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VanEck Führungskraft Sigel entfacht neue XRP-Kontroverse

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Die alte Frage nach der realen Utility von XRP ist erneut zum Brennpunkt der Kryptodebatte geworden. Dieses Mal steht die Diskussion allerdings nicht im Schatten kleiner Influencer oder hitziger Community-Duelle, sondern im Fokus institutioneller Aufmerksamkeit.

Auslöser ist Matthew Sigel, Leiter der Digital-Asset-Research-Abteilung bei VanEck, einem der größten ETF-Anbieter weltweit. Mit einer Mischung aus Spott, Skepsis und gezielten Argumenten stellte er öffentlich die Relevanz des XRP Ledgers infrage – und das in einer Woche, in der ein neuer XRP-Spot-ETF den erfolgreichsten Handelsstart aller Fonds des Jahres 2025 hinlegte.

Damit prallen zwei Welten aufeinander: institutionelles Kapital, das in XRP hineinfindet, und institutionelle Kritiker, die grundlegende Zweifel anmelden.


Ein sarkastischer Einstieg: Sigels öffentlicher Affront gegen die XRP-Community

Sigel eröffnete seine Kritik mit einem provokanten Post auf X, in dem er die Funktionsfähigkeit des XRP Ledgers ironisch infrage stellte. Der Ton war nicht subtil, sondern bewusst überspitzt:

„Dear XRP maxis, ich werde vielleicht nie verstehen, was eure ‘Blockchain’ eigentlich macht, aber ich respektiere die Leidenschaft, mit der ihr so tut, als würde sie etwas tun.“

Dieser Einstieg markierte sofort, dass Sigel die Debatte nicht auf einem abstrakten theoretischen Niveau führen wollte, sondern sehr konkret. Sein nächster Schritt brachte die Diskussion auf eine klar messbare Ebene: Er forderte Beispiele für tatsächliche Entwickleraktivität auf der XRP-Blockchain. Nicht als rhetorisches Mittel, sondern als direkte Aufforderung.

Wenige Stunden später lieferte er ein ernüchterndes Zwischenfazit:

Niemand konnte konkrete Projekte oder Entwickler nennen, die bewusst und aktiv auf der XRPL bauen.

Für Sigel war dies für sich genommen schon ein Indiz für seine These, dass das Netzwerk weniger genutzt wird, als die Community behauptet.


Der Fall Ondo Finance – und Sigels entscheidende Frage nach dem Wertfluss

Als ein XRP-Anhänger schließlich das Beispiel Ondo Finance ins Spiel brachte – ein Projekt, das seine tokenisierten Treasury-Produkte auch auf die XRP Ledger deployed hat – ging Sigel nicht auf die technische Umsetzung ein. Stattdessen stellte er die Frage, die aus seiner Sicht die einzig relevante ist:

Wie fließt daraus Wert in den XRP-Token selbst zurück?

Er erklärte, dass selbst wenn Unternehmen Anwendungen auf XRPL aufsetzen, dies noch lange nicht bedeutet, dass der XRP-Token ökonomisch davon profitiert. Sigel betonte, dass er keine Hinweise auf Gebührenmodelle, Burn-Mechanismen, Revenue-Sharing oder andere Formen von Value Capture sehe. Projekte könnten die Infrastruktur nutzen, ohne dass sich dies in der Token-Ökonomie widerspiegelt – ein strukturelles Problem, das seiner Meinung nach häufig übersehen wird.

Sein Ton blieb dabei bewusst selbstironisch, doch die zugrunde liegende Kritik war präzise:

Ein Ökosystem ohne Wertakkumulation für den Token kann langfristig nicht dieselben Bewertungsmaßstäbe erfüllen wie Bitcoin oder Ethereum.


Ein Seitenhieb auf die Vergangenheit: Die Ripple-Milliardäre und „Change the Code“

Als ein Kommentator anmerkte, dass XRP letztlich nur ein Unternehmen und einige Milliardäre reich gemacht habe, griff Sigel dies auf und verwies auf einen der umstrittensten historischen Punkte in der XRP-Geschichte. Mit einem deutlichen Unterton erinnerte er daran, dass ein Ripple-Mitgründer die Greenpeace-Kampagne „Change the Code“ finanzierte, die Bitcoin dazu bewegen sollte, den Proof-of-Work-Mechanismus aufzugeben.

