Ethereum-Upgrade verschoben: Entwickler entdecken riskantes Problem bei Smart Contracts

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Ethereum-Upgrade verschoben: Entwickler entdecken riskantes Problem bei Smart Contracts (Foto KI generiert)
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Bei Ethereum gibt es neue Schwierigkeiten mit dem geplanten Glamsterdam-Upgrade. Nachdem die Entwickler den Testnet-Start bereits vergangene Woche verschoben hatten, erläutert Ethereum-Entwickler Toni Wahrstätter nun weitere technische Risiken. Im schlimmsten Fall könnten Änderungen an der Upgrade-Spezifikation notwendig werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Glamsterdam-Test verschoben: Ethereum-Entwickler haben das für den 26. Oktober geplante Upgrade des Hoodi-Testnetzes wegen möglicher Probleme mit bestehenden Smart Contracts abgesagt.
  • Neue Risiken entdeckt: Änderungen an der Gas-Abrechnung könnten dazu führen, dass bestimmte Verträge Fehler falsch behandeln oder unerwartet abbrechen.
  • ETH unter Druck: Ethereum handelt bei rund 2.330 Dollar. Anleger beobachten die Unterstützung bei 2.300 Dollar und die weiteren Entscheidungen der Entwickler.

Währenddessen kämpft der ETH-Kurs weiterhin um die Marke von 2.300 Dollar.

Warum fehlgeschlagene Transaktionen plötzlich gefährlich werden könnten

Im Mittelpunkt stehen die Ethereum-Verbesserungsvorschläge EIP-8037 und EIP-8038. Sie sollen die Kosten für bestimmte Blockchain-Operationen neu berechnen und dadurch eine sicherere Skalierung des Netzwerks ermöglichen.

Sicherheitsforscher von ChainSecurity haben jedoch problematische Wechselwirkungen mit bestehenden Smart Contracts entdeckt.

Der Grund: Unter den neuen Regeln kann bereits verbrauchtes Gas unter bestimmten Bedingungen während einer Transaktion wieder verfügbar werden.

Das klingt zunächst harmlos, kann aber bisherige Annahmen in der Programmierung verändern.

Einige Verträge berechnen ihren Gasverbrauch beispielsweise, indem sie die verfügbare Gasmenge vor und nach einer Operation vergleichen. Steht anschließend unerwartet mehr Gas zur Verfügung, können solche Berechnungen fehlschlagen.

Noch kritischer: Ein fehlgeschlagener Aufruf könnte in bestimmten Verträgen dazu führen, dass die übergeordnete Transaktion trotzdem erfolgreich abgeschlossen wird.

Dadurch könnten Anwendungen einen Vorgang dauerhaft als gescheitert markieren, obwohl eigentlich eine erneute Ausführung möglich bleiben sollte.

Auch die Messung des tatsächlichen Gasverbrauchs kann durch die neue Abrechnung verfälscht werden.

Ethereum-Entwickler müssen jetzt eine schwierige Entscheidung treffen

Der Glamsterdam-Test sollte ursprünglich am 26. Oktober auf dem Hoodi-Testnetz aktiviert werden.

Am 22. Oktober entschieden die Entwickler jedoch, den Termin zu streichen. Auch die geplante Erhöhung des dortigen Block-Gaslimits auf 200 Millionen wurde ausgesetzt.

Ein neuer Termin steht weiterhin nicht fest. Laut Wahrstätter reicht die Verschiebung allein nicht aus, um die Risiken zu beseitigen.

Entwickler, Sicherheitsprüfer und Betreiber betroffener Anwendungen müssen nun untersuchen, welche Smart Contracts tatsächlich gefährdet sind.

Möglicherweise genügt eine koordinierte Anpassung einzelner Anwendungen. Im ungünstigeren Fall müssten die technischen Regeln von Glamsterdam verändert werden.

Wichtig: Verschoben wurde der Test auf Hoodi, nicht ein bereits terminierter Start im Ethereum-Hauptnetz. Ein verbindliches Mainnet-Datum gab es bisher nicht.

Die Ethereum Foundation betont außerdem, dass die große Mehrheit der untersuchten Smart Contracts von den Änderungen nicht betroffen ist.

ETH bei 2.330 Dollar: Wird die Verzögerung zum nächsten Belastungsfaktor?

Der Ethereum-Kurs liegt derzeit bei rund 2.300 Dollar und bleibt damit deutlich unter seinem Niveau von Anfang Oktober.

Die jüngsten Upgrade-Probleme schaffen zusätzliche Unsicherheit über den weiteren Entwicklungsfahrplan. Ein direkter Zusammenhang mit den Kursverlusten ist allerdings nicht belegt.

Kurzfristig zählt die Unterstützungszone zwischen 2.280 und 2.300 Dollar. Ein nachhaltiger Rückfall darunter könnte den Bereich um 2.200 Dollar wieder in den Fokus rücken.

Für eine Erholung müsste ETH zunächst 2.400 Dollar zurückerobern. Anschließend wäre die Region zwischen 2.480 und 2.500 Dollar entscheidend.

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