XRP unter Druck: Binance-Signal macht die Lage jetzt gefährlich

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XRP unter Druck: Binance-Signal macht die Lage jetzt gefährlich (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)
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XRP sendet auf Binance derzeit ein Warnsignal, das Anleger nicht ignorieren sollten. Das Open Interest ist innerhalb von zwei Wochen um fast 29 Prozent gestiegen, obwohl aggressive Verkäufer sowohl am Termin- als auch am Spotmarkt klar die Oberhand haben. Genau diese Kombination deutet darauf hin, dass neue Short-Positionen aufgebaut werden und der Druck auf XRP weiter zunimmt.

Das Open Interest bei XRP auf Binance kletterte vom 3. August von rund 181 Millionen Dollar auf 232,7 Millionen Dollar am 17. August. Das entspricht einem Anstieg von etwa 28,6 Prozent und markiert den höchsten Stand seit Juni 2026.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Höhe, sondern die Richtung: Ende Juli wurden Positionen noch deutlich abgebaut. Inzwischen fließt wieder neues gehebeltes Kapital in den Markt.

Warum der Anstieg beim Open Interest zum Warnsignal wird

Die Veränderung des siebentägigen Open Interest zeigt den Umschwung besonders deutlich. Am 29. Juli lag sie noch bei rund minus 40 Millionen Dollar. Bis zum 17. August drehte der Wert auf plus 38,9 Millionen Dollar.

Der Markt ist damit von einer Phase des Positionsabbaus in eine Phase des aggressiven Neuaufbaus gewechselt. Normalerweise lässt steigendes Open Interest allein noch keine klare Aussage darüber zu, ob Trader auf steigende oder fallende Kurse setzen. Doch ein zweiter Indikator verschärft das Bild erheblich.

Der Perpetual CVD auf Binance fiel auf minus 463,2 Millionen Dollar. Der CVD misst vereinfacht gesagt, ob aggressive Käufer oder Verkäufer den Handel dominieren. Ein stark negativer Wert zeigt, dass Verkaufsorders den Markt bestimmen.

Steigt gleichzeitig das Open Interest, spricht das eher dafür, dass neue Positionen auf der Short-Seite hinzukommen. Der Verkaufsdruck entsteht damit nicht nur dadurch, dass bestehende Long-Trader ihre Positionen schließen.

Auch am Spotmarkt kippt die Nachfrage deutlich

Der Verkaufsdruck beschränkt sich nicht auf gehebelte Futures. Der geschätzte Spot-CVD über zentrale Kryptobörsen hinweg sank von rund plus 153 Millionen Dollar am 3. August auf minus 231,8 Millionen Dollar am 17. August. Innerhalb von zwei Wochen hat sich das Kräfteverhältnis damit um fast 385 Millionen Dollar zugunsten aggressiver Verkäufer verschoben.

Das ist für XRP besonders relevant, weil damit zwei Ebenen gleichzeitig gegen den Kurs arbeiten: Am Spotmarkt wird verkauft, während im Derivatemarkt offenbar zusätzliche Short-Positionen aufgebaut werden.

Bleibt dieses Muster bestehen, könnte der Druck auf die Funding Rates zunehmen. Werden Short-Positionen dominant genug, können die Finanzierungssätze sogar in den negativen Bereich rutschen. In diesem Fall würden Short-Trader faktisch dafür bezahlen, ihre Positionen offen zu halten.

Für XRP wäre das zunächst ein weiteres Zeichen für eine klar pessimistische Positionierung.

Genau diese Short-Wette könnte zur Falle werden

Die zunehmende Short-Positionierung besitzt allerdings eine zweite Seite.

Je mehr gehebelte Trader auf fallende XRP-Kurse setzen, desto anfälliger wird der Markt für einen Short Squeeze. Schon eine unerwartet starke Erholung oder plötzlich zurückkehrende Nachfrage könnte erste Short-Positionen unter Druck setzen.

Müssen gehebelte Verkäufer ihre Positionen schließen, müssen sie XRP zurückkaufen. Dadurch kann zusätzliche Nachfrage entstehen, die den Kurs weiter nach oben treibt und weitere Shorts zur Aufgabe zwingt.

Das hohe Open Interest wäre in diesem Szenario kein Belastungsfaktor mehr, sondern potenzieller Treibstoff für eine schnelle Gegenbewegung.

Für Anleger entscheidet sich die Lage deshalb nicht allein daran, ob aktuell mehr verkauft wird. Entscheidend ist, ob der Verkaufsdruck weiter zunimmt oder plötzlich Käufer zurückkehren. Solange steigendes Open Interest und negativer CVD gemeinsam auftreten, bleibt das Risiko weiterer Schwäche hoch. Dreht die Nachfrage jedoch überraschend, könnte genau die inzwischen stark aufgebaute Short-Seite XRP explosiv nach oben treiben.

Jetzt zählt vor allem eines: Bleiben die Verkäufer dominant, wächst der Druck. Kehren die Käufer zurück, könnte aus dem aktuellen Warnsignal sehr schnell eine Short-Squeeze-Falle werden.

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