Rekord bei institutionellen Bitcoin-Verkäufen: Edwards warnt

Rekord bei institutionellen Bitcoin-Verkäufen: Edwards warnt
Rekord bei institutionellen Bitcoin-Verkäufen: Edwards warnt (BitcoinBasis.de | Image GPT)

Institutionelle Anleger könnten derzeit stärker auf die Bremse treten als viele erwartet haben. Nach Daten von Charles Edwards, Gründer von Capriole Investments, haben institutionelle Bitcoin-Verkäufe ein neues Rekordniveau erreicht. Ein von ihm beobachteter Indikator drehte nach der Rallye im Frühjahr deutlich ins Negative.

Indikator „Net Institutional Buying“ dreht ins Minus

Edwards nutzt den Indikator „Net Institutional Buying“, um Veränderungen in den Beständen großer, institutioneller Akteure abzuschätzen. Laut seinen Angaben betrachtet der Ansatz unter anderem Bestände von Spot-Bitcoin-ETFs sowie von sogenannten Digital-Asset-Treasury-Unternehmen, also Firmen, die Bitcoin in der Bilanz halten.

Während der Bitcoin-Rallye im April und Mai stieg der Indikator demnach klar in den positiven Bereich. Nach dem anschließenden Marktrückgang folgte jedoch der Umschwung: Das Signal rutschte ins Negative. Edwards sprach in diesem Zusammenhang vom bisher stärksten negativen Signal, das sein Indikator geliefert habe.

Fonds sollen Verkäufe treiben, Unternehmen kaufen weiter

Besonders auffällig ist laut Edwards, wer hinter dem Druck steckt. Seine Daten deuteten darauf hin, dass vor allem Fonds den Ausverkauf vorangetrieben haben. Unternehmenshalter seien dagegen netto weiterhin Käufer geblieben. Das heißt: Während ein Teil des institutionellen Kapitals offenbar Risiko reduziert, bauen bestimmte Unternehmen ihre Bitcoin-Positionen weiter aus.

Edwards sagte außerdem, dass derzeit ein Rekord an institutionellen Bitcoin-Verkäufen zu beobachten sei. Als Maßstab nennt er einen Vergleich mit der täglichen Neuemission durch Miner: Das aktuelle institutionelle Verkaufsvolumen entspreche 464 Prozent der Bitcoin-Menge, die Miner pro Tag erzeugen. Im Artikel wird das als Hinweis eingeordnet, dass die Verkäufe um ein Mehrfaches stärker seien als die tägliche Bitcoin-„Inflation“.

Bitcoin-Kurs bleibt in Bewegung

Parallel dazu zeigte sich auch der Markt in Bewegung. Bitcoin wurde zuvor unter 61.000 US-Dollar gehandelt und lag anschließend bei rund 62.300 US-Dollar. Ob die institutionellen Abflüsse anhalten oder sich wieder drehen, dürfte für die kurzfristige Stimmung entscheidend bleiben, gerade weil große Marktteilnehmer oft den Takt vorgeben, ähnlich wie wenn XRP eine entscheidende Unterstützung verliert.

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