Scaramucci: Bitcoin-Erholung erst ab Oktober/November?

Scaramucci: Bitcoin-Erholung erst ab Oktober/November?
Scaramucci: Bitcoin-Erholung erst ab Oktober/November? (Foto KI generiert)
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Anthony Scaramucci, Gründer von SkyBridge Capital, rechnet damit, dass Bitcoin erst im Herbst wieder spürbar anzieht. Auf dem Podcast Thinking Crypto sagte er, eine echte Erholung sei aus seiner Sicht frühestens im Oktober oder November zu erwarten. Die aktuelle Schwächephase passe weiterhin ins bekannte Vierjahres, Muster rund um das Halving, auch wenn die politischen Rahmenbedingungen in den USA inzwischen deutlich krypto, freundlicher seien.

Scaramucci sieht einen normalen Zyklus, keine Trendwende nach unten

Scaramucci ordnet den Rückgang nicht als strukturelles Problem ein, sondern als typische Marktphase innerhalb des Bitcoin, Zyklus. Viele Anleger hätten nach dem Regierungswechsel in Washington zwar auf eine schnelle Rally durch bessere Regulierung gehofft. Doch seiner Meinung nach überlagern derzeit andere Faktoren die positiven Nachrichten.

Er betonte, dass Bitcoin inzwischen die Halbzeit nach dem Halving überschritten habe. Historisch gesehen komme die stärkere Erholung oft erst später. Zwar könne der Zeitplan durch makroökonomische Ereignisse etwas nach vorn rücken, dennoch halte er den Herbst für realistischer als eine unmittelbare Trendwende.

Warum selbst starke ETF, Nachfrage den Kurs nicht nach oben zieht

Ein Kernpunkt seiner Erklärung: Angebot trifft auf Nachfrage, aber das Angebot ist zu groß. Durch Bitcoin, ETFs seien viele neue Käufer in den Markt gekommen, darunter auch ältere Anleger, die über klassische Broker investieren. Gleichzeitig würden jedoch große Adressen und frühe Investoren weiter verkaufen und so die zusätzlichen Käufe auffangen.

Scaramucci sagte, viele sogenannte Whales und alteingesessene Marktteilnehmer orientierten sich am Vierjahres, Zyklus und verkauften entsprechend in Phasen, in denen sie traditionell Gewinne mitnehmen. Das könne den Zyklus sogar selbst verstärken, weil genug Marktteilnehmer nach diesem Muster handeln. Er verwies darauf, dass rund um die Marke von 100.000 US, Dollar viel Angebot in den Markt gekommen sei, was aus seiner Sicht dazu beigetragen habe, dass der Kurs später in den Bereich der hohen 60.000er rutschte.

Regulierung, Banken und die Debatte um eine Bitcoin, Reserve

Für den nächsten Wachstumsschub sieht Scaramucci vor allem die US, Gesetzgebung als entscheidend. Besonders wichtig sei ein klares Regelwerk für die Marktstruktur, etwa über Initiativen wie den Clarity Act. Er meint, dass die grundsätzliche Debatte, Bitcoin sei wertlos, praktisch erledigt sei. Trotzdem würden große Banken erst dann richtig einsteigen, wenn die Regeln eindeutig sind.

Er verwies auf erste Tests bei einzelnen Instituten, machte aber klar, dass es für eine breite Adoption Angebote großer Banken brauche, zum Beispiel Verwahrung, attraktivere Kredit, und Zinsmodelle und generell mehr Wettbewerb. Ohne klare Gesetze werde dieser Schritt seiner Einschätzung nach ausbleiben.

Auch zur Frage einer strategischen Bitcoin, Reserve der USA äußerte er sich grundsätzlich positiv, allerdings nur, wenn das Thema nicht parteipolitisch aufgeladen bleibt. Als pragmatischen Ansatz nannte er, dass der Staat Bitcoin aus Beschlagnahmungen eher behalten als verkaufen sollte. Ob die US, Behörden ihre Bestände vollständig geprüft haben, wisse er nicht.

Zum Zeitpunkt der Aussagen lag der Bitcoin, Kurs bei 77.844 US, Dollar.

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