XRP baut Druck auf: Droht jetzt der Short-Squeeze?

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XRP baut Druck auf: Droht jetzt der Short-Squeeze? (BitcoinBasis.de | Image GPT)

XRP kommt seit Wochen nicht vom Fleck, doch unter der ruhigen Oberfläche baut sich Druck auf. Innerhalb weniger Tage sind über 200 Millionen Dollar an neuen Derivatepositionen entstanden, während der Kurs weiter um die Zone von 1,30 bis 1,35 Dollar kämpft. Genau diese Spanne entscheidet jetzt, ob XRP nur weiter seitwärts läuft oder ob ein heftiger Ausbruch bevorsteht. 

Warum die Ruhe bei XRP trügerisch wirkt

Seit Anfang Februar bewegt sich XRP in einer engen Seitwärtsphase. Für Anleger wirkt das auf den ersten Blick wie Stillstand, doch die Daten vom Derivatemarkt erzählen eine andere Geschichte. Am 22. Mai stieg das Open Interest auf Binance und Bybit zusammen um rund 79,6 Millionen XRP. Nur vier Tage später folgte ein fast identischer Anstieg um weitere 71,8 Millionen XRP.

In Dollar gerechnet wurden damit innerhalb von vier Tagen rund 203 Millionen Dollar an neuen Positionen aufgebaut. Das ist kein kleines Rauschen im Markt, sondern ein klares Zeichen dafür, dass größere Marktteilnehmer wieder aktiv werden. Entscheidend ist jetzt aber nicht nur, dass neue Positionen entstehen, sondern in welche Richtung sich der Druck aufbaut.

Short-Druck trifft auf echte Spot-Nachfrage

Besonders brisant wird die Lage durch die Verteilung der Marktkräfte. Auf Binance zeigt der Perpetual-Markt einen extrem negativen CVD-Wert von rund minus 641,9 Millionen Dollar. Das bedeutet: Aggressive Verkäufer dominieren dort klar den Handel. Viele neue Positionen scheinen also auf fallende Kurse zu setzen.

Gleichzeitig steigt jedoch die geschätzte Spot-Nachfrage über zentrale Börsen auf rund 397,3 Millionen Dollar. Das ist wichtig, weil Spot-Käufe echte Nachfrage widerspiegeln. Während Derivatehändler also verstärkt gegen XRP wetten, kaufen andere Marktteilnehmer den Coin direkt am Markt.

Genau diese Divergenz macht die aktuelle Lage gefährlich für Short-Seller. Wenn der Kurs nicht weiter fällt, obwohl viele Marktteilnehmer auf sinkende Preise setzen, kann sich der Druck schnell umdrehen. Dann müssen Short-Positionen geschlossen werden, was zusätzliche Kaufkraft auslösen kann.

Diese Marke entscheidet jetzt über Erholung oder neuen Druck

Charttechnisch bleibt XRP trotzdem angeschlagen. Der Kurs handelt weiter unter wichtigen gleitenden Durchschnitten, und die Erholungen scheitern regelmäßig im Bereich von 1,45 bis 1,50 Dollar. Solange diese Zone nicht zurückerobert wird, bleibt jede Erholung anfällig.

Die wichtigste Unterstützung liegt jetzt zwischen 1,30 und 1,35 Dollar. Hält diese Zone, könnte die Kombination aus Spot-Nachfrage und überfüllten Short-Positionen eine schnelle Gegenbewegung auslösen. Ein Ausbruch über 1,45 Dollar würde den Druck auf Short-Seller deutlich erhöhen und könnte neues Momentum in den Markt bringen.

Bricht XRP jedoch unter 1,30 Dollar, kippt das Bild. Dann wäre die monatelange Stabilisierung gescheitert, und der Markt müsste mit einer schnellen Abwärtsbewegung rechnen. Genau deshalb ist diese Spanne jetzt mehr als nur eine technische Marke. Sie ist die Linie zwischen möglicher Short-Squeeze-Chance und echtem Abverkaufsrisiko.

Für Anleger zählt jetzt vor allem eines: XRP darf die Zone um 1,30 Dollar nicht verlieren. Solange sie hält, bleibt die Chance auf eine explosive Gegenbewegung lebendig. Fällt sie, wird aus der Seitwärtsphase ein ernstes Warnsignal.

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