Bitcoin & Ethereum ETFs in Bewegung – Altcoins bleiben kalt

Bitcoin & Ethereum ETFs in Bewegung – Altcoins bleiben kalt
Bitcoin & Ethereum ETFs in Bewegung – Altcoins bleiben kalt (BitcoinBasis.de | Image GPT)

In den vergangenen Wochen haben makroökonomische Signale und geopolitische Spannungen den Kryptomarkt stark beeinflusst. Das zeigt sich besonders deutlich bei den Kapitalflüssen in Spot ETFs auf Bitcoin und Ethereum. Während die großen Produkte teils kräftige Zu und Abflüsse verzeichnen, fallen die Bewegungen bei Solana und XRP ETFs deutlich kleiner aus. Insgesamt wirkt es so, als würden Anleger bei Altcoins derzeit vorsichtiger agieren.

Bitcoin und Ethereum ETFs, viele Bewegungen, ähnliche Muster

Laut Daten von SoSoValue hatten Spot Bitcoin ETFs seit Beginn der letzten Woche unter dem Strich mehr Zuflüsse als Abflüsse. Am 6. April gab es den größten Tageszufluss seit Anfang März, insgesamt flossen rund 471,3 Millionen US Dollar in Bitcoin ETFs. Besonders stark war BlackRocks IBIT mit etwa 181,9 Millionen US Dollar, gefolgt von Fidelitys FBTC mit ungefähr 147,3 Millionen US Dollar.

Direkt danach drehte die Stimmung jedoch. Am 7. April wurden etwa 159,05 Millionen US Dollar abgezogen, am 8. April folgten weitere 125,55 Millionen US Dollar an Abflüssen. Auffällig ist, dass diese Schwächephase zeitlich mit der Ankündigung eines US Iran Waffenstillstands zusammenfiel, was eigentlich eher als positiv für die Risikostimmung gelten könnte. Trotzdem blieben die Abflüsse, mit den größten Rücknahmen unter anderem bei FBTC, außerdem bei GBTC und IBIT.

Am 9. und 10. April kehrte dann spürbar Nachfrage zurück, vermutlich weil sich der geopolitische Druck etwas entspannte. An diesen beiden Tagen zusammen lagen die Zuflüsse bei mehr als 598,5 Millionen US Dollar. Doch die Erholung hielt nicht lange, denn am 13. April drehten die Daten erneut ins Negative, mit über 291,1 Millionen US Dollar an Abflüssen.

Bei Ethereum Spot ETFs zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier gab es seit letzter Woche insgesamt mehr Zuflüsse als Abflüsse. Am 6. April meldeten die Produkte den stärksten Zufluss seit dem 17. März, mit rund 120,24 Millionen US Dollar. In den beiden folgenden Tagen kam dann eine Gegenbewegung mit Abflüssen von zusammen etwa 83,3 Millionen US Dollar, vor allem bei Fidelitys FETH und BlackRocks ETHA.

Danach stabilisierte sich die Lage wieder. Ethereum ETFs verzeichneten drei Tage in Folge Zuflüsse, insgesamt mehr als 159,5 Millionen US Dollar. Unterm Strich ähneln sich die Muster bei Bitcoin und Ethereum deutlich, Anleger passen ihre Positionierung offenbar laufend an die aktuelle Nachrichtenlage und das Risikoumfeld an.

Solana und XRP ETFs, deutlich weniger Interesse

Im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum bleibt die Aktivität bei den Altcoin ETFs deutlich überschaubar. XRP ETFs kamen seit letzter Woche laut den genannten Daten nur auf rund 13,8 Millionen US Dollar an gesamten Zuflüssen. Am 6. April gab es keine Bewegung, am 7. April folgten moderate Zuflüsse von 3,32 Millionen US Dollar, am 8. April wieder Null. Am 9. April rutschten die Produkte leicht ins Minus, mit einem Abfluss von 671.160 US Dollar. Erst am 10. April gab es wieder mehr Dynamik, mit dem stärksten Tageszufluss seit Anfang Februar von über 9,09 Millionen US Dollar, am Folgetag kamen weitere 1,46 Millionen US Dollar hinzu.

Solana ETFs lagen insgesamt sogar noch niedriger und erreichten seit letzter Woche rund 11,69 Millionen US Dollar an Zuflüssen. Am 6. und 7. April gab es kleine positive Bewegungen von zusammen mehr als 1,17 Millionen US Dollar. Danach folgte jedoch eine klare Gegenbewegung mit über 17 Millionen US Dollar an Abflüssen. Am 9. April stand erneut Null, bevor am 10. April wieder Geld in die Produkte floss, mit 11,45 Millionen US Dollar, dem höchsten Tageswert seit Anfang März.

Fazit, Anleger bleiben bei Altcoins vorsichtiger

Der direkte Vergleich zeigt einen deutlichen Unterschied. Während Bitcoin und Ethereum ETFs in kurzer Zeit große Kapitalbewegungen sehen und dabei relativ ähnliche Muster ausbilden, bleiben Solana und XRP ETFs insgesamt deutlich ruhiger. Das spricht für eine anhaltende Zurückhaltung bei Altcoins, besonders in einem Umfeld, in dem Unsicherheit und Risikoaversion schnell zu Umschichtungen führen.

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