Der XRP Kurs steht seit Wochen unter Druck. Nachdem die Kryptowährung im Juli 2025 bei rund 3,6 US Dollar ein Zyklushoch erreicht hatte, ging es deutlich abwärts, insgesamt um mehr als 50 Prozent. Viele Anleger sind dadurch vorsichtiger geworden. Trotzdem sieht ein Analyst auf X, bekannt als Crypto Luke, aktuell keinen Grund zur Annahme, dass XRP unter die Marke von 1 US Dollar rutschen muss.
Warum der Analyst einen Fall unter 1 US Dollar für unwahrscheinlich hält
Crypto Luke verweist zuerst auf ein technisches Muster im Chart. Seiner Einschätzung nach hat XRP eine sogenannte Broadening Wedge Formation ausgebildet und verteidigt diese weiterhin. Wenn ein solcher Bereich hält, spricht das oft für vorhandene Nachfrage. Käufer greifen also wieder zu und stützen den Kurs an wichtigen Zonen.
Zusätzlich schaut der Analyst auf Indikatoren wie den Stochastic, der sich seiner Meinung nach weiter in Richtung bullishes Signal bewegt. Auch der RSI wirke stabil, was gegen einen starken weiteren Abverkauf spreche. Aus dieser Kombination leitet er ab, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Aufwärtsbewegung aktuell größer ist als für einen Durchbruch nach unten.
Liquidität und ETF Zuflüsse als mögliche Kurstreiber
Ein weiterer Punkt ist die zurückkehrende Liquidität. Laut Crypto Luke fließt wieder mehr Kapital in XRP, was man auch an der jüngsten Erholung sehen könne. Mehr Liquidität ist häufig die Grundlage für stabilere Aufwärtsphasen, weil Käufe dann nicht so schnell verpuffen.
Auch bei den XRP ETFs zeichnet sich laut dem Analysten ein Stimmungswechsel ab. In diesem Monat gab es offenbar mehr Zuflüsse als Abflüsse, was darauf hindeuten kann, dass institutionelle Anleger eher kaufen als verkaufen. Seine Haltung ist deshalb klar, er würde auf diesen Niveaus eher aufbauen als in eine Schwäche hinein zu verkaufen.
Fazit: Vorsicht bleibt, aber das Chartbild wirkt nicht instabil
Auch wenn XRP nach dem starken Rückgang weiterhin angeschlagen ist, sieht Crypto Luke Anzeichen dafür, dass sich etwas dreht. Die Erholung im Gesamtmarkt, die technische Verteidigung wichtiger Bereiche und neue Kapitalzuflüsse sprechen aus seiner Sicht gegen einen schnellen Absturz unter 1 US Dollar. Er betont dabei aber auch, dass nicht sofort eine explosive Rallye folgen muss, sondern dass es eher um die aktuelle Positionierung geht.