Im Ripple Umfeld hat sich in den letzten Wochen einiges getan, was für XRP Anleger wichtig sein kann. Ripple baut seine Angebote für Unternehmen weiter aus, gleichzeitig sorgen Aussagen aus der Krypto Szene für neue Diskussionen rund um XRP. Dazu kommt Bewegung bei einem US Gesetz, das die Stimmung im Markt rund um Stablecoins und Krypto insgesamt beeinflussen könnte.
Ripple startet Treasury System für Unternehmen
Ripple hat im April ein neues Treasury Management System vorgestellt, also eine Lösung für das Finanz, und Liquiditätsmanagement in Unternehmen. Das Produkt läuft unter dem Namen Ripple Treasury und basiert auf der Übernahme des Anbieters GTreasury. Neu ist vor allem, dass das System digitale Assets von Haus aus mitdenkt.
Die Idee dahinter ist einfach, Finanzchefs und Treasury Teams sollen in einem System sehen und steuern können, was bei Banken liegt und was bei Krypto Verwahrstellen liegt. Sie können Fiat und digitale Bestände anzeigen, halten, empfangen und verwalten, ohne ständig zwischen Plattformen zu wechseln oder Daten mühsam zusammenzuführen. Ripple betont, dass es in dieser Form aktuell kein vergleichbares Treasury System mit nativen Digital Asset Funktionen gibt.
Für den XRP Kurs kann das indirekt wichtig werden. Je mehr große Firmen Ripple Produkte im Alltag einsetzen, desto stärker wird Ripple als Infrastruktur Anbieter im Finanzbereich wahrgenommen. Auch wenn XRP nicht automatisch bei jeder Funktion dieses Systems genutzt wird, kann mehr institutionelle Nutzung Vertrauen schaffen und die Nachfrage nach Ripple Lösungen insgesamt erhöhen. Das kann langfristig auch die Nutzung von XRP im Zahlungsbereich stützen.
Hoskinson spricht von gezielten Angriffen auf XRP
Zusätzlich hat Cardano Gründer Charles Hoskinson mit Aussagen auf X für Aufmerksamkeit gesorgt. Er stellte die These auf, dass Bitcoin vor allem von Wahrnehmung und Marktsentiment lebe, während andere Netzwerke wie Ethereum und XRP aus seiner Sicht mehr technische Möglichkeiten und mehr praktische Nutzung bieten.
Besonders brisant war seine Behauptung, dass XRP nach dem kurzen Moment im Jahr 2018, als es Ethereum bei der Marktkapitalisierung überholte, schnell mit rechtlichen Problemen und negativer Aufmerksamkeit konfrontiert worden sei. Diese Angriffe seien laut Hoskinson gezielt gewesen und hätten XRP ausgebremst, um zu verhindern, dass es später einmal Bitcoins Dominanz gefährden könnte. In der XRP Community kamen diese Aussagen überwiegend gut an, auch weil viele Anleger seit Jahren das Gefühl haben, dass XRP stärker als andere Projekte unter Regulierung und Imageproblemen gelitten hat.
White House Bericht stärkt Rückenwind für Stablecoins und Krypto
Ein weiterer Faktor ist die Entwicklung rund um den geplanten CLARITY Act in den USA. Am 8. April hat das Weiße Haus einen Bericht veröffentlicht, der Sorgen der Banken über Stablecoin Renditen deutlich relativiert. Banken hatten argumentiert, dass verzinste Stablecoins Einlagen abziehen und damit die Kreditvergabe schwächen könnten.
Der Bericht kommt jedoch zu dem Schluss, dass ein Verbot solcher Renditen nur einen sehr kleinen Effekt hätte. Die Kreditvergabe würde demnach nur um etwa 0,02 Prozent steigen, also um rund 2,1 Milliarden US Dollar, was im Verhältnis zum Gesamtmarkt als gering gilt. Vereinfacht gesagt, die Kritik der Banken wirkt laut Bericht übertrieben.
Für Ripple und XRP kann das wichtig sein, weil ein freundlicherer Ton gegenüber Stablecoins dem gesamten Sektor hilft. Das könnte auch Ripple treffen, etwa mit Blick auf den Stablecoin RLUSD, und allgemein die Marktstimmung verbessern. Wenn Regulierungsrisiken sinken und Stablecoins politisch weniger Gegenwind bekommen, steigt oft auch die Bereitschaft von Unternehmen und Investoren, Krypto Lösungen stärker zu nutzen.