Wie viele XRP hatte Ripple-Mitgründer und Ex-CTO David Schwartz wirklich und wie viel Geld wäre daraus geworden, wenn er nie verkauft hätte? Genau darüber wird in der Krypto-Community seit Tagen wieder diskutiert. Eine neue Auswertung eines XRP-Researchers zeigt nun, wie stark der Wert von Schwartz’ früherem Bestand über die Jahre geschwankt hätte und warum er sich trotzdem bewusst fürs Verkaufen entschied.
26 Millionen XRP: So hätte sich der Wert bis 2026 entwickelt
Laut einem Bericht des Blockchain-Researchers „BankXRP“ hielt David Schwartz in der Anfangszeit rund 26 Millionen XRP. Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge, sondern vor allem der Zeitpunkt: XRP startete 2012 bei ungefähr 0,005 US-Dollar pro Coin. Damit hätte sein Bestand damals etwa 130.000 US-Dollar ausgemacht.
Im Bullrun 2017 stieg XRP zeitweise auf rund 2,30 US-Dollar. Wäre Schwartz zu diesem Zeitpunkt noch voll investiert gewesen, hätte sein Paket rechnerisch bei ungefähr 59,8 Millionen US-Dollar gelegen. Danach ging es allerdings wieder deutlich abwärts: Bei Kursen um 0,19 US-Dollar (2019) wäre der Wert entsprechend stark eingebrochen.
Später hätten sich die Zahlen wieder erholt. Für 2024 nennt die Auswertung einen durchschnittlichen XRP-Preis von 2,08 US-Dollar. Das entspräche einem Depotwert von gut 54 Millionen US-Dollar. Für 2025 (im Schnitt 1,84 US-Dollar) und 2026 (im Schnitt 1,40 US-Dollar) läge der theoretische Wert laut den genannten Durchschnittspreisen in einer Spanne von rund 36,4 bis 47,8 Millionen US-Dollar.
Warum Schwartz verkauft hat und was er damit verdient hat
Wichtig: Schwartz hat diese 26 Millionen XRP nicht bis heute gehalten. Laut BankXRP hat er einen großen Teil seiner Coins verkauft, als XRP ungefähr bei 0,10 US-Dollar stand. Das lief demnach nicht als ein einziger Verkauf, sondern in mehreren Wellen über Jahre hinweg, ungefähr zwischen 2012 und 2020. Schwartz habe damit sein Risiko schrittweise reduziert.
Diese Verkäufe sollen ihm damals insgesamt etwa 2,6 Millionen US-Dollar eingebracht haben. Am 6. Mai 2026 bestätigte Schwartz zudem öffentlich auf X, dass er „einmal 26 Millionen XRP“ hatte, heute aber deutlich weniger hält. Das passt zur Aussage, dass er sich frühzeitig und bewusst von großen Teilen getrennt hat.
Seine Strategie heute: weniger Krypto-Risiko, mehr Stabilität
In aktuellen Posts auf X erklärte Schwartz, er habe einen großen Teil seines Vermögens aus direkter Krypto-Exposure herausgenommen, also auch aus XRP. Seine Begründung ist simpel: Er mag keine hohen Risiken und setzt lieber auf eine konservativere Aufstellung, selbst wenn dadurch mögliche Mega-Gewinne verloren gehen.
Er schrieb auch, dass er mit mehr Risiko vermutlich das Potenzial gehabt hätte, Milliardär zu werden. Trotzdem sei er mit dem Ergebnis zufrieden, weil es zu seiner persönlichen Risikogrenze passe. Seine wichtigste Verbindung zur Branche sieht er aktuell eher über Ripple-Aktien als über eine große XRP-Position. Damit habe er aus seiner Sicht genug Krypto-Nähe, ohne sein gesamtes Vermögen an die starken Kursschwankungen zu binden.