Ein schneller Krypto,Reichtum kann verlockend sein, doch ein aktueller Fall aus den USA zeigt die harte Kehrseite. In Washington, D.C. wurde ein Mann zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, weil er laut Behörden geholfen hat, gestohlene Bitcoin in Bargeld und Luxusgüter umzuwandeln. Gleichzeitig erhöht das US,Justizministerium den Druck auf internationale Betrugsnetzwerke und meldet Beschlagnahmungen in Milliardenhöhe.
Sechs Jahre Haft wegen Geldwäsche nach Bitcoin,Betrug
Die US,Staatsanwaltschaft für den District of Columbia teilte mit, dass Evan Tangeman zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Ihm wird vorgeworfen, Millionenbeträge gewaschen zu haben, die aus einem groß angelegten Betrug mit Bitcoin stammen.
Nach Angaben der Ermittler geht es um eine kriminelle Struktur, die mit einer Social,Engineering,Masche mehr als 263 Millionen US,Dollar in Bitcoin erbeutet haben soll. Tangeman habe dabei mindestens 3,5 Millionen US,Dollar aus den gestohlenen Beständen für Mitglieder der Gruppe gewaschen. Zusätzlich zur Haft ordnete das Gericht drei Jahre überwachte Entlassung an.
Brisant ist auch der Vorwurf, Tangeman habe nach Festnahmen von Mitbeteiligten versucht, Beweise zu vernichten. Die US,Staatsanwaltschaft wertete das als klares Zeichen dafür, dass ihm die Tragweite seiner Rolle bewusst gewesen sei.
So soll das Netzwerk gearbeitet haben
Laut Behörden war das kriminelle Netzwerk spätestens seit Oktober 2023 aktiv und soll mindestens bis Mai 2025 agiert haben. Die Beteiligten saßen demnach in mehreren US,Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Connecticut und New York, zudem gab es Verbindungen ins Ausland.
Das System war arbeitsteilig aufgebaut, mit Datenbank,Angreifern, Organisatoren, Personen zur Zielauswahl, Anrufern und sogar Einbrechern, die es auf Krypto,Vermögen abgesehen hatten. Tangemans Rolle soll vor allem darin bestanden haben, die digitalen Werte in Fiatgeld umzuwandeln. Außerdem habe er mit Immobilienmaklern in Los Angeles zusammengearbeitet, um für Mitglieder der Gruppe große Villen zu kaufen.
US,Justiz meldet große Erfolge gegen Betrugszentren
Parallel zu diesem Urteil meldete die US,Staatsanwaltschaft weitere Fortschritte: Im Rahmen einer Taskforce gegen sogenannte Scam,Center seien inzwischen über 700 Millionen US,Dollar in Bitcoin beschlagnahmt worden. Diese Gelder sollen mit Geldwäsche aus Krypto,Betrug in Verbindung stehen.
Die Taskforce richtet sich besonders gegen kriminelle Organisationen in Südostasien, die laut US,Behörden Amerikaner um Milliardenbeträge gebracht haben. In einem aktuellen Schritt wurden zwei chinesische Staatsbürger angeklagt, die einen Komplex für Krypto,Investmentbetrug in Burma betrieben haben sollen. Dabei seien zusätzlich über 63 Millionen US,Dollar sichergestellt worden, ein weiterer Baustein auf dem Weg zur gemeldeten 700,Millionen,Summe.