Arthur Hayes verkauft seine Zcash komplett

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Arthur Hayes verkauft seine Zcash komplett (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Zcash steht plötzlich vor einem Vertrauensproblem. Obwohl eine kritische Sicherheitslücke bereits geschlossen wurde und es keine Hinweise auf einen Missbrauch gibt, hat BitMEX-Gründer Arthur Hayes die Konsequenz gezogen und seine gesamte ZEC-Position verkauft. Für ihn geht es nicht um einen nachgewiesenen Schaden, sondern um die Frage, ob die Integrität des Netzwerks zweifelsfrei bewiesen werden kann. Genau das ist nach den jüngsten Enthüllungen nicht mehr möglich.

Warum eine geschlossene Sicherheitslücke trotzdem zum Problem wird

Auslöser der Entscheidung war die Offenlegung einer kritischen Schwachstelle im sogenannten Orchard-Pool von Zcash. Die Sicherheitsforscher Zooko Wilcox, Jason McGee und Taylor Hornby bestätigten, dass die Lücke theoretisch dazu genutzt werden konnte, eine unbegrenzte Menge neuer ZEC zu erzeugen, ohne dass dies nachweisbar gewesen wäre.

Die Schwachstelle wurde Ende Mai entdeckt und Anfang Juni durch eine koordinierte Notfallmaßnahme behoben. Das eigentliche Problem liegt jedoch nicht in der Behebung selbst, sondern in der Unsicherheit, die zurückbleibt.

Aufgrund der Datenschutzarchitektur von Zcash lässt sich heute nicht kryptografisch beweisen, ob die Lücke jemals ausgenutzt wurde oder nicht. Zwar gibt es keinerlei Hinweise auf eine Manipulation, ein endgültiger mathematischer Beweis ist jedoch unmöglich.

Genau dieser Punkt brachte Hayes zum Umdenken.

Für Arthur Hayes zählt bei Privacy-Coins absolute Sicherheit

Auf der Plattform X erklärte Hayes, dass seine Investmentthese für Zcash auf maximalem Vertrauen in die Geldmenge und Privatsphäre des Netzwerks basierte.

Nach seiner Einschätzung reicht bei einem Privacy-Coin keine hohe Wahrscheinlichkeit aus. Für Anleger, die Zcash als Schutz vor Überwachung durch Regierungen, KI-Systeme oder große Technologiekonzerne betrachten, müsse die Integrität des Netzwerks praktisch unangreifbar sein.

Hayes betonte zwar, dass er einen tatsächlichen Missbrauch der Schwachstelle für äußerst unwahrscheinlich hält. Dennoch habe die Offenlegung gezeigt, dass seine ursprüngliche Annahme einer vollständig beweisbaren monetären Integrität nicht mehr uneingeschränkt gelte.

Der anschließende Kurseinbruch von rund 30 Prozent verstärkte den Druck zusätzlich. Hayes entschied sich daraufhin, sämtliche ZEC-Bestände seines Family Offices Maelstrom zu verkaufen.

Die „Holy Trinity“ ist damit Geschichte

Mit dem Verkauf endet auch eine erst wenige Wochen alte Handelsidee von Hayes. Im Mai hatte er Zcash, NEAR Protocol und Hyperliquid (HYPE) als seine persönliche „Holy Trinity“ bezeichnet.

Bereits zuvor hatte er seine Positionen in NEAR und HYPE geschlossen. Als Gründe nannte er steigende Energiekosten, politische Risiken rund um künstliche Intelligenz sowie die Erwartung großer KI-Börsengänge.

Mit dem Ausstieg aus Zcash bleibt Worldcoin (WLD) derzeit die einzige öffentlich bekannte Position seiner aktuellen KI-Strategie. Hayes setzt dabei weiterhin auf einen möglichen neuen Hype rund um künstliche Intelligenz und die zunehmende Spekulation über einen künftigen OpenAI-Börsengang.

Trotz seines Verkaufs schließt Hayes eine Rückkehr zu Zcash nicht aus. Sollten sich seine Bedenken als unbegründet erweisen, könne er sich einen Wiedereinstieg vorstellen – selbst zu deutlich höheren Kursen.

Für Zcash rückt damit eine entscheidende Frage in den Mittelpunkt: Reicht die erfolgreiche Behebung der Schwachstelle aus, um das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen, oder bleibt die Unsicherheit über die Geldmenge ein dauerhafter Belastungsfaktor? Genau daran dürfte sich nun entscheiden, ob die Erholung anhält oder neuer Verkaufsdruck entsteht.


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