Für Sigel war dies nicht nur ein Beispiel für fragwürdige Prioritäten, sondern auch ein Hinweis darauf, wie sehr XRP und Bitcoin ideologisch aneinandergeraten sind – und wie wenig diese Kampagnen letztlich zur Adaption des eigenen Netzwerks beigetragen haben.


Institutionelle Adoption: Sigel kontert Vorwürfe gegen Bitcoin

Als ein Nutzer Bitcoin als rein spekulatives Asset abtat, nutzte Sigel die Gelegenheit, um eine klare Gegenposition zu formulieren. Er verwies darauf, dass Bitcoin längst nicht mehr nur ein Retail-Phänomen sei, sondern tief in institutionellen Strukturen Fuß gefasst habe.

Er nannte Beispiele wie staatliche Investmentfonds, Pensionskassen, Versicherer und sogar ein Zentralbankkauf. Zusätzlich hob er hervor, dass mittlerweile zwölf Länder staatlich unterstütztes Mining betreiben und Bitcoin in ihre Energiestrategien integrieren.

Seine Botschaft war eindeutig:

Bitcoin ist Teil der geopolitischen Finanzarchitektur geworden. XRP ist davon weit entfernt.


Eine unerwartet differenzierte Stimme: Solana-Vertreter bringt eine alternative Perspektive

Interessant wurde die Debatte, als sich Vibhu Norby von der Solana Foundation einschaltete. Obwohl er bereits mehrfach im Konflikt mit der XRP-Community stand, bemühte er sich in diesem Fall um eine ausgewogenere Einschätzung.

Er beschrieb XRP als eine Art „Store-of-Value-Light“, eingebettet in ein Narrativ, das seit über einem Jahrzehnt auf Zahlungsverkehr ausgerichtet ist – auch wenn dieser tatsächliche Use Case heute kaum Traktion hat.

Er argumentierte, dass die geringe Nutzung der XRPL für Transaktionen nicht zwangsläufig ein Problem für den Tokenpreis sein müsse. Auch Bitcoin habe eine vergleichsweise geringe Nutzung für alltägliche Transaktionen, und dennoch spiele das im Wertmodell eine untergeordnete Rolle.

Damit lieferte Norby eine Art vermittelnde Position: Er kritisierte den fehlenden Entwicklungsfokus, erkannte aber an, dass Wert nicht ausschließlich aus technischer Nutzung entstehen muss.


Rekordstart des XRPC-ETFs: Während die Debatte tobt, fließt Geld ins Ökosystem

Inmitten dieser hitzigen Diskussion startete der neue XRP-Spot-ETF XRPC von Canary Capital – und lieferte ein Ergebnis, das selbst Optimisten überrascht hat.
Der Fonds erzielte das stärkste Handelsvolumen aller ETF-Neustarts des Jahres 2025, mit:

  • 26 Millionen US-Dollar in der ersten Handelsstunde
  • 58 Millionen US-Dollar am ersten Handelstag

Damit übertraf er sogar das Startvolumen des Bitwise Solana ETFs und setzte sich an die Spitze der diesjährigen ETF-Premieren.

Dieser Erfolg zeigt, dass institutionelle Anleger trotz fundamentaler Zweifel bereit sind, Kapital in XRP fließen zu lassen – möglicherweise aus Gründen der Diversifikation, möglicherweise aufgrund des hohen Brand-Bekanntheitsgrades des Tokens.


Fazit: Zwei Realitäten – und eine offene Zukunft für XRP

Die Situation lässt sich auf eine klare Formel bringen:
XRP erlebt institutionelle Kapitalzuflüsse, während gleichzeitig seine fundamentale Rolle im Krypto-Ökosystem immer wieder hinterfragt wird.

Matthew Sigels Kritik trifft zwei empfindliche Punkte:

  1. Fehlende Entwickleraktivität auf der XRP Ledger
  2. Unklarer Wertfluss für Tokenholder

Gleichzeitig zeigt der ETF-Start, dass XRP als Marke und Spekulationsvehikel ungebrochen attraktiv ist. Die Zukunft des Tokens hängt nun davon ab, ob es gelingt, echte Wertakkumulation in die Architektur einzubauen und Entwickler anzuziehen – oder ob XRP dauerhaft davon lebt, ein liquides, aber fundamental dünnes Asset zu bleiben.

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