Die Bitcoin-Erholung hat einen schweren Rückschlag erlitten. Nach dem jüngsten Anstieg auf fast 85.000 Dollar fiel BTC über Nacht kurz unter 81.000 Dollar. Inzwischen haben Käufer den Kurs wieder auf rund 81.700 Dollar gehoben. Doch gleich mehrere Entwicklungen zeigen, warum die Lage angespannt bleibt.
Das Wichtigste in Kürze
- Bitcoin unter Druck: BTC fällt kurzzeitig unter 81.000 Dollar, erholt sich anschließend aber wieder auf rund 81.700 Dollar.
- Wall Street zieht Kapital ab: US-Bitcoin-ETFs verlieren an einem Tag 635,6 Millionen Dollar. Gleichzeitig bricht der Nasdaq 100 um 2,9 Prozent ein.
- Neue Risiken: Gehebelte Trader werden liquidiert, der Ölpreis steigt und China erhebt Ansprüche auf Zehntausende beschlagnahmte Bitcoin.
🚨 WAS IST ÜBER NACHT PASSIERT?
— Think it Crypto (@thinkitcrypto) October 23, 2026
Hier die 9 wichtigsten Highlights plus Einordnung:
📉 Bitcoin fällt kurz unter $81.000, hält sich jetzt bei $81.700.
🇺🇸 Grund: Der Nasdaq 100 fällt −2,9%, stärkster Tagesverlust seit Juni.
💥 NEU: Die Bitcoin-ETFs verlieren $635,6M an einem Tag.… pic.twitter.com/bxEk4jaxoK
Bitcoin verliert an Boden: Wall Street und ETF-Anleger ziehen sich zurück
1. Bitcoin erholt sich nach dem Rücksetzer: Der Kurs verteidigt bislang die übergeordnete Unterstützungsregion um 80.000 Dollar. Die Rückkehr über 81.000 Dollar ist ein erster positiver Schritt, aber noch keine bestätigte Trendwende.
2. Technologieaktien brechen ein: Der Nasdaq 100 verlor am Donnerstag 2,9 Prozent und erlebte damit seinen schwächsten Handelstag seit Juni. Sorgen über die hohen KI-Investitionen großer Technologiekonzerne belasteten die Risikobereitschaft. Davon blieb auch Bitcoin nicht verschont.
3. Bitcoin-ETFs verlieren 635,6 Millionen Dollar: Besonders auffällig ist die Kehrtwende bei den US-Spot-ETFs. Nach Zuflüssen von insgesamt 1,075 Milliarden Dollar zwischen Montag und Mittwoch folgte am Donnerstag der massive Abfluss.
Allein BlackRocks IBIT verlor 254,1 Millionen Dollar, Fidelitys FBTC weitere 217,5 Millionen Dollar.
Immerhin: Über die vier Handelstage gerechnet bleibt noch ein positiver Saldo von rund 439 Millionen Dollar.
Gehebelte Trader unter Druck: Ölpreis und Iran verschärfen die Unsicherheit
4. Open Interest steigt trotz schwachem Kurs: An einzelnen Derivatebörsen nahm die Zahl offener Bitcoin-Kontrakte erneut zu. Gleichzeitig blieb die Funding Rate positiv. Das spricht für weiterhin vorhandene gehebelte Positionen, beweist aber nicht, dass ausschließlich neue Long-Wetten eröffnet wurden.
5. Hunderte Millionen Dollar liquidiert: Während des Abverkaufs traf es vor allem Trader, die auf steigende Kurse gesetzt hatten.
Ein erfasster 24-Stunden-Zeitraum zeigte rund 375 Millionen Dollar an Long-Liquidationen über verschiedene Kryptowährungen hinweg. Andere Marktberichte nennen rund 383 Millionen Dollar.
Die Gefahr: Zwangsschließungen können den Verkaufsdruck zusätzlich beschleunigen. Allerdings kann der Abbau übermäßiger Hebelpositionen später auch eine stabilere Erholung ermöglichen.
6. Brent-Öl erreicht ein Fünfmonatshoch: Der Ölpreis stieg am Donnerstag auf gut 113 Dollar und näherte sich am Freitag der Marke von 114 Dollar.
Ein dauerhaft hoher Ölpreis könnte den Inflationsdruck verstärken und damit die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik belasten.
7. Trump erhebt neue Vorwürfe gegen Iran: US-Präsident Donald Trump beschuldigt Teheran, Zwischenfälle in der Straße von Hormus zu inszenieren, um den Ölpreis vor den amerikanischen Zwischenwahlen zu erhöhen.
Für diese Darstellung liegt keine unabhängige Bestätigung vor. Die geopolitischen Spannungen und die Risiken für den Öltransport bleiben jedoch real.
Warum sinkende US-Renditen Hoffnung machen – und China jetzt 61.800 Bitcoin fordert
8. US-Staatsanleihen werden wieder gefragt: Trotz steigender Ölpreise fielen die Renditen amerikanischer Staatsanleihen deutlich. Die zehnjährige Rendite sank zeitweise unter fünf Prozent.
Das zeigt eine Flucht in vergleichsweise sichere Anlagen. Für Bitcoin könnte es mittelfristig positiv werden, wenn daraus sinkende Finanzierungskosten entstehen.
Kurzfristig ist es jedoch vor allem ein Zeichen wachsender Konjunktursorgen und kein Beleg für unmittelbar bevorstehende Zinssenkungen.
9. China fordert die Einziehung von rund 61.800 Bitcoin: Chinesische Staatsanwälte wollen Kryptowährungen aus einem milliardenschweren Betrugsfall konfiszieren.
Die rund 61.900 betroffenen BTC wurden von britischen Behörden sichergestellt. Ein Gericht in Großbritannien hatte kürzlich entschieden, dass Ansprüche der Betrugsopfer nach chinesischem Recht beurteilt werden müssen.
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