Prognosemärkte setzen auf Bitcoin unter 50.000 Dollar – Warnung vor möglicher Bull Trap

Prognosemärkte setzen auf Bitcoin unter 50.000 Dollar – Warnung vor möglicher Bull Trap
Prognosemärkte setzen auf Bitcoin unter 50.000 Dollar – Warnung vor möglicher Bull Trap (Foto KI generiert)
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Viele Bitcoin-Anleger rechnen nach dem jüngsten Rücksetzer offenbar mit weiteren Verlusten. In Prognosemärkten und Stimmungs-Tools überwiegen aktuell die Wetten auf fallende Kurse, obwohl sich BTC inzwischen wieder über 60.000 US-Dollar erholt hat. Der kurze Crash unter diese Marke am Wochenende hat bei vielen Tradern die Angst verstärkt, dass das „letzte Tief“ noch nicht erreicht ist.

Prognosemärkte: Mehrheit setzt auf Kurse unter 50.000 US-Dollar

Laut dem Krypto-Analysten „Winter Soldier“ zeigen Daten aus Prognosemärkten eine klare Tendenz: Rund 64 Prozent der Orders setzen darauf, dass Bitcoin in diesem Jahr unter 50.000 US-Dollar fällt. Auf Polymarket wird zudem eine Wahrscheinlichkeit von etwa 64 Prozent gehandelt, dass BTC bis Ende 2026 auf 55.000 US-Dollar oder tiefer rutscht.

Der Analyst zieht einen Vergleich zum letzten Zyklus: Damals gingen viele Marktteilnehmer davon aus, dass 28.000 US-Dollar das finale Tief seien. Danach fiel Bitcoin jedoch weiter bis in den Bereich um 19.000 und später sogar 15.000 US-Dollar, bevor sich die Stimmung so stark eintrübte, dass eine echte Trendwende möglich wurde. Ähnlich vorsichtig ist er auch jetzt: Ein Absturz in eine Zone von etwa 35.000 bis 38.000 US-Dollar sei aus seiner Sicht nicht ausgeschlossen.

Zur Einordnung: Im letzten Bärenmarkt verlor Bitcoin zeitweise rund 78 Prozent vom Hoch, bevor die nächste große Aufwärtsphase startete. Dieses Mal könnte der Rückgang zwar weniger stark ausfallen, weil ETFs und institutionelle Investoren inzwischen eine größere Rolle spielen. Trotzdem, so die Warnung, sollte man 50.000 US-Dollar nicht automatisch als „sicheren Boden“ ansehen, nur weil viele diese Marke im Blick haben.

„Günstig“ laut Rainbow-Chart, aber das Signal zur Wende fehlt

In der Analyse wird auch der bekannte Rainbow-Chart erwähnt, der den Bitcoin-Kurs grob entlang eines langfristigen, logarithmischen Trends einordnet. Dort befindet sich BTC aktuell im Bereich „BUY!“, also in einer Zone, in der Bitcoin historisch eher als günstig galt. Der Kurs habe bereits 24 Tage in dieser Zone verbracht, während der Durchschnitt laut Darstellung eher bei 18 Tagen liege.

Allerdings: „Günstig“ bedeutet nicht automatisch „sicher“. Aus Sicht der Bullen ist das Problem, dass die Kursstruktur bisher keine klare Umkehr bestätigt. Es gab zuletzt starke rote Kerzen, niedrigere Hochs und niedrigere Tiefs, dazu anhaltenden Verkaufsdruck. In der vereinfachten Lesart: Es gibt viel Angebot, aber zu wenig Nachfrage, die den Kurs stabil nach oben ziehen könnte.

Ein möglicher Anstieg zurück in den Bereich um 65.000 bis 66.000 US-Dollar wird daher von der bärischen Seite eher skeptisch gesehen. Ein solcher Bounce könnte demnach auch nur eine Zwischenerholung sein, bevor der Markt erneut nach unten dreht. In diesem Szenario wäre es eher eine klassische „Bull Trap“ und kein echtes Kaufsignal.

Was das für Anleger bedeutet

Unterm Strich dominieren derzeit die Erwartungen, dass Bitcoin noch einen weiteren schmerzhaften Schritt nach unten machen könnte, bevor sich ein stabiler Boden ausbildet. Viele Wetten zielen auf 50.000 US-Dollar, einige Marktbeobachter halten sogar tiefere Kurse für möglich. Ob es wirklich so kommt, bleibt offen. Klar ist aber: Die Mehrheit positioniert sich aktuell eher defensiv und rechnet mit weiterem Gegenwind.

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