XRP steht laut dem Analysten EGRAG CRYPTO kurz vor einer entscheidenden Phase. In seinem Chart drückt der Kurs gegen einen wichtigen Widerstandsbereich, während sich darunter ein typisches Fortsetzungsmuster aufbaut. Die große Frage ist nun, ob genug Kaufdruck entsteht, um die nächste Aufwärtsbewegung auszulösen und damit auch wieder höhere Kursziele in Reichweite zu bringen.
Chartbild: Aufsteigendes Dreieck trifft auf „Zone 1“
EGRAG CRYPTO verweist auf ein aufsteigendes Dreieck, das sich direkt unter einer Widerstandszone bildet. Diese „Zone 1“ liegt nach seiner Darstellung bei 1,65 bis 1,70 US Dollar. Der Kurs läuft seit einiger Zeit seitwärts unter dieser Marke, gleichzeitig steigen die Tiefpunkte an. Für Charttechniker ist das ein bekanntes Signal: Käufer greifen immer früher zu, während oben noch Verkaufsdruck wartet.
Der Analyst beschreibt die Lage sinngemäß so: Höhere Tiefs zeigen Kaufinteresse, eine flache Widerstandslinie bedeutet, dass oberhalb Liquidität liegt. Das könne als „Treibstoff“ für einen Ausbruch dienen, falls der Markt den Widerstand sauber durchbricht.
Ausbruch oder Rücksetzer: EGRAG nennt Wahrscheinlichkeiten
Interessant ist, dass EGRAG das Szenario nicht als sichere Sache verkauft, sondern beide Richtungen klar benennt. Für einen Ausbruch über Zone 1 sieht er eine Wahrscheinlichkeit von rund 65 Prozent, weil die Struktur für eine Fortsetzung spreche und sich durch die enge Handelsspanne Momentum aufbauen könne.
Gleichzeitig warnt er vor Rückweisung oder Fakeout, dafür nennt er etwa 35 Prozent. Vor allem dann, wenn ein wichtiger Auslöser ausbleibt, könne der Markt erst noch Liquidität „abholen“, also kurzfristig nach unten ausbrechen, bevor eine echte Bewegung startet. Als möglichen Auslöser stellt er den Clarity Act in den Vordergrund. Sollte sich dieses Thema verzögern, werde ein Rücksetzer aus seiner Sicht wahrscheinlicher.
Der Weg nach oben: Zone 2 bei 2,60 US Dollar und was dafür fehlen könnte
Selbst wenn XRP über 1,65 bis 1,70 US Dollar ausbricht, ist das laut EGRAG nur der erste Schritt. Für den Sprung in „Zone 2“, die er bei 2,60 US Dollar und höher markiert, brauche es mehr als nur eine starke Kerze. Genannt werden unter anderem institutionelle Zuflüsse oder eine Art ETF ähnlicher Zugang, außerdem eine stabile Lage bei Bitcoin oder sinkende Bitcoin Dominanz.
Zusätzlich müssten laut seiner Einschätzung dauerhaft wöchentliche Schlusskurse über 1,85 bis 2,00 US Dollar gelingen, damit sich die Aufwärtsbewegung wirklich ausdehnen kann. Sein Fazit bleibt daher bewusst nüchtern: Das Dreieck baue Druck auf, Zone 1 sei der Auslöser, Zone 2 wäre die nächste Expansionsstufe, ein Katalysator starte die Bewegung und Liquidität treibe sie zu Ende.
Zum genannten Zeitpunkt lag XRP bei rund 1,44 US Dollar und damit noch unter der entscheidenden Widerstandszone.