XRP unter Druck: Fast 2 Milliarden Dollar Verkaufsdruck und 26,5 Prozent weniger Open Interest

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XRP unter Druck: Fast 2 Milliarden Dollar Verkaufsdruck und 26,5 Prozent weniger Open Interest (Foto KI generiert)
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Der XRP-Kurs steht erneut unter Druck. Während die Kryptowährung am 16. Oktober bei rund 1,33 US-Dollar notiert, zeigen neue Daten von CryptoQuant einen deutlichen Rückzug aus dem Derivatemarkt. Das Open Interest auf zwei großen Handelsplattformen ist um 26,5 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig summiert sich die zusätzliche negative Entwicklung wichtiger Verkaufsindikatoren auf nahezu zwei Milliarden US-Dollar. Für Anleger wird damit insbesondere die Marke von 1,30 Dollar kritisch. 

Die Zahlen zeichnen ein angespanntes Bild. Nicht nur gehebelte Trader reduzieren ihre Positionen, auch am Spotmarkt überwiegen aggressive Verkäufe. Allerdings könnte genau dieser Rückzug übermäßig gehebelter Positionen langfristig die Voraussetzungen für eine stabilere Kurserholung schaffen.

Entscheidend ist, ob die Nachfrage zurückkehrt, bevor XRP weitere Unterstützungen verliert.

XRP-Trader ziehen sich zurück: Open Interest bricht um 26,5 Prozent ein

Laut einer aktuellen CryptoQuant-Analyse ist das Open Interest auf Binance zwischen dem 23. September und dem 16. Oktober von 302 Millionen auf 228 Millionen gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 24,5 Prozent.

Auf Bybit fiel der entsprechende Wert sogar um 28,1 Prozent, von 359 Millionen auf 258 Millionen. Zusammengenommen verringerte sich das Open Interest der beiden Börsen um 175 Millionen beziehungsweise 26,5 Prozent.

Das Open Interest beschreibt die Anzahl beziehungsweise den Umfang noch offener Derivatepositionen. Ein deutlicher Rückgang zeigt, dass bestehende Positionen geschlossen oder liquidiert wurden. Besonders problematisch ist die Kombination mit dem schwachen XRP-Kurs.

Dazu passen die von CryptoQuant beobachteten Liquidationsspitzen. Mehrfach wurden Long-Positionen im Umfang von über zehn Millionen US-Dollar liquidiert. Eine einzelne Spitze erreichte nahezu 17 Millionen Dollar. Solche Zwangsschließungen können Kursverluste verstärken, weil gehebelte Positionen bei fallenden Preisen automatisch aufgelöst werden.

Allerdings bedeutet sinkendes Open Interest nicht automatisch, dass neue Short-Positionen aufgebaut werden. Es zeigt zunächst vor allem einen Rückgang der offenen Derivatepositionen.

Fast 2 Milliarden Dollar zusätzlicher Verkaufsdruck: Warum das für XRP gefährlich wird

Noch deutlicher wird die angespannte Marktlage beim Blick auf die sogenannte Cumulative Volume Delta (CVD). Dieser Indikator misst vereinfacht die Differenz zwischen aggressiven Käufen und Verkäufen. Ein fallender CVD-Wert signalisiert, dass marktaktive Verkäufer dominieren.

Nach den vorliegenden CryptoQuant-Daten verschlechterte sich der geschätzte Spot-CVD über Kryptobörsen hinweg von minus 1,9 Milliarden auf minus 3,2 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer zusätzlichen negativen Veränderung von rund 1,3 Milliarden Dollar.

Gleichzeitig sank der Perpetual-CVD auf Binance von minus 812 Millionen auf etwa minus 1,5 Milliarden Dollar. Hier ergibt sich eine weitere Verschlechterung um 688 Millionen Dollar. Insgesamt summieren sich beide Veränderungen auf rund 1,99 Milliarden US-Dollar.

Wichtig ist dabei die Einordnung: Diese Zahl beschreibt die addierte negative Veränderung zweier CVD-Kennzahlen über den betrachteten Zeitraum. Sie ist kein direkter Nachweis dafür, dass Anleger netto fast zwei Milliarden Dollar aus XRP abgezogen haben.

Dennoch ist das Signal für den Markt relevant. Während gehebelte Positionen abgebaut werden, bleibt der aggressive Verkaufsdruck sowohl am Spotmarkt als auch bei Perpetual-Futures bestehen.

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