Während Bitcoin erneut um die Marke von 80.000 Dollar kämpft, hält ein bekannter Krypto-Analyst an einem deutlich höheren Kursziel fest. Gert van Lagen sieht weiterhin Potenzial für einen Anstieg auf 120.000 Dollar, obwohl BTC zuletzt eine wichtige technische Unterstützung verloren hat.
Das Wichtigste in Kürze
- Bullisches Kursziel bleibt: Analyst Gert van Lagen hält trotz der jüngsten Bitcoin-Schwäche weiterhin einen Anstieg auf 120.000 Dollar für möglich.
- 75.000 Dollar werden entscheidend: Selbst ein Bruch dieses höheren Tiefs müsste das langfristige bullische Szenario laut dem Analysten nicht endgültig zerstören.
- Widerstand bei 82.800 Dollar: Bitcoin muss die zuvor zurückeroberte Nackenlinie erneut überwinden, um die Chancen auf eine stärkere Erholung zu verbessern.
Besonders bemerkenswert: Selbst ein Rücksetzer unter 75.000 Dollar würde seine bullische Grundidee nicht zwangsläufig beenden. Allerdings müsste sich dafür ein anderes Chartmuster entwickeln.
Warum die Bitcoin-Nackenlinie jetzt zur Bewährungsprobe wird
Van Lagens Analyse basiert auf einem groß angelegten Doppelboden, der sich 2026 im Bitcoin-Chart entwickelt haben soll. Ein solches Muster entsteht, wenn ein Kurs nach zwei markanten Tiefpunkten die dazwischenliegende Widerstandszone zurückerobert.
Does this look to you like a broken neckline?
— Gert van Lagen (@GertvanLagen) October 26, 2026
The $75k higher low is the most important price level to watch on the lower timeframe.
Breaking this would morph the double bottom into a potential inverse Head and Shoulders – still targeting $120k. pic.twitter.com/IeKXDC4XMZ
Für den Analysten lag diese sogenannte Nackenlinie zuvor im Bereich von 82.800 Dollar. Bitcoin hatte die Marke im September überwunden, fiel zuletzt jedoch wieder darunter.
Mit einem aktuellen Kurs um 79.500 Dollar steht der frühere Ausbruch damit unter Druck.
Van Lagen stellt dennoch infrage, ob die Nackenlinie bereits endgültig gebrochen ist. Seine Einschätzung deutet darauf hin, dass er den Rücksetzer noch nicht als gescheiterten langfristigen Ausbruchsversuch bewertet.
Damit das Doppelboden-Szenario wieder überzeugender wird, müsste BTC zunächst die Marke von 82.800 Dollar zurückerobern. Anschließend wären 85.000 und 87.000 Dollar wichtige Hürden.
Selbst unter 75.000 Dollar könnte eine bullische Formation entstehen
Der interessanteste Teil seiner Prognose betrifft jedoch die Unterseite. Van Lagen nennt das höhere Tief bei 75.000 Dollar als entscheidende Marke auf dem kleineren Zeitrahmen.
Fällt Bitcoin darunter, wäre das bisherige Doppelboden-Szenario geschwächt. Nach Ansicht des Analysten könnte sich daraus jedoch eine andere bullische Struktur entwickeln: eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation.
Dabei bildet der Kurs einen tieferen zentralen Tiefpunkt, den sogenannten Kopf, sowie zwei höher gelegene Schulterbereiche.
Ein Rücksetzer unter 75.000 Dollar könnte zur Ausbildung einer solchen rechten Schulter beitragen, sofern Bitcoin oberhalb der tieferen bisherigen Zyklustiefs stabilisiert.
Bleiben 120.000 Dollar für Bitcoin erreichbar?
Van Lagen hält auch beim alternativen Chartmuster an seinem Ziel von 120.000 Dollar fest. Vom aktuellen Kursniveau entspräche das einem Anstieg von ungefähr 50 Prozent.
Dafür müsste Bitcoin allerdings zunächst eine neue Bodenbildung bestätigen und anschließend seine Nackenlinie nachhaltig zurückerobern.
Die kurzfristige Unterstützung liegt weiterhin im Bereich von 79.000 bis 80.000 Dollar. Darunter rückt die breitere Nachfragezone bis 75.000 Dollar in den Fokus.
Eine mögliche Erholung würde zunächst an 82.800 und 85.000 Dollar getestet.
Van Lagens Prognose zeigt, warum ein Kursrückgang nicht automatisch jedes bullische Langfristszenario beendet. Doch 120.000 Dollar bleiben ein spekulatives Chartziel. Entscheidend ist jetzt, ob Bitcoin die Unterstützung um 75.000 Dollar verteidigt oder nach einem tieferen Rücksetzer tatsächlich eine neue Bodenformation aufbauen kann.
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