XRP Kurs verliert, aber die Wale bleiben ruhig: Eine Chance?

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XRP Kurs verliert, aber die Wale bleiben ruhig: Eine Chance? (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

XRP steht unter Druck, doch der jüngste Rücksetzer wirkt laut On-Chain-Daten weniger wie ein koordinierter Ausstieg großer Anleger. Entscheidend ist jetzt nicht nur der fallende Kurs, sondern was auf Binance passiert: Die großen XRP-Zuflüsse bleiben auffällig niedrig. Genau das könnte den Unterschied zwischen einer normalen Bereinigung und einem echten Abverkauf machen.

Die Analyse von CryptoQuant-Beobachterin Pelin Ay zeigt, dass vor allem Transfers von mehr als 1 Million XRP zuletzt nicht stark zugenommen haben. Solche Bewegungen gelten als wichtiges Warnsignal, weil große Einzahlungen auf Börsen oft bedeuten können, dass Wale oder institutionelle Adressen Verkaufsdruck vorbereiten.

Warum der Rücksetzer gefährlich wirkt, aber kein klassisches Wal-Signal zeigt

Ay verweist auf Daten zu XRP-Zuflüssen auf Binance, die nach Größenordnungen aufgeteilt sind. Dadurch lässt sich erkennen, ob vor allem kleinere Anleger Coins bewegen oder ob große Wallets mit Hunderttausenden bis Millionen XRP aktiv werden.

Historisch spielten gerade die größten Transfers eine zentrale Rolle. Zwischen 2021 und 2025 waren Einzahlungen von mehr als 1 Million XRP immer wieder stark sichtbar. Das zeigt: Große Marktteilnehmer nutzen Binance aktiv. Doch genau diese Gruppe sendet nach dem jüngsten Hoch bei XRP offenbar weniger Coins zur Börse als in früheren Stressphasen.

Das ist wichtig, weil starke Kursrückgänge oft dann gefährlicher werden, wenn sie von steigenden Börsenzuflüssen begleitet werden. Dann wächst die Sorge, dass große Anleger ihre Bestände abladen. Im aktuellen Fall zeigt sich laut Ay aber kein solcher plötzlicher Anstieg in den Bereichen 100.000 bis 1 Million XRP und über 1 Million XRP.

Diese Binance-Zuflüsse entscheiden jetzt über die Stimmung

Der aktuelle Rückgang könnte daher stärker mit gehebelten Positionen und der Schwäche des Gesamtmarktes zusammenhängen. Wenn Trader mit Kredit oder hohen Hebeln aus dem Markt gedrückt werden, kann der Kurs schnell fallen, ohne dass langfristige Halter aktiv verkaufen.

Das macht den Rücksetzer nicht harmlos. Liquidationen können den Markt in kurzer Zeit stark belasten. Der Unterschied liegt aber in der Qualität des Verkaufsdrucks. Ein Hebel-Auswasch ist oft scharf, aber begrenzt. Ein Wal-Ausverkauf kann dagegen deutlich länger und tiefer wirken, weil dann echte Bestände auf den Markt kommen.

Genau dieses Signal fehlt derzeit. Laut Ay spricht die aktuelle Struktur eher gegen aggressive Gewinnmitnahmen großer XRP-Adressen. In harten Bärenphasen wären normalerweise deutlich höhere XRP-Zuflüsse auf Börsen zu sehen.

Erholung Richtung 2 Dollar oder neuer Druck?

Für XRP wird jetzt entscheidend, ob die großen Binance-Zuflüsse niedrig bleiben. Bleibt vor allem die Kategorie über 1 Million XRP ruhig, sinkt der unmittelbare Verkaufsdruck über die Börse. Kommt dann wieder Nachfrage in den Markt, könnte eine Rückkehr in den Bereich von 1,80 bis 2,00 Dollar leichter werden.

Das bullische Szenario hängt aber an einer klaren Bedingung. Sobald große XRP-Transfers zu Binance wieder deutlich anziehen, kippt die Lage. Dann würde das Argument der fehlenden Wal-Verkäufe schwächer, und der Markt müsste mit neuer Angebotswelle rechnen.

Der wichtigste Bereich liegt deshalb nicht nur im Chart, sondern auch auf der Börsenseite: Bleiben die Millionen-Transfers ruhig, lebt die Erholungschance. Tauchen sie wieder massiv auf, wird aus der Bereinigung schnell ein neues Warnsignal.


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