HYPE-ETFs ziehen 60 Millionen Dollar an: Warum Hyperliquid plötzlich die Wall Street erobert

Spot-HYPE-ETFs ziehen 161 Mio. Dollar in vier Wochen an
HYPE-ETFs ziehen 60 Millionen Dollar an: Warum Hyperliquid plötzlich die Wall Street erobert (BitcoinBasis.de | Image GPT - KI generiert)

Die neuen Spot-HYPE-ETFs gewinnen an der Wall Street zunehmend an Aufmerksamkeit.

Seit dem Start der ersten US-Produkte flossen laut CoinGlass bereits 59,8 Millionen US-Dollar netto in die drei verfügbaren HYPE-ETFs. Besonders auffällig: Bislang gab es lediglich einen Handelstag mit Nettoabflüssen.

Für Hyperliquid ist das ein wichtiger Meilenstein. Die Plattform hat sich innerhalb weniger Monate zu einer der größten dezentralen Derivatebörsen entwickelt und zieht nun zunehmend institutionelles Kapital an.

DatumETF 1ETF 2ETF 3Gesamtzufluss
12.06.20260 USD0 USD0 USD0 USD
11.06.20260 USD0 USD600.000 USD600.000 USD
10.06.20260 USD1,80 Mio. USD1,00 Mio. USD2,80 Mio. USD
09.06.20260 USD0 USD0 USD0 USD
08.06.20260 USD1,80 Mio. USD700.000 USD2,50 Mio. USD
05.06.20260 USD-2,90 Mio. USD0 USD-2,90 Mio. USD
04.06.20260 USD7,50 Mio. USD4,70 Mio. USD12,20 Mio. USD
03.06.20263,00 Mio. USD0 USD500.000 USD3,50 Mio. USD
02.06.20260 USD3,10 Mio. USD3,10 Mio. USD
01.06.20261,30 Mio. USD0 USD1,30 Mio. USD
27.05.2026 bis 29.05.202611,90 Mio. USD24,80 Mio. USD0 USD36,70 Mio. USD
Total16,20 Mio. USD36,10 Mio. USD7,50 Mio. USD59,80 Mio. USD

Nur ein einziger Tag mit Abflüssen

Die Zuflussdaten zeigen ein ungewöhnlich stabiles Bild.

Während Bitcoin- und Ethereum-ETFs regelmäßig größere Mittelabflüsse verzeichnen, schlossen die HYPE-ETFs nahezu jeden Handelstag im Plus.

Der größte Teil der Zuflüsse entfiel dabei auf den ETF BHYP, der allein rund 36,1 Millionen US-Dollar einsammelte. Weitere 16,2 Millionen US-Dollar flossen in den zweiten Fonds, während der dritte ETF auf Zuflüsse von 7,5 Millionen US-Dollar kam.

Hype ETF Zuflüsse
Hype ETF Zuflüsse

Warum Investoren auf Hyperliquid setzen

Der ETF-Erfolg fällt in eine Phase, in der HYPE bereits zu den stärksten Kryptowährungen des Jahres gehört.

Anfang Juni erreichte der Token mit 75,48 US-Dollar ein neues Allzeithoch. Trotz der anschließenden Korrektur notiert HYPE weiterhin deutlich über dem Jahresanfangsniveau.

Viele Anleger sehen Hyperliquid inzwischen nicht mehr nur als Krypto-Projekt, sondern als Infrastrukturunternehmen für den Handel mit Derivaten.

Der Grund: Die Plattform erwirtschaftet bereits heute erhebliche Gebühreneinnahmen und veröffentlicht zahlreiche Kennzahlen transparent.

Dazu gehören:

  • Handelsvolumen
  • Open Interest
  • Gebühreneinnahmen
  • Umsatz
  • Token-Rückkäufe

Dadurch lässt sich Hyperliquid für institutionelle Investoren deutlich einfacher bewerten als viele andere Krypto-Projekte.

Hyperliquid verarbeitet mehr als 240 Milliarden Dollar pro Monat

Die operative Entwicklung bleibt beeindruckend.

Laut DefiLlama wurden auf Hyperliquid innerhalb der vergangenen 30 Tage Perpetual Futures im Wert von rund 240,5 Milliarden US-Dollar gehandelt.

Besonders wichtig für Anleger ist die Rückkaufmechanik des Protokolls.

Nach Angaben von DefiLlama fließen 99 Prozent der Perpetual-Gebühren in den sogenannten Assistance Fund. Dieser verwendet die Einnahmen für regelmäßige Rückkäufe von HYPE am Markt.

Je höher die Handelsaktivität auf der Plattform, desto größer fällt somit die potenzielle Kaufnachfrage aus.

HIP-3 erweitert Hyperliquid über Krypto hinaus

Ein weiterer Wachstumstreiber ist das HIP-3-Framework.

Damit können Nutzer Perpetual Futures auf praktisch jedes Asset mit verfügbarem Preisfeed erstellen. Dadurch wächst der Anteil traditioneller Märkte auf Hyperliquid kontinuierlich.

Während Kryptowährungen früher rund 90 Prozent des Handelsvolumens ausmachten, liegt ihr Anteil inzwischen bei etwa 65 Prozent.

Zu den meistgehandelten Märkten zählen mittlerweile auch:

  • S&P 500
  • Nasdaq-100
  • Silber
  • WTI-Rohöl
  • Brent-Rohöl

Das HIP-3-Open-Interest erreichte zuletzt rund 1,7 Milliarden US-Dollar und ist seit Februar um mehr als 150 Prozent gestiegen.

Die entscheidende Frage für Anleger

Die ETF-Zuflüsse zeigen, dass institutionelle Investoren beginnen, Hyperliquid ernst zu nehmen.

Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt jedoch weniger von den ETFs selbst ab als von der Entwicklung der Plattform.

Bleibt das monatliche Handelsvolumen oberhalb von 200 Milliarden US-Dollar, könnten Gebühren, Rückkäufe und Umsätze auf dem aktuellen Niveau bleiben oder sogar weiter wachsen.

Sollte die Aktivität dagegen deutlich zurückgehen, würde sich auch die fundamentale Investmentstory abschwächen.

Für Anleger bleibt deshalb eine Kennzahl wichtiger als jede andere: das Handelsvolumen auf Hyperliquid.

Quellen

  • CoinGlass (HYPE Spot ETF Flows)
  • DefiLlama
  • Bitwise
  • 21Shares
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