XRP fällt 14%: Santiment sieht Hoffnung trotz FUD-Welle

XRP fällt 14%: Santiment sieht Hoffnung trotz FUD-Welle
XRP fällt 14%: Santiment sieht Hoffnung trotz FUD-Welle (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Der Kurs von XRP steht weiter unter Druck: Nach einem Wochenminus von mehr als 14 Prozent pendelt der Token aktuell um 1,10 US-Dollar. Gleichzeitig wird die Stimmung in den sozialen Medien spürbar schlechter. Genau diese Mischung aus fallenden Preisen und lauter Skepsis könnte jedoch ausgerechnet das sein, was eine Erholung möglich macht, sagt die Analyseplattform Santiment.

Extremer FUD als Kontra-Signal: Warum Pessimismus helfen kann

Santiment berichtet, dass die „Crowd FUD“ rund um XRP den höchsten Stand seit drei Wochen erreicht hat. Konkret: Auf Social Media kommen laut den Daten nur noch etwa 1,1 positive Kommentare auf jeden negativen. Die Stimmung kippte bereits um den 25. Mai deutlich ins Negative, parallel zu einem schwächer werdenden bullischen Marktbild.

Spannend ist der zweite Teil der Beobachtung: In der Vergangenheit lief diese extrem negative Stimmung bei XRP häufig gegen die erwartete Richtung. Wenn viele Trader auf Plattformen wie X besonders ängstlich werden, verkaufen oft die „schwachen Hände“ zuerst. Das kann den Verkaufsdruck mit der Zeit verringern, weil ein Teil der panischen Verkäufe bereits erledigt ist. Danach reichen manchmal schon weniger Käufer, um den Kurs zu stabilisieren oder eine Gegenbewegung auszulösen.

Santiment verweist dazu auf frühere Phasen, in denen XRP in eine ähnliche „FUD-Zone“ rutschte: Häufig stoppte der Kurs dann seinen Abwärtstrend oder drehte sogar nach oben. Das ist kein Garant für einen Rebound, aber ein Muster, das Trader als Kontra-Signal beobachten. Zusätzlich gelten solche Angstphasen für manche Anleger als Gelegenheit, in Schwäche hinein nachzukaufen, also in eine mögliche „Dip-Buying“-Phase.

Wenn FOMO übernimmt: Warum zu viel Optimismus oft gefährlich wird

Umgekehrt warnt Santiment auch vor dem anderen Extrem: übertriebener Euphorie. Sobald XRP in eine FOMO-Phase (Fear Of Missing Out) rutscht, kaufen viele Marktteilnehmer aggressiv, weil sie den nächsten großen Sprung nicht verpassen wollen. Solche Situationen treten laut Santiment oft nahe lokaler Hochs oder sogar in Richtung Allzeithochs auf.

Das Problem: Wenn die Masse bereits stark positioniert ist, gibt es weniger „neue“ Käufer, die die Rally noch weiter tragen. Dann kann die Dynamik schnell abflachen, und der Kurs ist anfälliger für Rücksetzer, im schlimmsten Fall sogar für neue Tiefs. Aus Santiments Sicht lohnt es sich deshalb, nicht nur Preise, sondern auch die Stimmungslage zu beobachten, weil Extreme in beide Richtungen häufig Wendepunkte einleiten.

Was das für XRP bei rund 1,10 US-Dollar bedeuten könnte

Unterm Strich ist die Lage bei XRP kurzfristig klar bearish: fallender Kurs, schwächere Aktivität und eine deutlich negativere Tonlage im Markt. Santiment sieht darin aber auch einen möglichen Nährboden für eine Erholung, weil starke Angstphasen historisch öfter mit einer Beruhigung oder einem Rebound zusammenfielen.

Ob es diesmal genauso kommt, bleibt offen. Für Anleger heißt das vor allem: Extreme Stimmung ist kein Einstiegssignal allein, kann aber helfen, Übertreibungen zu erkennen, sowohl nach unten (FUD) als auch nach oben (FOMO). Wer XRP handelt oder beobachtet, sollte daher neben dem Chart auch Sentiment-Daten im Blick behalten.

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