1,3 Mrd. Dollar IBIT-Verkauf im Dark Pool – kaum Effekt

1,3 Mrd. Dollar IBIT-Verkauf im Dark Pool – kaum Effekt
1,3 Mrd. Dollar IBIT-Verkauf im Dark Pool – kaum Effekt (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Ein großer, bislang unbekannter Investor hat am Dienstagmorgen einen riesigen Verkauf bei BlackRocks Bitcoin-ETF IBIT ausgelöst. Laut ETF-Analysten wurden dabei Anteile im Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar auf einmal abgestoßen, ausgerechnet über einen sogenannten Dark Pool. Auffällig ist nicht nur die Größe des Deals, sondern auch die Reaktion am Markt: Bitcoin und der ETF-Kurs wirkten davon kaum beeindruckt.

1,3 Milliarden Dollar Verkauf bei BlackRocks IBIT, Markt bleibt ruhig

Auf X machte Galaxy-Research-Chef Alex Thorn zuerst auf den Vorgang aufmerksam. Er sprach von einer „massiven“ Block-Transaktion: Rund 29 Millionen IBIT-Anteile seien gegen 10:30 Uhr (Ortszeit) von einer unbekannten Partei verkauft worden. Thorn nannte es den größten Block-Trade dieser Art, den er bisher gesehen habe.

Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas bestätigte den Handel später ebenfalls. In seinem Beitrag betonte er einen entscheidenden Punkt: Trotz der extremen Größe sei der Preis an diesem Tag praktisch unverändert geblieben. Heißt: Der Markt habe das Paket offenbar „geschluckt“, ohne dass es zu sichtbaren Verwerfungen kam.

Auch Bloomberg-Analyst James Seyffart meldete, dass er den Trade auf seinem Terminal verifiziert habe. Die Zahl, die im Raum steht: etwa 29,2 Millionen IBIT-Anteile.

Bitcoin-ETFs verlieren seit Wochen Geld, IBIT besonders stark

Der Block-Verkauf passt in ein größeres Bild: US-Spot-Bitcoin-ETFs hatten zuletzt eine deutliche Abflussphase. Laut Daten von SoSoValue gab es in der Handelswoche vom 18. bis 22. Mai Nettoabflüsse von insgesamt 1,257 Milliarden US-Dollar. Allein IBIT soll dabei rund 1,008 Milliarden US-Dollar ausgemacht haben. Fidelitys FBTC folgte mit etwa 112 Millionen US-Dollar an Abflüssen.

Bereits in der Woche zuvor (11. bis 15. Mai) verzeichnete der Sektor laut SoSoValue rund 1,039 Milliarden US-Dollar Nettoabflüsse. Damit endete eine Serie von sechs Wochen mit Zuflüssen. In dieser Woche fiel ARKB mit rund 324 Millionen US-Dollar an Abflüssen auf, während IBIT etwa 317 Millionen US-Dollar verlor.

Auch die Tageswerte zeigen anhaltenden Druck: Für den 20. Mai werden Nettoabflüsse von 70,47 Millionen US-Dollar genannt, gefolgt von rund 101 Millionen US-Dollar am 21. Mai und 105 Millionen US-Dollar am 22. Mai. Damit setzte sich eine Serie mehrerer Abfluss-Tage fort.

Was der Mega-Trade bedeuten könnte

Michael Nadeau von The DeFi Report ordnete den Verkauf in die jüngsten ETF-Abflüsse ein. Seiner Einschätzung nach haben sich die Bitcoin-ETFs trotz der Abflüsse „bemerkenswert gut“ gehalten. Einige Marktbeobachter werten das als mögliches Zeichen, dass ein Boden erreicht sein könnte.

Gleichzeitig klingt auch Vorsicht durch: Nadeau sieht Anzeichen dafür, dass institutionelle Anleger nervöser werden könnten, vor allem in einem Umfeld mit steigender Inflation und höheren Zinsen. Das trifft riskantere Anlagen wie Krypto oft besonders schnell, weil Kapital dann eher in „sichere“ Alternativen wandert.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin laut Bericht bei etwa 75.730 US-Dollar.

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