Ein Venture Capitalist sorgt mit einer mutigen These für Diskussionen in der Krypto Szene: Zcash könnte seiner Meinung nach die letzte Kryptowährung sein, die noch eine Ver, tausendfachung schaffen kann. Nicht wegen eines einzelnen Events oder einer kurzfristigen Rallye, sondern weil das Thema Privatsphäre im Krypto Markt noch immer das große ungelöste Problem ist.
Warum ausgerechnet Zcash eine 1000x Chance haben soll
Qiao Wang, Mitgründer von Alliance DAO, schrieb am 15. März auf X, dass er weiterhin daran glaubt, dass Zcash die letzte mögliche 1000x Wette im Kryptomarkt sei. Als Gründe nennt er langfristige Entwicklungen wie staatliche Übergriffe, Geldmengenausweitung, gesellschaftliche Verschiebungen in Richtung stärkerer Umverteilung sowie das Thema Quantencomputer. Aus seiner Sicht sind das keine kurzfristigen Impulse, sondern mehrjährige bis jahrzehntelange Rückenwinde.
Entsprechend beschreibt Wang auch die passende Strategie eher wie bei Bitcoin: nicht ständig handeln, sondern in Phasen geringer Aufmerksamkeit kaufen und dann sehr lange halten, er spricht von 10 bis 20 Jahren.
In einem weiteren Beitrag erklärt er den Kern seines Arguments: 10x oder auch 100x seien in Krypto weiterhin möglich, aber für 1000x brauche es einen extrem großen Gesamtmarkt. Also einen Bereich, der groß genug ist, damit eine Neubewertung über Jahrzehnte überhaupt Platz hat. Für ihn ist dieser Markt eben Privatsphäre im digitalen Geld.
Privatsphäre als letztes großes, offenes Problem im Krypto Markt
Zuspruch bekam die These ausgerechnet von Mert Mumtaz, dem CEO von Helius Labs. Er verwies auf eine eigene Privatsphäre Analyse, in der er Bitcoin als Ausgangspunkt nimmt. Seiner Logik nach hatte Bitcoin am Anfang drei Hauptprobleme: erstens Legitimität, zweitens Programmierbarkeit und Skalierung, drittens Privatsphäre.
Seiner Einschätzung nach wurde das Thema Legitimität weitgehend gelöst, weil Bitcoin sich als wertvolles Asset etabliert hat. Programmierbarkeit und Skalierung seien durch Plattformen wie Ethereum und Solana stark vorangekommen. Privatsphäre sei dagegen der letzte große Baustein, der weiterhin nicht überzeugend gelöst ist und genau dort könne die nächste wirklich asymmetrische Chance liegen.
Mumtaz betont dabei, dass es bei den bereits etablierten Entwicklungszweigen zwar weiter Verbesserungen geben wird, diese aber eher schrittweise ausfallen dürften. Eine echte Größenordnung wie 1000x sei dort weniger wahrscheinlich. Beim Thema Privatsphäre sieht er dagegen noch einen Sprung, der den Markt strukturell verändern könnte.
Warum Zcash und nicht einfach irgendein Privacy Coin
In der Diskussion ging es nicht nur um Technologie, sondern auch um Glaubwürdigkeit. Awa Sun Yin, Mitgründer von Anoma und Board Mitglied bei Shielded Labs, erzählte von einem Gerücht, das Ende letzten Jahres in der Szene kursierte. Demnach soll eine einflussreiche Person, die angeblich sogar Zugang zu einem Treffen mit dem US Präsidenten hatte, in politischen Kreisen argumentiert haben, dass Bitcoin und viele andere Kryptowährungen ein Privatsphäre Problem haben, weil Guthaben und Kontostände öffentlich sichtbar und damit potenziell leichter beschlagnahmbar seien. Als Alternative sei dabei ausgerechnet Zcash genannt worden.
Awa betont, dass es nicht entscheidend sei, ob diese Geschichte stimmt. Entscheidend sei, dass sie sich plausibel anhört. Und genau das sei der Punkt: Eine Empfehlung für Zcash wirke für viele glaubwürdiger als eine Empfehlung für Monero oder andere Privacy Coins.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Zcash Kurs bei 231,59 US Dollar.