Bitcoin meldet sich mit voller Wucht zurück. BTC hat die Marke von 77.000 Dollar durchbrochen und ist am Freitag zeitweise sogar bis über 79.000 Dollar gestiegen. Damit rückt plötzlich eine Frage in den Mittelpunkt, die vor wenigen Tagen noch verfrüht wirkte: Ist der Bitcoin-Bärenmarkt tatsächlich vorbei und beginnt jetzt der nächste Bull Run?
Die Bewegung ist deutlich größer als eine gewöhnliche Tageserholung. Bitcoin liegt innerhalb einer Woche mehr als 20 Prozent im Plus und hat gleich mehrere Widerstände zurückerobert. Besonders bullisch: CryptoQuant-Chef Ki Young Ju, der den Markt lange vorsichtig beurteilt hatte, spricht inzwischen davon, dass der Bärenmarkt praktisch beendet sein könnte.
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Weitere InformationenKi Young Ju sieht den Bitcoin-Bärenmarkt am Ende
Ki Young Ju, der CryptoQuant-Chef erklärte am 21. August, dass die aktuelle Widerstandsfähigkeit von Bitcoin und die Stärke der Erholung typisch für eine Phase sein könnte, in der der endgültige Boden bereits entstanden ist.
Ein kurzfristiger Rücksetzer sei weiterhin möglich. Entscheidend ist jedoch die größere Botschaft: Für Ki Young Ju sieht der bisherige Bärenmarkt inzwischen weitgehend beendet aus.
Noch im Juli hatte er Bitcoin-Investoren vor zu viel Euphorie gewarnt und darauf hingewiesen, dass der Markt möglicherweise noch Monate benötigen könnte. Anfang August sah er außerdem das Problem, dass die damalige Erholung überwiegend vom Futures-Markt getragen wurde, während echte Spot-Nachfrage fehlte. Genau deshalb bekommt sein jetziger Stimmungswechsel zusätzliches Gewicht.
Und genau an dieser Stelle hat sich das Bild inzwischen verändert.
US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zuletzt Nettozuflüsse von rund 606 Millionen Dollar und damit den vierten positiven Handelstag in Folge. Gleichzeitig profitiert Bitcoin von einem schwächeren Dollar und einer veränderten Liquiditätssituation am US-Anleihemarkt. Frisches Kapital trifft damit auf einen Markt, in dem viele Anleger zuvor auf weiter fallende Kurse gesetzt hatten.
Das Ergebnis war brutal für die Bitcoin-Bären: Steigende Kurse zwangen Short-Positionen aus dem Markt und beschleunigten den Ausbruch zusätzlich.
Jetzt entscheidet die Zone zwischen 78.000 und 82.000 Dollar
Auch der bekannte Trader Doctor Profit hat seine Einschätzung deutlich gedreht. Noch vor wenigen Wochen hatte er den Bitcoin-Markt wesentlich defensiver beurteilt. Nach dem jüngsten Ausbruch spricht er nun von der frühen Phase eines neuen Bullenmarktes.
Dabei nennt er drei entscheidende Marken: 71.500 Dollar, 78.000 Dollar und schließlich 82.000 Dollar. Die erste Hürde hat Bitcoin bereits deutlich hinter sich gelassen. Die 78.000-Dollar-Zone wurde während der aktuellen Rallye ebenfalls angegriffen. Damit bleibt aus seiner Sicht vor allem 82.000 Dollar als entscheidende Bestätigung.
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Weitere InformationenDoctor Profit argumentiert, dass oberhalb dieser Marke der Weg in einen vollständig bestätigten Bullenmarkt geöffnet wäre. Genau deshalb könnte die aktuelle Bewegung wesentlich mehr sein als nur eine weitere Bärenmarkt-Rallye.
Der Bereich zwischen 78.000 und 82.000 Dollar ist jetzt allerdings die erste ernsthafte Prüfung. Dort dürfte Gewinnmitnahme auf Anleger treffen, die nach dem starken Anstieg der vergangenen Tage zunächst Kapital sichern wollen.
Kann Bitcoin diese Verkäufe absorbieren und 82.000 Dollar nachhaltig zurückerobern, würde sich das technische Bild deutlich verändern. Dann wären zunächst 85.000 bis 90.000 Dollar erreichbar. Darüber wartet mit 95.000 bis 100.000 Dollar bereits die nächste psychologisch entscheidende Zone.
Scheitert BTC dagegen und fällt wieder deutlich unter 75.000 Dollar, wäre ein Rücklauf Richtung 71.500 Dollar möglich. Erst ein klarer Verlust dieses Bereichs würde die neue bullische Struktur wieder ernsthaft infrage stellen.
Bitcoin-Prognose: 100.000 Dollar könnten schneller zurückkommen als erwartet
Für die kommenden Monate halten einige Analysten inzwischen ein bullisches Szenario für wahrscheinlich. Der entscheidende Punkt ist nicht allein der Sprung über 75.000 Dollar. Bitcoin verbindet aktuell mehrere positive Faktoren: institutionelle ETF-Nachfrage, einen massiven technischen Ausbruch, den Rückgang pessimistischer Positionierungen und ein makroökonomisches Umfeld, das knapper werdende Dollar-Liquidität zumindest teilweise wieder entschärft.
Bleiben ETF-Zuflüsse stark und werden Rücksetzer weiterhin gekauft, dürfte sich der Fokus auf 95.000 bis 105.000 Dollar verschieben. Besonders ein nachhaltiger Ausbruch über 100.000 Dollar könnte neue FOMO unter Anlegern auslösen, die den aktuellen Anstieg verpasst haben.
In einem bullischen Szenario könnte Bitcoin wieder zwischen 110.000 und 125.000 Dollar gehandelt werden. Sollte zusätzlich institutionelles Kapital beschleunigt in den Markt zurückkehren und BTC sein bisheriges Hoch angreifen, wäre auch ein Vorstoß in Richtung 130.000 Dollar nicht ausgeschlossen.
Diese Prognose ist kein geradliniges Kursziel. Nach einem Anstieg von mehr als 20 Prozent innerhalb weniger Tage wären Rücksetzer von einigen Prozent oder mehr völlig normal. Entscheidend ist, ob Käufer solche Korrekturen oberhalb der neu gewonnenen Unterstützungen auffangen.
Genau deshalb zählt jetzt nicht mehr die Frage, ob Bitcoin noch einmal einen Boden bei 50.000 oder 60.000 Dollar sucht. Die entscheidende Linie liegt deutlich höher.
Bleibt Bitcoin über 75.000 Dollar und fällt anschließend auch die 82.000-Dollar-Marke, könnte aus der aktuellen Erholung endgültig der nächste Bitcoin-Bull-Run werden. Dann dürfte die Rückkehr über 100.000 Dollar schneller auf den Tisch kommen, als viele Anleger noch vor wenigen Tagen erwartet hätten.
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