden Adressen zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2026 von 148.084 auf 127.494. Auslöser war vor allem der Kursrutsch: Bitcoin fiel von einem Jahreshoch über 97.000 US Dollar zeitweise bis auf etwa 60.000 US Dollar am 6. Februar. Dadurch rutschten viele Wallets rechnerisch unter die Millionenschwelle, ohne dass dafür zwingend große Verkäufe nötig waren.

Interessant ist, dass sich die Zahl der Bitcoin Millionäre auch nach dem Quartalsende weiter verringert hat. Laut BitInfoCharts liegt sie aktuell bei 119.878. Das geschieht trotz der Erholung seit dem Februar Tief, was darauf hindeutet, dass bei steigenden Kursen offenbar auch Bestände abgebaut wurden.

Ein anderes Bild zeigt sich bei sehr großen Wallets. Die Zahl der Adressen mit 10 Millionen US Dollar oder mehr hat sich nach dem Rückgang zum Quartalsende wieder erholt. Finbold zählte zum Ende von Q1 noch 14.261 solcher Adressen, aktuell zeigt BitInfoCharts wieder etwa 15.036.

Langfristige Halter bleiben unter Druck

Auch bei den langfristigen Investoren ist die Lage angespannt. Glassnode verweist auf die Kennzahl „LTH Relative Unrealized Loss“, also die nicht realisierten Verluste langfristiger Halter im Verhältnis zur Marktkapitalisierung. Der 30 Tage Durchschnitt liegt derzeit bei rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung.

Historisch gesehen sind Bitcoin Tiefpunkte in früheren Bärenmärkten eher dann entstanden, wenn diese Kennzahl deutlich höher lag, im Schnitt bei etwa 70 Prozent. Das deutet darauf hin, dass der Markt trotz jüngster Erholung noch nicht unbedingt einen klaren Boden gefunden haben muss.

Glassnode warnt außerdem, dass die Spot Nachfrage weiterhin schwach sei. Gleichzeitig wirke auch der Futures Markt eher zurückhaltend, was darauf hindeutet, dass der jüngste Kursanstieg noch nicht von breiter, überzeugter Nachfrage getragen wird.

Aktueller Kurs: Erholung ja, aber mit Fragezeichen

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt der Bitcoin Kurs bei rund 72.800 US Dollar. Die Entwicklung zeigt zwar eine Erholung gegenüber dem Februar Tief, die Daten rund um Millionärs Wallets und die Verluste langfristiger Halter machen jedoch klar: Viele Anleger sind weiterhin unter Druck, und die jüngste Bewegung nach oben könnte noch auf wackligen Beinen stehen.

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