Nach dem heftigen Kurssturz am 10. Oktober hat PEPE lange unter Verkaufsdruck gestanden. Größere Erholungen blieben aus, die Meme Coin wirkte über Wochen wie festgenagelt. Jetzt deuten jedoch mehrere technische Signale darauf hin, dass sich das Blatt langsam wenden könnte, zumindest wenn die Käufer weiter nachlegen.
Verkaufshöhepunkt und Trendwechsel: Das spricht für die Bullen
Laut einer Analyse des Traders MyCryptoParadise auf TradingView hat PEPE ein sogenanntes Selling Climax ausgebildet. Gemeint ist damit eine Phase, in der der Verkaufsdruck zwar extrem hoch ist, am Ende aber von starken Käufern aufgefangen wird. In der Praxis gilt das oft als Hinweis, dass die bärische Strecke ausläuft und der Markt in eine Akkumulationsphase übergehen kann.
Dazu kommt ein weiterer Punkt: Auf dem Chart sei ein Change of Character zu erkennen. Das steht für einen Strukturwechsel, also weg von einem klar bärischen Verlauf hin zu einer bullischeren Marktstruktur. Der Analyst interpretiert das als Signal, dass das Momentum wieder stärker auf die Seite der Käufer kippt.
Ergänzend nennt die Analyse eine Automatic Rally, also eine erste Erholung, nachdem der Verkaufsdruck nachlässt. Außerdem habe sich ein Last Point of Support gebildet, was vereinfacht bedeutet: Käufer verteidigen ein Niveau, an dem der Kurs zuletzt wieder Halt gefunden hat.
Wichtige Kurszonen: Wo die Rally starten und enden könnte
Besonders spannend ist laut MyCryptoParadise eine sogenannte Point of Interest Zone, kurz POI. Dabei geht es um Preisbereiche, an denen der Markt häufig reagiert, weil dort viel gehandelt wurde oder Liquidität vermutet wird.
Auf der bullischen Seite liegt dieser POI demnach bei etwa 0,00000326 US Dollar. Dieser Bereich könnte als Sprungbrett dienen, falls der Kurs dorthin zurücksetzt und Käufer erneut einsteigen.
Auf der anderen Seite wird als potenzielles Ziel und möglicher Wendepunkt die Zone um 0,0000062 US Dollar genannt. Dort sieht der Analyst einen Bereich mit sogenanntem Draw on Liquidity, also einer Zone, in der der Markt oft Liquidität abholt und in der Gewinnmitnahmen wahrscheinlicher werden. Sollte PEPE tatsächlich bis in diesen Bereich laufen, entspräche das grob einer Rally von mehr als 60 Prozent vom genannten Unterstützungsbereich aus.
Was Anleger daraus ableiten können
Unterm Strich zeichnet die Analyse ein Bild, das für PEPE vorsichtig optimistisch ist: Ein möglicher Abschluss der bärischen Phase, erste Anzeichen eines Trendwechsels und klar benannte Preiszonen, auf die viele Trader achten dürften. Trotzdem bleibt entscheidend, ob der Markt die Unterstützungsbereiche wirklich verteidigt und ob genug Kaufdruck entsteht, um die nächsten Widerstände zu brechen.