Bitcoin hat den September bei rund 83.500 Dollar beendet und damit eine ungewöhnlich starke Ausgangslage für den traditionell gefürchteten Monatsschluss geschaffen. Zum Start in den Oktober notiert BTC weiter knapp unter 84.000 Dollar. Entscheidend ist jetzt jedoch, ob der Kurs auch die jüngsten Hochs im Bereich von 86.000 bis 87.000 Dollar zurückerobern kann.
Der bekannte Bitcoin-Analyst PlanB verweist zum Monatswechsel auf mehrere On-Chain-Kennzahlen, die das grundsätzlich konstruktive Bild stützen. Bitcoin liegt demnach deutlich über dem Realized Price von rund 54.000 Dollarsowie über dem langfristigen 200-Wochen-Durchschnitt von etwa 66.000 Dollar. Gleichzeitig befinden sich nach seinen Daten 82 Prozent der Adressen, 80 Prozent der UTXOs und rund 71 Prozent des Bitcoin-Angebots im Gewinn.
Bitcoin closed September at $83,563
— PlanB (@100trillionUSD) October 1, 2026
– Above Realized Price $54k
– Above 200-week MA $66k
– Addresses in profit 82%
– UTXO in profit 80%
– Bitcoin in profit 71%
Looking forward to Uptober! pic.twitter.com/Xius5cJZ7D
Zumindest der letzte Wert lässt sich auch unabhängig bestätigen: Aktuelle On-Chain-Daten zeigen, dass zuletzt rund 71,2 Prozent aller Bitcoin im Gewinn lagen. Ende August waren es noch 68,6 Prozent.
Bitcoin liegt deutlich über zwei langfristigen Schlüsselmarken
Besonders auffällig ist der Abstand zu den langfristigen Kostenbasen des Marktes. Daten von BlockHorizon bezifferten den Bitcoin Realized Price zuletzt auf rund 53.500 Dollar, während der 200-Wochen-Durchschnitt bei etwa 65.800 Dollar lag.
Bei einem Bitcoin-Kurs um 84.000 Dollar liegt BTC damit rund 57 Prozent über dem Realized Price und etwa 27 Prozent über dem 200-Wochen-Durchschnitt.
Das spricht zunächst gegen ein unmittelbares Szenario, in dem der gesamte langfristige Aufwärtstrend bereits wieder gebrochen wäre. Gleichzeitig darf der hohe Anteil profitabler Coins nicht ausschließlich positiv interpretiert werden. Je mehr Marktteilnehmer auf Buchgewinnen sitzen, desto größer wird grundsätzlich auch das Angebot, das bei Schwäche zur Gewinnmitnahme auf den Markt kommen kann.
Genau hier liegt der Konflikt zum Oktober-Start: Die langfristigen On-Chain-Daten wirken stabil, kurzfristig hat Bitcoin die Zone oberhalb von 86.000 Dollar zuletzt aber nicht halten können.
Für den „Uptober“ muss Bitcoin jetzt über 86.000 Dollar
Der September selbst war bereits von einem Erfolg gekrönt. Bitcoin eröffnete den Monat bei etwa 78.540 Dollar und beendete ihn bei rund 83.554 Dollar. Das entspricht einem Plus von etwa 6,4 Prozent.
Nun kommt ausgerechnet der Monat, der unter Krypto-Anlegern als „Uptober“ bekannt ist.
Die Statistik liefert tatsächlich Rückenwind, aber keine Garantie. Zwischen 2013 und 2025 schloss Bitcoin zehn von 13 Oktober-Monaten im Plus. Im Durchschnitt lag die Oktober-Performance in diesem Zeitraum bei rund 19 Prozent. Gleichzeitig fiel Bitcoin 2025 entgegen der bekannten Saisonalität um knapp vier Prozent.
Kurzfristig dürfte vielmehr die Zone zwischen 86.000 und 87.000 Dollar entscheidend werden. Bitcoin erreichte im September Hochs oberhalb von 87.000 Dollar, konnte dieses Niveau jedoch nicht verteidigen. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde den Weg zu einer erneuten Ausweitung der Rallye öffnen.
Diese Zone entscheidet über Erholung oder neuen Verkaufsdruck
Auf der Unterseite rückt zunächst der Bereich um 82.000 bis 83.000 Dollar in den Fokus. Allein am 30. September fiel Bitcoin zeitweise bis knapp unter 83.000 Dollar, bevor Käufer den Kurs wieder auffingen.
Kann BTC diesen Bereich verteidigen und anschließend 86.000 bis 87.000 Dollar zurückerobern, würde das die Voraussetzungen für einen stärkeren Oktober deutlich verbessern.
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