Glamsterdam verschiebt sich auf Q4 2026 – Ethereum bleibt trotzdem stabil

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Glamsterdam verschiebt sich auf Q4 2026 – Ethereum bleibt trotzdem stabil (Foto KI generiert)
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Ethereum startet bemerkenswert robust in den September. Während ein einzelner Großinvestor ETH im Wert von über 400 Millionen US-Dollar auf den Markt geworfen hat, hält sich der Kurs souverän bei rund 2.456 US-Dollar.

Gleichzeitig kommt aus der Entwicklerecke eine Nachricht, die ETH-Anleger schon länger befürchtet haben: Der Start des Glamsterdam-Mainnets verschiebt sich erneut – nun ist das vierte Quartal 2026 anvisiert. Trotzdem scheint der Markt das erstaunlich gelassen zu nehmen.

ETF-Zuflüsse laufen seit zwölf Handelstagen

Ein wesentlicher Grund für die Stabilität ist die anhaltende institutionelle Nachfrage. Die US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten am Dienstag Nettozuflüsse von 10,95 Millionen US-Dollar – bereits den zwölften Handelstag in Folge mit positivem Vorzeichen.

Angeführt wurde die Entwicklung erneut von BlackRocks ETHA, der allein 11,20 Millionen US-Dollar einsammelte.Auch andere Anbieter profitierten: Fidelitys FETH legte um 4,81 Millionen US-Dollar zu, Morgan Stanleys MSSE verzeichnete Zuflüsse von 2,34 Millionen US-Dollar.

Lediglich Grayscales ETHE musste Abflüsse von 7,39 Millionen US-Dollar hinnehmen – unter dem Strich bleibt die Bilanz aber klar positiv. In den vergangenen 30 Tagen legte ETH um 29 Prozent zu.

Glamsterdam kommt später – dafür mit klarerem Fahrplan

Auf der Entwicklerkonferenz ACDE #244 wurde der Zeitplan konkretisiert: Neben der Verschiebung auf Q4 gab es Fortschritte bei den Vorbereitungen für Devnet-9 sowie die kommenden Sepolia- und Hoodi-Forks. Der Sepolia-Fork ist provisorisch für den 28. September um 14:44:48 UTC angesetzt.Inhaltlich rücken zwei Themen in den Fokus: die native Konto-Abstraktion (Account Abstraction) sowie die Vorbereitung des Netzwerks auf künftige Anforderungen der Post-Quanten-Kryptographie.

Damit fügt sich Glamsterdam nahtlos in die größere Roadmap ein, die Vitalik Buterin zuletzt unter dem Stichwort „Lean Ethereum“ skizziert hat.

Parallel wächst auch das Ökosystem drumherum weiter: Revolut hat mit EURR einen Euro-gestützten Stablecoin gestartet, der monatlich auditiert wird und die MiCA-Vorgaben erfüllt. Für den europäischen Markt ist das ein durchaus relevanter Schritt.

Ethereum-Verkäufe durch „Wale“ verpuffen

Am interessantesten ist derzeit aber, wie wenig der Markt auf massiven Verkaufsdruck reagiert. Ein einzelner Großinvestor veräußerte zwischen Sonntag und Freitag insgesamt 167.855 ETH über mehrere Börsen – ein Gesamtwert von rund 408 Millionen US-Dollar. Trotz dieses Angebots hielt sich der Kurs weitgehend stabil in der Nähe der 2.520-Dollar-Marke und notiert damit 21 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt.

Das ist ein bemerkenswertes Signal. Noch vor wenigen Monaten hätte ein derartiger Verkauf den Markt spürbar nach unten gerissen. Dass ETH das nun weitgehend absorbiert, spricht für eine deutlich verbesserte Nachfragestruktur – nicht zuletzt dank der kontinuierlichen ETF-Zuflüsse, die als stabiler Gegenpol wirken.

Ausblick

Ethereum startete laut Reuters bei 2.446 US-Dollar in den September, nachdem eine Rally im August die Kurse beflügelt hatte. Als kurzfristiger Widerstand gilt die Marke um 2.550 US-Dollar. Historisch mahnen die Daten allerdings zur Vorsicht: Der September gilt für ETH traditionell als schwächerer Monat.

Optimistischer sieht es Tom Lee von Fundstrat. Er erklärte, Ethereum könne zum „größten FOMO-Trade des Jahres“ werden, sollte die Fed bei ihrer nächsten Sitzung auf eine Zinserhöhung verzichten – eine solche Entscheidung könnte die Jagd nach Rendite neu entfachen und zusätzliche Käufergruppen anlocken.

Für Anleger heißt das: Die Glamsterdam-Verschiebung ist ärgerlich, aber offenbar bereits eingepreist. Entscheidender dürften in den kommenden Wochen die Fed-Entscheidung und die Frage sein, ob die ETF-Zuflussserie hält. Gelingt beides, könnte der September entgegen der historischen Statistik durchaus positiv überraschen.

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