Bitcoin: Analysten warnen vor Midterm-Rutsch bis 37.000

Bitcoin: Analysten warnen vor Midterm-Rutsch bis 37.000
Bitcoin: Analysten warnen vor Midterm-Rutsch bis 37.000 (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Bitcoin steht laut mehreren Analysten vor einer heiklen Phase. Ein wiederkehrendes „Midterm“-Muster, das in früheren Zyklen schon größere Rücksetzer ausgelöst hat, taucht nach ihrer Einschätzung erneut auf. In der Vergangenheit folgte darauf im Schnitt ein Kursrutsch von rund 15 Prozent, bevor sich später im Jahr ein Tiefpunkt bildete.

Ein Analyst warnt vor einem bekannten Midterm-Muster

Der Krypto-Analyst Merlijn the Trader hat in einem Beitrag auf X darauf hingewiesen, dass Bitcoin in sogenannten „Midterm“-Jahren häufig einem ähnlichen Fahrplan folgt. Gemeint sind Jahre, in denen der Markt zunächst schwächelt, dann kurz aufatmet und später noch einmal deutlich nachgibt.

Seiner Beobachtung nach zeigt sich dabei eine klare Abfolge: Zuerst kommt ein spürbarer Rückgang im ersten Quartal. Danach folgt eine Erholung im zweiten Quartal, eine Art Entlastungsrally. Wenn diese Bewegung ausläuft, kommt es historisch oft zu einem weiteren, schärferen Abverkauf. Das endete in den vergangenen Zyklen nicht selten in einem Tiefpunkt gegen Ende des Jahres.

Als Beispiele nennt Merlijn unter anderem das Jahr 2018: Damals fiel Bitcoin zu Jahresbeginn deutlich, erholte sich im Frühjahr, rutschte im Anschluss aber erneut ab und fand das Zyklustief erst im Dezember. Ein ähnliches Bild habe es 2022 gegeben: Rückgang im frühen Jahr, kurze Stabilisierung, danach wieder kräftiger Druck, bevor im November das Tief markiert wurde.

Für den aktuellen Zyklus sieht der Analyst Parallelen. Bitcoin habe bereits im ersten Quartal einen starken Rücksetzer erlebt, danach folgte eine Erholung im Zeitraum März bis April 2026. Im Mai sei die Lage wieder wackliger geworden, mit mehr Schwankungen und abflauender Dynamik. Sollte sich das historische Muster wiederholen, hält Merlijn ein mögliches „Midterm“-Tief zwischen November und Dezember für denkbar. Ein konkretes Kursziel nennt er dabei nicht, er spricht aber von einer realistischen Gefahr einer weiteren, größeren Korrektur.

Weitere Warnsignale: Head-&-Shoulders und mögliches Ziel bei 37.000 US-Dollar

Nicht nur Merlijn ist vorsichtig. Auch andere Marktbeobachter sehen Anzeichen, die in der Vergangenheit häufig die Stimmung gedreht haben. Der Analyst Chiefy verweist auf eine klassische Chartformation, die unter Tradern als „Head & Shoulders“ (Schulter-Kopf-Schulter) bekannt ist. Laut seiner Einschätzung ist diese Formation im Bitcoin-Chart bereits bestätigt.

Chiefy erwartet, dass der Markt nach dem Bruch der Struktur in eine sogenannte Retest-Phase übergehen könnte. Seine Prognose ist deutlich bärisch: Er hält einen Rückgang bis auf 37.000 US-Dollar für möglich. Ausgehend von Kursen oberhalb von rund 77.000 US-Dollar wäre das ein sehr starker Absturz von über 50 Prozent.

Was Anleger daraus ableiten können

Wichtig ist: Solche Muster sind keine Garantie. Sie zeigen nur, wie sich Bitcoin in früheren Zyklen oft verhalten hat. Trotzdem nehmen viele Trader diese Signale ernst, weil sich Marktpsychologie und Liquidität in Krypto immer wieder ähnlich auswirken können.

Wer investiert ist, sollte in den kommenden Wochen besonders auf Volatilität, wichtige Unterstützungszonen und das allgemeine Risikosentiment achten. Gerade nach einer Entlastungsrally kann der Markt schnell drehen, wenn Käufer ausbleiben und Gewinnmitnahmen zunehmen. Ob es tatsächlich zu einem erneuten großen Rücksetzer kommt, wird sich vor allem daran zeigen, ob Bitcoin wichtige Preisbereiche verteidigen kann oder ob der Abwärtstrend an Tempo gewinnt.

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